The Golden Palominos: Pure

Auf ihrem letzten Album „This Is How It Feels“ haben die GOLDEN PALOMINOS gezeigt, daß schöne Neo-Folk-Stimmen über gekonntem Dancefloor-Gerüst eine interessante, spannende Mischung ergeben. Auf ihrem neuen Album „Pure“ machen die GOLDEN PALOMINOS genau das selbe: Lori Carson und Lydya Kavanagh liefern wieder Schönklang, Anton Fier und Bill Laswell beherrschen das Rhythmusgeschäft nach wie vor. Da „This It How It Feels“ schon tolle Musik bot, ist also auch „Pure“ sehr gut, aber überraschend ist es keine Spur.

The Golden Palominos: Pure
(I.R.S.)

Verschwundene Autoren

„…das Wetter war herrlich, die Maschine in tadellosem Zustand, der Auftrag sorgfältig vorbereitet (…). Ich gab ihm die letzten Anweisungen, dann half ihm einer von uns wie gewöhnlich beim Einsteigen ins Flugzeug und versicherte sich dabei, daá alles in Ordnung war. Wir sahen ihn von unserm Fluggelände von Borgo aufsteigen und hinter den Bergen, die die schmale Küstenebene säumen, in Richtung Frankreich verschwinden. Als die vorgeschriebene Stunde seiner Rückkehr verstrichen war, erfaßte uns Unruhe, dann Angst. Wir stellten alle möglichen Nachforschungen an, aber keine Radiostation, keine alliierte Maschine konnte die geringste Auskunft geben. Auch später in Frankreich hatten wir mit unsern Unternehmungen kein Glück.“

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Jhelisha: „Galactica Rush“

So, wie die Karriere von Jhelisha angefangen hat, könnte man versucht sein, sie als austauschbare Soulmieze abzustempeln: erst war sie die Sängerin des Hauptsache-nett-Projekts SOUL FAMILY SENSATION, dann gastierte sie bei THE SHAMEN. Mit ihrem neuen Album „Galactica Rush“ zeigt Jhelisha, dass sie nicht nur als Sängerin mehr drauf hat und äußerst wandlungsfähig ist. Sie hat auch alle Songs selbst geschrieben und produziert. Das ganze geht zwar etwas in Acid-Jazz-Richtung, ist aber kein modischer Schnickschnack. „Galactica Rush“ bietet selbstbewußte schwarze Musik in bester Stevie Wonder-Tradition.

Jhelisha: "Galactica Rush"
(Dorado/I.R.S.)

Vince Bell: Phoenix

It made me strong, to be on my own.
It never did me no harm, to live all alone.
Now and then in the color of the evening
drunken in a bar room, with the fan turning,
I come to miss a few

(Sun & Moon & Stars)

Vince Bell ist ein amerikanischer SingerSongwriter der leiseren Sorte. Er arbeitete schon mit Sangeskollegen wie Townes van Zandt (auf dessen neuer CD „No Deeper Blue“ man ganz ähnliche Texte wie o.g. finden kann) und Guy Clarke zusammen und kann auf „Phoenix“ gleich eine ganze Sammlung prominenter Freunde und Mitstreiter wie Victoria Williams, Lyle Lovett oder John Cale präsentieren.

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God And Texas: Double Shot!

Erfrischend anders als die meisten Hau-drauf-und-Schluß-drei-Mann- Kapellen sind GOD AND TEXAS. Ihr Album „Double Shot!“ ist zwar auch zuerst mal hart und kompromislos, aber es bietet auch Überraschungen. Neben den Gitarren dürfen auch subversive Saxophone lärmen, ab und an ist die Musik auch mal ganz relaxed, und dann sind GOD AND TEXAS auf einmal wieder die beste STOOGES- Imitation seit langem.

God And Texas: Double Shot!
(Restless/I.R.S.)