1994 – 2009

15 Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit in der manche ihr Abitur machen, sich zum fünften Mal von großen Liebe trennen, lernen wie man Souffles macht, überlegen, die FDP zu wählen, es dann doch nicht tun, eine Fremdsprache lernen, zum Akupunkteur gehen, nicht zur Darmspiegelung gehen, sich unsterblich in Michelle Pfeiffer verlieben, einen guten Freund zu Grabe tragen, einen Abschluss machen, bei der Steuer bescheissen, heiraten (nicht Michelle Pfeiffer), doch noch ein Kind kriegen, zum dritten Mal eine Beule ins Auto fahren und sich zum ersten Mal richtig darüber ärgern, fast auf eine Demo gehen, zum ersten (und – großes Ehrenwort – letzten) Mal pauschal nach Malle fahren, über Witze lachen, deren Pointe „Frisur egal“ lautet, sich schon ein bisschen vor dem Alter fürchten und endlich einsehen, dass Kerner kein Journalist ist. Weiterlesen

Billy Joel, zum 60.

Still, the mystery persists: How can he be so bad and yet so popular for so long? He’s still there. You can’t defend yourself with anti-B.J. shields around your brain. He still takes up the space, takes up A&R advances that would otherwise support a score of unrecognized but genuinely talented artists, singers, and songwriters, with his loathsomely insipid simulacrum of rock.

Slate: ↑The Worst Pop Singer Ever

Nachgefragt

Die Musik- und die Buchbranche wollen beim Schutz der Urheberrechte Internetanbieter stärker in die Pflicht nehmen. Für das unrechtmäßige Herunterladen aus dem Netz sollten Sanktionen unterhalb der Schwelle von Gerichtsverfahren eingeführt werden. (…) Danach sollten illegale Nutzer nach dem Vorbild Frankreichs zunächst warnende E-Mails der Netzanbieter erhalten. Wiederholungstäter müssten mit einer Sperre des Internetzugangs rechnen oder mit einer Verlangsamung der Zugangsgeschwindigkeit.

Tagesspiegel: ↑Kampf gegen Google

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Der Traum der Aufklärung

Wir müssen mitstreiten, uns einmischen und die Rechte der Öffentlichkeit zurückerobern. Mit „wir“ meine ich uns, das Volk, das die Verfassung geschaffen hat und das den aufklärerischen Grundsätzen, die dabei Pate standen, in der Alltagsrealität der Informationsgesellschaft zur Geltung verhelfen sollte. Gewiss, digitalisieren müssen wir. Aber wichtiger noch: Wir müssen auch demokratisieren.

Robert Darnton, Leiter der Universitätsbibliothek von Harvard in Le Monde diplomatique über Segen und mögliche Gefahren des Buchdigitalisierungsprojekts von Google: →Im Besitz des Wissens.

Limp

„Man hat Limp Bizkit fast vergessen, da erinnern sie noch einmal an glorreiche Zeiten – oder das, was sie dafür hielten. Die Kulisse von „Rock im Park“ ist natürlich gewaltig, aber Fred Durst tut zunächst alles, um sich unbeliebt zu machen. Jedes dritte Wort ein „fuck“, immer wieder die Frage, ob das Publikum denn wach sei. Sein hysterischer Sprechgesang klingt inzwischen so altmodisch, dass man kaum glauben mag, dass so etwas vor sieben Jahren noch gefragt war. Auch fällt auf, wie gleichförmig und stumpf wirklich alle Songs sind (bis auf „Master Of Puppets“, aber das ist ja von Metallica – und das vergeigen sie auch).“

Arne Willander und/oder Birgit Fuß im Rolling Stone 5/2008 zur DVD „Rock im Park 2001“ von Limp Bizkit. 1*

Bildungslücken schließen

Szene aus D.O.A.

Wer D.O.A. nicht kennt (das Original von 1949, nicht das Remake mit Dennis Quaid) kann sich den kompletten Film bei archive.org herunterladen. In schwarz&weiß und völlig legal: → www.archive.org/details/doa_1949 (klein in MPEG1 oder MPEG4 oder als fast 4GB schweres MPEG2-File)
Auch für Liebhaber alter Krimireihen und – serien ist archive.org eine Fundgrube. Ich sag´ nur Sherlock Holmes, Bulldog Drummond, Dick Tracy,…