Ministry – Lay Lady Lay

Ganz genau, exakt dieses „Lay Lady Lay“, an das Ihr jetzt auch denkt: Bob Dylan in den Händen von Ministry. Eine seltsam zurückhaltende Version des Klassikers, nicht schlecht, aber auch nicht aufregend.

Würde ich die Single im Radio hören, würde ich bestimmt nicht ausdrehen, vielleicht sogar ein klein wenig lauter stellen. Aber im Radio läuft das Stück nicht. Hätte ich die Scheibe ständig zuhause, würde ich sie allerdings auch nicht auflegen, d.h. irgendwie ist hier alles verquer.

Die restlichen Stücke auf dieser CD-Single sind übrigens ein Non-LP-Track von 94 bzw. eine Live-Aufnahme vom 92er Lollapalooza Festival.

Die Sterne – Was hat dich bloß ruiniert?

Die Sterne beim Major- Label – Belohnung für den Klassen-Primus? Die Veröffentlichung einer Single im Standardformat (1 mal Album-, 1 mal Singlemix plus einen unveröffentlichten und einen nicht Hit-tauglichen Song) zeigt die neue Richtung der Hamburger Schule.

Sony greift nicht nach Schülern ohne Hoffnung auf die Erweiterung des Hörerkreises. Die Radio-taugliche Produktion verliert leider etwas den Charme. Käufer- und rezensorenfreundlich sind auch die Danksagungen der Musiker: Gainsbourgh, Hawkwind, und Hot Chocolate. Das spart Grübeln über musikalische Vorbilder. Leider vergaß Herr Spilker die Erwähnung Rio Reisers, der mit seinem Sprechgesang aus Ton, Steine, Scherben Zeiten über dem Werk thront.

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