Long Agos And Worlds Apart: A Tribute To The Small Faces

Wann hört das endlich auf mit diesen (fast durchweg) langweiligen Tribute-Alben? Hab‘ ich auch gedacht, als ich diese Compilation auflegte. Aber, das Anhören macht(e) tatsächlich Spaß. Denn nicht die großen Hits werden hier lustlos heruntergenudelt, sondern die bunte Mischung aus BritPoppern der „2nd generation“ wie z. B. OCEAN COLOUR SCENE, GENE oder NORTHERN UPROAR und weniger jungen Cracks wie z. B. PRIMAL SCREAM oder die BUZZCOCKS versucht tatsächlich, den eher unbekannten Songs aus dem Marriott/Lane-Fundus neue Aspekte und interpretatorische Nuancen abzugewinnen, was erfreulicherweise fast immer gelingt.

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Ronnie Lane: See Me

Ronnie Lane? Das muß schon länger her sein. SMALL FACES? FACES? Ah, ja! Der ist doch krank, nicht? War so was wie der Gegenpol zu den sog. „Frontmännern“ Steve Marriott und Rod Stewart und hat dann dem Rockbiz lapidar tschüs gesagt. Die BritPopper haben ihn inzwischen wiederentdeckt und festgestellt, daß er vor allem mit Marriott tolle Songs geschrieben hatte. RIDE veröffentlichte jüngst sogar ’ne CD-Single mit dem lustigen Song: „A Trip To Ronnie Lane“.

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Victor Bockris: Lou Reed – Walk On The Wild Side

Victor Bockris? Klar doch, den kennen wir! Der hat Ende der 80er Jahre die exzellente VELVET UNDERGROUND-Story „up-tight“ verfaßt und bald darauf noch ’ne Warhol-Bio (auch ordentlich) auf den Markt geworfen. Seine Insider-Kenntnisse bezüglich der „factory“ und der New Yorker Künstlerszene überhaupt waren da natürlich sehr hilfreich, und sie sind es auch, was diese erste, eigenständige Biographie zu Ex-VU-Frontmann Lou Reed betrifft.

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Lydon, John: No Irish, no blacks, no dogs

Man muß ihn ja nicht mögen, den ehemaligen Frontmann und Kopf der Punk-Heroen THE SEX PISTOLS. Johnny Rotten alias John Lydon war (und ist?) ein irischer Dickschädel, ein Exzentriker, ein Zyniker, ein Fiesling, das weiß er selbst. Daß eine stinknormale Künstler- bzw. Band-Bio von ihm nicht zu erwarten war, dürfte klar sein. Er orientiert sich zwar grob an einer einigermaßen chronologischen Darstellung seines Lebens, aber ansonsten geht’s formal schon drunter und drüber.

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