{"id":3713,"date":"2010-07-27T08:18:24","date_gmt":"2010-07-27T06:18:24","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=3713"},"modified":"2022-09-10T03:37:44","modified_gmt":"2022-09-10T01:37:44","slug":"tired-pony-the-place-we-ran-from","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2010\/07\/tired-pony-the-place-we-ran-from\/","title":{"rendered":"Tired Pony: The Place We Ran From"},"content":{"rendered":"<p>Ihr Album tr\u00e4gt den Titel &#8222;The Place We Ran From&#8220;. Aber von Flucht kann keine Rede sein. Tired Pony schlurfen. Hektik oder Panik sind partout nicht auszumachen. Melancholie, Romantik, innere Einkehr \u2013 das sind Attribute, die man mit diesem Deb\u00fctalbum in Verbindung bringen k\u00f6nnte.<!--more--><\/p>\n<p>Tired Pony ist das neueste Projekt von Gary Lightbody, seines Zeichens Frontmann der Rockband Snow Patrol. Doch Lightbody hat dieses Album nicht allein eingespielt. Unterst\u00fctzt wurde er von Peter Buck (R.E.M.), Richard Colburn (Belle &amp; Sebastian), Musiker und Produzent Garret &#8222;Jacknife&#8220; Lee und Singer-Songwriter Ian Archer. Als weitere G\u00e4ste treten Tom Smith (Editors) sowie M. Ward und Zooey Deschanel alias She &amp; Him in Erscheinung. Bei solch geballter Kompetenz ist es wenig verwunderlich, dass durchweg gute Songs herausgekommen sind. Wobei Lightbody die Federf\u00fchrung hatte. Doch im Gegensatz zu Snow Patrol, die in den letzten Jahren nicht schlechter, aber doch schon sehr kommerziell wurden, haben die behutsamen, mit vielen Instrumenten umgesetzten Tired Pony-Kompositionen Tiefgang und leben von den unterschiedlichen musikalischen Einfl\u00fcssen der Beteiligten.<\/p>\n<p>Wundersch\u00f6n ist &#8222;Get On The Road&#8220;, ein Duett von Lightbody und Deschanel mit flirrenden Postrock-Gitarren. Darauf folgt der Folksong &#8222;Point Me At Lost Irlands&#8220; mit mehrstimmigen Ges\u00e4ngen wie man sie von Fleet Foxes und Mumford &amp; Sons kennt. Recht nah dran an Snow Patrol ist das Uptempo-St\u00fcck &#8222;Dead American Writers&#8220;, nur etwas amerikanischer. Schlie\u00dflich sagte Lightbody \u00fcber dieses Album, dass es &#8222;inspiriert ist von meiner Vorliebe f\u00fcr Bands wie Wilco, Calexico, Lambchop, Palace, Smog \u2013 eben all den Bands, die einen Blick auf die dunkle Seite Amerikas werfen. Ich wollte einen verdrehten Liebesbrief an die Staaten schreiben.&#8220;<\/p>\n<p>Aufgenommen wurden die vom Folk und Country beeinflussten Songs im ersten oder sp\u00e4testens im zweiten Anlauf, weshalb die Aufnahmen in Portland auch nur eine Woche dauerten. Und was mit dem sehr leisen, reduzierten &#8222;North Western Skies&#8220; beginnt endet mit dem anfangs ruhigen, dann von vor sich hin m\u00e4andernden Gitarren aufger\u00fcttelten, ins Psychedelische abwandernde &#8222;Pieces&#8220;. Ein exzellenter Schlusspunkt.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist unl\u00e4ngst das zweite <strong>She &amp; Him<\/strong>-Album &#8222;Volume II&#8220; ( Domino\/Indigo) ver\u00f6ffentlicht worden. Singer-Songwriter M. Ward und die singende, Piano spielende Schauspielerin Zooey Deschanel widmen sich voll und ganz dem seichten, altbacken anmutenden Folk. Nicht ganz so stark wie ihr Deb\u00fctalbum, aber vor allem wegen Deschanels eindringlicher Stimme h\u00f6renswert. Zu schade nur, dass Ward nicht \u00f6fter zusammen mit ihr singt (siehe &#8222;Ridin&#8216; In My Car&#8220;).<\/p>\n<p>(kfb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr Album tr\u00e4gt den Titel &#8222;The Place We Ran From&#8220;. Aber von Flucht kann keine Rede sein. 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