{"id":37140,"date":"2001-07-15T11:11:00","date_gmt":"2001-07-15T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=37140"},"modified":"2022-09-01T23:54:40","modified_gmt":"2022-09-01T21:54:40","slug":"sophie-b-hawkins-timbre-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2001\/07\/sophie-b-hawkins-timbre-2\/","title":{"rendered":"Sophie B. Hawkins: Timbre"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sophie-b-hawkins-timbre.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sophie-b-hawkins-timbre.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37141\" width=\"250\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sophie-b-hawkins-timbre.jpg 500w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/sophie-b-hawkins-timbre-145x127.jpg 145w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Dramatik war ja immer schon ihre Sache. Wir erinnern uns: &#8222;Damn I wish I was your lover&#8220; wurde einem vor fast zehn Jahren aus fast allen R\u00f6hren entgegengeschleudert, auf dass es auch ja keiner \u00fcberh\u00f6re\u2026 Nun, die 2001er-Sophie B. Hawkins flucht nicht mehr so deutlich vernehmbar wie damals, aber mit Gef\u00fchlen &#8211; und zwar gro\u00dfen! &#8211; hat sie\u00b4s immer noch.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>&#8222;Timbre&#8220;, Hawkins drittes Album&#8220;, ist im Kern ein Singer-Songwriter-Album. Allenfalls die Form ist Pop &#8211; der Inhalt ist gro\u00dfartiges, dramatisches, hochmelodisches, manchmal hymnisches und meist melancholisches Songmaterial nach britischer Art. Hawkins schwelgt in Gef\u00fchlen und Pathos, und nur manchmal geht ihr der Schmalz-Gaul durch, und ein Song versinkt im Synthie-Sumpf &#8211; die meiste Zeit \u00fcberwiegt ihre typische Mischung aus Dramatik und Bi\u00df (siehe oben\u2026), und das verleiht den Songs die richtige W\u00fcrze.<\/p>\n\n\n\n<p>Was &#8222;Timbre&#8220; au\u00dferdem auszeichnet, sind die \u00fcppigen Arrangements. Hawkins (die ihr Album selbst produziert hat) f\u00e4hrt auf, was das Studio hergibt: Rock- und Akustik-Gitarren, Streicher und Piano, und viel, viel Elektronik. Sie (aber auch der verschwenderisch gebrauchte Hall\u2026) verleiht den Songs die charakteristische F\u00fclle, viel Tiefe und den mystischen, oft d\u00fcsteren Touch, f\u00fcgt die Detail-Effekte hinzu. Ausgefeilt ist jeder Song, an manchen Stellen bombastisch, mitunter weit wie W\u00fcstenrock, und dann wieder konzentriert und intim. Eben noch wuchtig und keinen Widerspruch duldend, dann wieder vers\u00f6hnlich, fast sonnig. Kaum eine Laune, die Sophie B. Hawkins nicht auf &#8222;Timbre&#8220; auslebt, und jede hat gef\u00e4lligst genauso ernst genommen zu werden wie die vorangegangene\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt h\u00e4ngen: viel G\u00e4nsehaut und das deutliche Statement einer selbstbewu\u00dften Frau. &#8222;Timbre&#8220; ist eing\u00e4ngig und eindrucksvoll zugleich, Sophie B. Hawkins hat viel zu sagen, und sie wei\u00df es erstklassig zu verpacken. Ihr Sound ist auf der H\u00f6he der Zeit, aber nicht trendy. Sie steht Carly Simon n\u00e4her als Madonna, hat mehr mit Beverly Craven als mit Vonda Sheppard gemein, und bleibt am Ende doch Au\u00dfenseiterin: eine Zeitlose, die es zuf\u00e4llig ins Jahr 2001 verweht hat, und die sich dort eben &#8211; so gut es geht &#8211; anpasst. Nicht zuf\u00e4llig findet sich auf &#8222;Timbre&#8220; neben flockigen Popsongs auch ein echter Jazz-Song. Sophie B. Hawkins ist eine Klassikerin im zeitgem\u00e4\u00dfen Gewand.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Sophie B. Hawkins: Timbre<br \/>(Ryko\/Zomba)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dramatik war ja immer schon ihre Sache. 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