Büdchen-Blog

Ein schönes Fotoblog über Trinkhallen in Dortmund. Und weil dort mehrheitlich Export konsumiert wird, heißt die Site ganz bescheiden → Exportweltmeister. Der Charme der Vergangenheit in einer Stadt, die auch schon bessere Zeiten gesehen hat.
Trinkhalle Dortmund Saarlandstrasse. Foto: Dirk Hesse (Ausschnitt)
P.S. Schön: die Fotos stehen stehen unter einer Creative Commons-Lizenz.

P.P.S: Exportweltmeistermacher Dirk Hesse betreibt daneben auch das charmante → Ligne Claire-Blog.

Klarer Fall von Fehlstart

„Children of the Revolution“ besingt ein Lied aus den sechziger Jahren die Aktivisten der Studentenrevolte, die im Jahre 1968 begann.

so beginnt ein Artikel auf europolitan.de über „68er gestern und heute„.
Das „Children of the Revolution“, das ich kenne stammt nicht aus den sechziger Jahren sondern von T.Rex und erschien irgendwann im Sommer 1972. Und was sollen Textzeilen wie

I drive a Rolls Royce
‚cos it’s good for my voice

wohl mit aufrührerischen Studenten zu tun haben?
Zur Entschuldigung und Aufmunterung der Autorin sei an den alten Spruch erinnert, dass, wer sich an die 60er Jahre erinnern könne nicht wirklich dabei gewesen sei.

Papa Ratzi

Aus dem Spiegel:

In einem Glückwunschtelegramm an Joseph Ratzinger schrieb Köhler in seiner Glückwunschnote: „Von ganzem Herzen gratuliere ich Ihnen zur Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche“. Dass ein Landsmann Papst geworden sei, erfülle die Deutschen mit „besonderer Freude und auch mit ein wenig Stolz“.

Nur mal so, von Laie zu Laie: Stolz, ist das nicht seit Jahrhunderten die Nr.1 in den Todsündencharts?

Bodo und Bianca

Torwart-Titan Bodo Illgner und seine Frau Bianca haben gemeinsam einen „fiktiven Tatsachenroman“ geschrieben. Der Spiegel (→ Inside Bianca) findet das Werk der „deutschen Vorläufer der Beckhams“ (Selbsteinschätzung auf → www.bodo-illgner.de) „nur peinlich“ und attestiert den „Stellen“ einen „verschwitzten Charme klebriger ‚Praline‘-Heftchen“. Der der Roman ja nur zu 80% der Wahrheit entspricht mußten die Namen der Protagonisten natürlich geändert werden. Und da haben sich die Illgners wirklich nicht lumpen lassen. Mein Lieblingsname ist der eines Trainers der deutschen Nationalmannschaft: Hans Eckenhauer.
Ganz großes Kino!

Fremde Worte

Mein Lieblingszitat aus einer Sendung des Deutschlandradios über Giuseppe Tomasi di Lampedusas neu übersetzten Roman „Der Gattopardo“ (formerly known as „Der Leopard“):

Die Vorliebe für Fremdwörter wirkt mitunter etwas technizistisch…

Ekel und Schmerz

Das traurigste aber an dem widerwärtigen Machwerk Die Burg aber ist, wie schonungslos sie den Niedergang eines einst brillanten Musikers dokumentiert – und die Rede ist nicht vom Burginsassen Christian Anders, der schon vor langer Zeit das Ticket für den mentalen Zug nach Nirgendwo gelöst hat. Die dudelige Titelmelodie zu der Freak-Show der prügelnden Proleten stammt von Ritchie Blackmore, einst grandioser Gitarrist der großartigen Rockband Deep Purple. So hinterlässt Die Burg neben Ekel auch einen tiefen Schmerz.

Stefan Behr in der Frankfurter Rundschau: „Schmerzhaft“

Die Last mit der Fremdsprache

Bei den Simpsons wird es demnächst eine Schwulen-Ehe geben. Mit dieser Ankündigung haben Matt Groening und co. schon mal für einigen Pressewirbel gesorgt. Auch in Deutschland. Wer genau von wem abgeschrieben hat wissen wir nicht, aber wie in dem → Artikel im österreichischen Standard (ähnlich auch in einer → Meldung der Netzeitung) steht auch auf einigen anderen Seiten zu lesen, Homer würde „via Internet Minister“ werden.

Weiterlesen