{"id":979,"date":"2004-04-21T14:55:11","date_gmt":"2004-04-21T14:55:11","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=979"},"modified":"2022-05-15T02:24:37","modified_gmt":"2022-05-15T00:24:37","slug":"non-stop-evergreens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2004\/04\/non-stop-evergreens\/","title":{"rendered":"Non Stop Evergreens"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Non-Stop-Evergreens.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Non-Stop-Evergreens.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12868\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Non-Stop-Evergreens.jpg 300w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Non-Stop-Evergreens-145x145.jpg 145w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Non-Stop-Evergreens-60x60.jpg 60w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Non-Stop-Evergreens-120x120.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><i>28 immergr\u00fcne Melodien zum Tanzen<\/i><\/p>\n\n\n\n<p>Auch sehr sch\u00f6nes Cover, diese Platte. So sah das aus, wenn man in den 70ern Kunst machen wollte. Und gemacht hat! Ist doch wirklich gelungen: Bildmitte scharf, Rest unscharf und strahlenf\u00f6rmig von innen nach au\u00dfen gehend. Hat so was Dynamisches, nat\u00fcrlich. Und dann diese Komposition aus Orange, Rot und viel Gr\u00fcn \u2013 schlie\u00dflich geht es um Evergreens \u2013 Zwinker-Zwinker.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle muss ich mal den Schriftzug von James Last loben. Diesen typischen, mit den runden, prallen Buchstaben. Die sehen ein bisschen aus wie aufblasbare Sitzm\u00f6bel. Man kann sie toll bunt ausmalen \u2013 also nicht ich, aber die Layouter. Ich hab sie wirklich schon in allen Farben des Regenbogens gesehen (die Buchstaben, nicht die Layouter). Je nachdem, welche Farben das Cover hatte. Sie haben so was Schwungvolles, Optimistisches. Und sie sind bis auf winzige Kapit\u00e4lchen abgerundet: man kann sich nicht wehtun an ihnen. Also, wenn man dranst\u00f6\u00dft oder dagegen l\u00e4uft. Und sie sind unzweifelhaft auch heute noch stylish \u2013 das muss man sich mal vorstellen! Wer mag sich das nur ausgedacht haben? Ich w\u00fcrd gern mal gratulieren kommen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Und ich gratuliere auch zu der gelungenen Platte. Das ist wirklich \u00b4ne feine Sache, diese Non Stop Evergreens. Warum wird \u201eNon Stop\u201c hier eigentlich auseinander geschrieben? Bei den Nonstop Parties und Nonstop Dancing ist das ein Wort. Komisch. Bisschen inkonsequent. Egal.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Evergreens kommen ja naturgem\u00e4\u00df nicht so penetrant up to date daher. Sie liegen halt so rum, seit Jahrhunderten. Schlafen ein bisschen. Und wenn man sie nett weckt, tun sie einem die Liebe und bewegen sich. James Last hat sie sehr nett geweckt. Und irgendwie ist diese Kombination aus alten Swing-Klassikern, Filmsongs und Traditionals zusammen mit hypermodernem Happy Sound schon apart. Das unwiderstehliche James Last Orchester walzt sie mit seiner Fr\u00f6hlichkeit einfach nieder. Und wenn sie am Morgen danach einsam in ihre Schlafgrotten zur\u00fccktrotten, haben sie immer noch bunte Luftschlangen im Haar und Glitter auf den Wangen. Und ein s\u00fc\u00dfes L\u00e4cheln im Gesicht&#8230;<br \/>Es ist schon eigenartig. Der Happy Sound hat was sehr Penetrantes, R\u00fccksichts- und Respektloses. Gleichzeitig versucht er aber immer, die verwursteten St\u00fccke gut aussehen zu lassen. Also doch liebevoll, wenn auch den Partyauftrag fest im Blick.<\/p>\n\n\n\n<p>Und man muss sagen: Mann, oh Mann, das Orchester spielt mal wieder wie der Teufel. Geschmeidige Orgel, Bl\u00e4ser in H\u00f6chstform, ein Drummer mit mindestens zwanzig Zauberh\u00e4ndchen und einfach jedes Detail perfekt. Ein Dschungel von Sound! Tut mir leid, mir fehlen da die angemessenen Worte, aber es groovt einfach wahnsinnig. Hier w\u00e4r man gern im Studio dabeigewesen \u2013 vorausgesetzt, die Musiker haben das synchron eingespielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier singt \u00fcbrigens auch wieder der namenlose Chor mit. Bevorzugt auf die Silben La-Di-Da. Hat eigentlich mal jemand was \u00fcber die Sprachlosigkeit solcher Ch\u00f6re geschrieben? Was ist das? Wie nennt man das? Worte sind das nicht, Scatten geht auch anders. Nein, es ist wohl Silben-Chorgesang. Lustig finde ich, wenn dieser Chor dann ganz unvermittelt doch mal einen ganzen Satz singen darf, zum Beispiel \u201eDon\u00b4t fence me in\u201c. Da gab\u00b4s zwei Potpourris lang nur La-Ba-La-Ba, vielleicht noch La-Di und Na-Na. Und auf einmal: Don\u00b4t fence me in. Und dann versinken diese h\u00f6rbar sch\u00f6nen Menschen \u2013 denn nur sch\u00f6ne Menschen singen in solchen Ch\u00f6ren \u2013 wieder in Sprachlosigkeit. Bis auf ein mal \u2013 Ladada Ladada \u2013 Night and Day! <\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nnen die sich eigentlich in den Pausen noch richtig artikuliert unterhalten, diese Chorleute? Oder sind die auch innerhalb des James Last-Orchesters und auf Tourneen ghettoisiert, weil sie nur noch Na-Na-Na oder Ba-Di-Ba-Di radebrechen k\u00f6nnen? Verk\u00fcmmert die Sprachf\u00e4higkeit, wenn man lange in solchen Ch\u00f6ren singt? Sind diese Menschen alle geschieden? Zahlt James Last die Invalidenrente? Oder ist das schon das Gnadenbrot, dieser Backinggesang?<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu den Titelm: In the Mood ist auch noch drauf, La Bamba, Who\u00b4s sorry now, Rum and Coca Cola, Tea for two, Quando Quando, Day O, Sixteen Tons, Ain\u00b4t she sweet, Tom Dooley, Goody-Goody und so fort. Wirklich ein Swing-Festival mit \u00fcppiger Orchestrierung. Was ja auch so\u00b4n Kennzeichen des James Last-Sounds ist: Gro\u00dfz\u00fcgigkeit. Hier noch \u00b4ne Rassel, dort noch \u00b4n Becken und hundert klatschende H\u00e4nde \u2013 wir haben\u00b4s ja&#8230; Toll!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28 immergr\u00fcne Melodien zum Tanzen Auch sehr sch\u00f6nes Cover, diese Platte. So sah das aus, wenn man in den 70ern Kunst machen wollte. Und gemacht hat! Ist doch wirklich gelungen: Bildmitte scharf, Rest unscharf und strahlenf\u00f6rmig von innen nach au\u00dfen gehend. Hat so was Dynamisches, nat\u00fcrlich. 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