Das Geheimnis der malaiischen Nacktschnecke – Auflösung

ACHTUNG, SPOILER! Im Folgenden lösen wir Madeleine Lustigs ersten Fall auf. Dazu müssen wir leider sagen, wer’s warum war und wie ihm die Lustig draufgekommen ist. Lesen Sie diesen Beitrag also unbedingt erst NACH dem eigentlichen Kurz-Rate-Krimi!

Der Täter war natürlich Ferdinand Stark, der Buchhalter. Er hatte Geld unterschlagen und, wahrscheinlich, in unsicheren US-Immobilienfonds für sich arbeiten lassen. Mit dem bekannten Ergebnis der Arbeitsverweigerung.

Und wie hat er sich verraten? Ganz einfach. Sein teuflischer Plan bestand darin, die Frau des Toten mitsamt Liebhaber in Verdacht zu bringen. Dazu wollte er ein Mittel aus der Heimat von Miranda Nebbich verwenden. Wegen seiner miserablen Geografiekenntnisse (er hielt Venezuela für einen mittelamerikanischen Staat!) verschätzte er sich jedoch. Er wusste, dass Miranda irgendwo aus Südostasien stammte und griff daher zum Schleim der malaiischen Nacktschnecke. Diesen erwarb er im Internetversandhandel, wo dieser Schleim als potenzsteigerndes Mittel angeboten wird. Ein wenig davon mit italienischer Büffel-Mozzarella vermengt und in den Schwellkörper injiziert, das wirkt wie zehn Viagra – und kostet nur die Hälfte! Hätte Stark bessere Geografiekenntnisse besessen, wäre seine Wahl eher auf den pulverisierten Hoden des indonesischen Brüllhirsches gefallen. Eine Prise davon ins Feierabendbier und man ist garantiert hinüber.

Ferdinand Stark wurde übrigens zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt. Miranda Nebbich hat ihren Geliebten geheiratet und lebt mit ihm glücklich in Konstanz am Bodensee.

5 Gedanken zu „Das Geheimnis der malaiischen Nacktschnecke – Auflösung“

  1. Das ist nicht fair! Wo doch jeder weiß, dass der puverisierte Hoden des indonesischen Brüllhirsches seit Oktober 2007 nicht mehr auf dem freien Markt erhältlich ist, man hat mir das in der Apotheke St. Kathrein am Walde gesagt, weil der indonesische Brüllhirsch von „Rettet den Hirsch“ unter Naturschutz gestellt worden sei. Das heißt, der Krimi spielt entweder vor Oktober 2007 oder das Pulver wurde auf dem Schwarzmarkt erstanden, aber ohne diese Zusatzinformationen ist das einfach zu schwierig für den ersten Krimi. Wenn es der Gallensaft der indonesischen Wollmilchmaus gewesen wäre, ja, das wäre leicht. Aber der indonesische Brüllhirsch!

    * kopfschüttel
    * hofft das nächste Mal auf einen leichteren Krimi

  2. Jaaaaa, in Österreich, liebe Frau Krimi, da regiert ja quasi die Donauökomonarchie, da wird alles verboten, was der Scheidungsanwalt empfiehlt. Aber versprochen: Beim nächsten Mal wirds garantiert leichter! Wir testen den Kurz-Rate-Krimi dann im Kindergarten, bevor wir ihn auf die wtd-Gemeinde loslassen!

    bye
    dpr

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