{"id":998,"date":"2004-05-12T16:21:39","date_gmt":"2004-05-12T14:21:39","guid":{"rendered":"http:\/\/hinternet.de\/archiv\/?p=998"},"modified":"2022-06-03T17:45:56","modified_gmt":"2022-06-03T15:45:56","slug":"in-wien-beim-wein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hinternet.de\/blog\/2004\/05\/in-wien-beim-wein\/","title":{"rendered":"In Wien beim Wein"},"content":{"rendered":"\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/archiv\/images\/jameslast\/images\/cover\/in_wien_beim_wein.jpg\"\/><br \/>Oh ja, das kann ich mir gut vorstellen: Das muss der Hit gewesen sein in bundesdeutschen Wohnzimmern der 70er. James Last auf Wien-Beutezug. Und wie er da schon auf dem Foto sitzt. So\u00b4n keckes \u201eNa, wollt Ihr nicht auf mal?\u201c im Blick. Was er da trinkt, ist aber kein Wein, sondern obviously Kaffee. Wiener Melange wahrscheinlich. Paar Zeitungen scheinen noch auf dem Tisch zu liegen, die St\u00fchle sind nat\u00fcrlich echte Kaffeehaus-St\u00fchle. Aber die Fototapete hinter ihm ist ganz schlimm. Ich hoffe, dass nicht wirklich ein Kaffeehaus in Wien so aussieht. Sondern dass das nur get\u00fcrkt, h\u00f6h\u00f6, ist.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><br \/>Interessant, dass man sich getraut hat, bei einer Wien-Platte so\u00b4n graues Cover zu machen. Da h\u00e4tte ich jetzt so Musikantenstadl-Deko erwartet: mit vielen Bl\u00fcmchen, Spitzengardinen, Flieder etc. Hier wollte bestimmt jemand die morbide Seite von Wien betonen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und so allein, wie er da sitzt, der James Last. Ob sich da nicht mal ein Busladung Weiblichkeit dazusetzen will? Man kriegt ja direkt Mitleid.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Musik ist wirklich sch\u00f6n. Angenehme Mischung aus etwas S\u00fc\u00dflichkeit, aber auch viel Pep. Und viel, viel Atmosph\u00e4re. Unglaublich, was das James Last Orchester da wieder rauskitzelt. Die haben so wahnsinnig viel Gef\u00fchl in den Gliedern, wahrscheinlich k\u00f6nnten die das auch mit den F\u00fc\u00dfen spielen, und das w\u00fcrd noch toll klingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der zweiten Seite geht\u00b4s gleich mit viel Fr\u00f6hlichkeit weiter (\u201eWiener Praterleben\u201c). Luftig, flott und bunt. Und ich seh schon, da kommen meine geliebten Polkas: die Tritsch Tratsch Polka und eine Pizzicato Polka. Und James Last wei\u00df genau, wo das Publikum die Streicher haben will: \u201eIm Prater bl\u00fchn wieder die B\u00e4ume\u201c. Ich mag das nicht so gern, aber mich fragt ja auch keiner.<\/p>\n\n\n\n<p>Sieh da, die Tritsch Tratsch Polka mal mit einem anderem Arrangement. Vergleichsweise Midtempo und nicht so gekn\u00fcppelt. Obwohl ich die Thrash-Fassung auch sehr mag: so laid back klingt das auch gut.<br \/>Bei der Pizzicato Polka h\u00e4tte ich mir daf\u00fcr mehr Streicher erwartet. Da doch Pizzicato mit gezupften Saiten zu tun hat, und das geht bei den Bl\u00e4sern schlecht. Na gut, da war so \u00b4ne Art Hackbrett. Aber das muss ja eh immer gezupft werden. Ich find Pizzicato ja spannender bei Streichern, die sonst eben gestrichen werden. Trotzdem sch\u00f6n geworden, diese Einspielung. Auch ziemlich laid back: neue deutsche Entspanntheit. Aus damaliger Sicht. M\u00fcsste doch f\u00fcr die Volksmusikfans eine Revolution, wenn nicht ein Affront gewesen sein. Denn mit Uffta-Marschmusik hat das nichts zu tun. Nee, das ist sch\u00f6ner, folkloristisch angehauchter Swing. Danke noch mal, James Last.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oh ja, das kann ich mir gut vorstellen: Das muss der Hit gewesen sein in bundesdeutschen Wohnzimmern der 70er. James Last auf Wien-Beutezug. Und wie er da schon auf dem Foto sitzt. So\u00b4n keckes \u201eNa, wollt Ihr nicht auf mal?\u201c im Blick. Was er da trinkt, ist aber kein Wein, sondern obviously Kaffee. 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