
Der Ersatzalligator kommt auf die Zielgerade – morgen noch, dann sitzt das Original wieder auf seinem Thron. Bis dahin: Wer einen Link loswerden will – →hier wird er gern genommen!
Auf Ihrer →„Krimischiene“ für den österreichischen „Standard“ rollt unbeirrbar Ingeborg Sperl durch die Spannungslandschaft. Michael Collins‘ „Schlafende Engel“, Patrick Lennons „Tod einer Strohpuppe“, Pablo de Santis „Die sechste Laterne“ und Gabriel Baryllis „Ballerina“ fahren diesmal mit und werden wohlwollend besprochen – mit Ausnahme von „Ballerina“:
„Statt Spannung mit Lokalkolorit bekommt man pseudophilosophische Abschweifungen in sich selbst verliebter, nicht mehr junger Männer serviert. Plattitüden werden durch sprachlich dürftige Dauerwiederholung nicht zum Tiefsinn, und die schwülstigen Sexszenen sind eher peinlich.“
Wie Benjamin Blacks „Nicht frei von Sünde“ im →„Tagesspiegel“ besprochen wird, wüsste ich schon gerne. Leider fordert die Seite unverschämterweise ein „aktuelles Flash-PlugIn“ für ihre Werbebannerchen. Kriegt sie natürlich nicht. Im Gegenzug verrät sie mir daher nur die Überschrift des Artikels – „Schwarzmarkt mit Babys“ – nicht aber den Text. Kann man nichts machen.
Glenn Meades „Der Jünger des Teufels“ ist dagegen vollständig lesbar – das Interview mit dem Autor wenigstens, das Ingrid Müller-Münch für den → „Deutschlandfunk“ geführt hat, der Roman wohl auch, denn er „verliert keine Zeit mit überflüssigen Situationsbeschreibungen, sondern bietet 541 Seiten lang knallharte, Angst einflößende Dialoge und Actionszenen.“
„SandamMeer, die virtuelle Literaturzeitschrift“ hat ihrem Rezensenten K.-G. Beck-Ewerhardy Horst Eckerts →„Königsallee“ zur Lektüre übergeben, und der hat „einen perfekten Roman gefunden, den man am besten in aller Ruhe in einem Rutsch durchliest.“
Zum Schluss noch ein Hinweis auf die „Kritische Ausgabe“, die ja auch mal ein Krimi-Special gemacht hat und jetzt ein „Werkstatt“ übertiteltes Themenheft bringt. Darin auch Kriminelles. Der Autor →Wolfgang Kaes als Gegenstand der Kritik, Gesprächspartner und Selberschreiber, drei Beiträge also zum „rheinischen Henning Mankell“ und „deutschen John Grisham“. Hm.
„Angst einflößende Dialoge“??? Ist das jetzt ein Totalverriss oder ist die Rezensentin nur ein komplettes Weichei?