{"id":9879,"date":"1998-09-21T11:11:00","date_gmt":"1998-09-21T09:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/blog\/?p=9879"},"modified":"2022-07-09T01:39:11","modified_gmt":"2022-07-08T23:39:11","slug":"duffy-i-love-my-friends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/1998\/09\/duffy-i-love-my-friends\/","title":{"rendered":"Duffy &#8211; I love my friends"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/duffy-i-love-my-friends.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/duffy-i-love-my-friends.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12975\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/duffy-i-love-my-friends-60x60.jpg 60w, https:\/\/hinternet.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/duffy-i-love-my-friends-120x120.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>So kanns gehn: da ist man Frontman einer der zugkr\u00e4ftigsten Bands der 80er, aber schon wieder drau\u00dfen, noch bevors richtig losgeht. Stephen Tin Tin Duffy war in der Pop-Geschichtsschreibung bislang kaum mehr als eine Fu\u00dfnote in der Duran Duran-Story. Einzig 1985 konnte er auch mal selbst smashen mit einem Song namens &#8222;Kiss me&#8220;. Der traurige Verlauf einer typischen One-Hit-Wonder-Karriere? Mitnichten! <\/p>\n\n\n\n<p>Zwar ward Duffy, der sich selbst als &#8222;kreatives Stehaufm\u00e4nnchen&#8220; bezeichnet, seither nicht mehr in den Charts gesehen, aber von der Musik konnte er gottlob nie lassen. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ende der 80er gr\u00fcndete er &#8222;Lilac Time&#8220; und machte fortan akustischen Folk, ver\u00f6ffentlichte aber auch immer noch Soloalben. Und w\u00e4hrend die ehemaligen Bandkollegen (derzeit in England ohne Plattenvertrag!) als nunmehr feiste Berufsjugendliche nur noch am Arm ihrer supermodelnden und fernsehmoderierenden Gattinnen aus den Party-Reports der Regenbogenpresse gr\u00fc\u00dfen, hat der Igel mal wieder den Hasen \u00fcberholt und eines der erfreulichsten Alben seit langem ver\u00f6ffentlicht!<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;I love my friends&#8220; atmet puren Pop: melodi\u00f6s und leichtf\u00fc\u00dfig, mit Kick und Pfiff. England ist eben doch Pophausen! Duffy beherrscht lockeren Synthie-Pop genauso wie akustischen Gitarren-Pop, gezupft oder<br \/>geschrammelt. Und nat\u00fcrlich darf im Einzugsgebiet des ehemaligen Empires auch ein Schu\u00df Dandytum nicht fehlen, hier in Form von Streichern, Fl\u00f6ten und andalusisch angehauchten Kl\u00e4ngen. Einen \u00e4hnlich perfekten Pop-Geniestreich legten in letzter Zeit nur Jack hin &#8211; doch die pflegen die Schwermut, wo der gereifte und ausgeglichene Duffy nur noch Selbstironie zul\u00e4\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>A propos &#8222;pers\u00f6nlich&#8220;: die Songtexte sind durchweg autobiographisch und eine Fundgrube f\u00fcr Fans, die am Innenleben \u00dcberlebender der 80er interessiert sind, wenngleich Duffy seine &#8222;Berichte&#8220; als banal einstuft &#8211; im Gegensatz zu den von ihm sonst gewohnten Dichtk\u00fcnsten. Dem Himmel sei Dank f\u00fcr diesen k\u00fchlen Kopf, den uns wahrscheinlich nur eine Laune der Business-Natur bescherte, als sie ihn durch die Hintert\u00fcr aus dem Ex-und-hopp-Zirkus der zur\u00fcckliegenden Dekade rauskickte: auf einen Schleichweg des Britpop, wo er jetzt auch noch den Hype um all die Gallaghers und Albarns vergessen macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So kanns gehn: da ist man Frontman einer der zugkr\u00e4ftigsten Bands der 80er, aber schon wieder drau\u00dfen, noch bevors richtig losgeht. Stephen Tin Tin Duffy war in der Pop-Geschichtsschreibung bislang kaum mehr als eine Fu\u00dfnote in der Duran Duran-Story. Einzig 1985 konnte er auch mal selbst smashen mit einem Song namens &#8222;Kiss me&#8220;. 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