{"id":9734,"date":"2004-07-04T18:11:41","date_gmt":"2004-07-04T18:11:41","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=1052"},"modified":"2022-05-12T03:18:39","modified_gmt":"2022-05-12T01:18:39","slug":"hair","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2004\/07\/hair\/","title":{"rendered":"Hair"},"content":{"rendered":"\n<p><br \/><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/images\/jameslast\/images\/cover\/hair.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eHair\u201c \u2013 ein Thema wie gemacht f\u00fcr James Last! Hat er uns nicht immer durch seine Frisuren, sein wallendes Haar Freude gemacht? Doch, hat er. Genial auch mal wieder das Cover. Mir fehlen da die Worte.<\/p>\n\n\n\n<p><br \/>Gottseidank nicht bei der Musik. Die ist zu einem unglaublichen Trip geworden. Softe, wohlige Psychedelia. Viele Fl\u00f6ten, Orgel und Jazz-Improvisationen. Morgenr\u00f6te-Stimmung. Abgesehen von den irrwitzigen Orchesterausbr\u00fcchen: \u201eAquarius\u201c \u2013 ein Wahnsinnsritt. Drogisierte Lebensfreude. \u201eGood Morning Starshine\u201c dagegen die Tr\u00e4gheit-danach, m\u00fcde Glieder und elegisches Vorw\u00e4rtsschleppen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Unglaublich, mit welch feinen Pinsel und mit welch ungewohntem Gestut James Last hier malt. Sicher, man erkennt ihn und seinen Orchester-Stil. Aber es ist die Variation seiner selbst, die er hier vorlegt. Ein weiterer Einblick in das Genius Last, denn der groovige, jazzige, ausschweifende Sound auf \u201eHair\u201c ist ein Meisterst\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Steigerung der Bl\u00e4ser in \u201eLet the sunshine in\u201c, \u00fcber dem manisch trommelnden Drummer&#8230; Das fr\u00f6hlich-beschwingte \u201eWalking in space\u201c. Und das pointierte Pianospiel in \u201eEasy to be hard\u201c&#8230; James Last\u00b4s \u201cHair\u2019 hat auch d\u00fcstere Momente. Es ist keine \u201eNon Stop Dancing\u201c-Platte. Nichts zum Durchtanzen. Sondern zum Zuh\u00f6ren, Mitleiden, Erfahren. Ein Ausflug durch fantasievolle Landschaften. Durch sch\u00f6ne, euphorische und traurige Gegenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gute, nein Beste, bei James Last ist, dass er sinnliche Musik macht. Sie ist oft im besten Sinne Gebrauchsmusik, versucht die Kluft zwischen sich und dem Publikum zu \u00fcberbr\u00fccken, indem sie sich heftig in den Dienst der K\u00e4ufer stellt. Indem sie auffordert, ihr nicht kontemplativ zu lauschen. Indem sie diesen Effekt durch Hintergrundger\u00e4usche fast selbst zunichte macht.<\/p>\n\n\n\n<p>James Last will nicht interpretiert, nicht ger\u00fchmt und gelesen werden. Sondern einfach benutzt. Und zu diesem Zweck appelliert er oft im \u00dcberma\u00df an die Sinne. Seine Musik ist oft kraftstrotzend, farbenfroh und einfach \u201esch\u00f6n\u201c. Und auf \u201eHair\u201c kommt noch seine ganze Jazz-Kunst hinzu. Eine unglaubliche Platte. Eine Last-untypische Platte, weil er sich den Stimmungen des Liedes hingibt, auch wenn sie melancholisch sind. Sich treiben l\u00e4sst, Stimmungen auskostet. Und mit ungeh\u00f6rten, fantasievollen Arrangements ausmalt. Vielleicht seine beste Platte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eHair\u201c \u2013 ein Thema wie gemacht f\u00fcr James Last! Hat er uns nicht immer durch seine Frisuren, sein wallendes Haar Freude gemacht? Doch, hat er. Genial auch mal wieder das Cover. Mir fehlen da die Worte. Gottseidank nicht bei der Musik. Die ist zu einem unglaublichen Trip geworden. Softe, wohlige Psychedelia. 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