ESC 2010: Finale

Unsere Gemeinschaftspraxis macht heute Überstunden. Zum ersten Mal wird hier auf Hinternet live gebloggt. Stay Tuned!

Oh, Alexander Rybak fiedelt mit völlig ramponiertem Bogen. Ein Trickbogen ganz im Sinne der ESC-Trickkleider? Oder ein Wink mit dem Zaunpfahl – sprich ein galliger Gruß an alle Nachahmer, die dieses Jahr auch mit Gefiedel antreten/antraten?

Safura packt wieder ihren Schauspielkurs aus. Hoffentlich hat sie ihre Choreographie gegenüber dem Halbfinale abgespeckt. Uh. Unfallfrei die Treppen runte. Schonmal super.

Dieser überdrehte Tänzer – ist Beyoncées Choreograph auch dafür verantwortlich. Nee, oder?

Windmaschine erfolgreich getestet.

Mönsch, schon wieder dieses Gerenne beim Singen. Aber diesmal hat´s mit der Puste aber ganz gut geklappt. Oh, Spanien kommt. Zirkusalarm.

Optisch: Angelo Branduardi revisited.

Lassen sich beim ESC per Regel vielleicht mal Musicalsänger ausschließen? Unser Vorschlag für 2011. Gleich kommt Ralph Siegel mit seinen weißen Pierrot-Handschuhen. Hallooooooooooooo! Ungefugter entert spanischen Beitrag. Früher waren Blitzer doch mal nackt, oder? Good old times.

Mh. Spanier gibt alles. Aber bisserl arg metallische Stimme. Wir bewundern noch die sanften norwegischen Ordner, die äußerst umsichtig den lustigen Störenfried entfernten.

Kein Computerproblem, diesmal. Mussten nur fasziniert die Performance von Milan. WAS? Spanien darf nochmal singen? Konnte nicht auch jemand bei Milan stören? Wir wollen MILAN nochmal sehen.

Hier kommt der Norweger. Von uns weiß Gott nicht mit Vorschusslorbeeren bedacht.

Neckische Schmachtblicke in die Kamera. Wo die Kamera steht, weiß er. Wo die Töne liegen, noch nicht so ganz. Uh – die Höhen. Und die Tiefen auch.

Oder einfach nur ein Tenor, der vorher zum Baß gezwungen wurde? War das schon eine harmonische Rückung? Mit Chor im Rücken und in Knödeltonlage scheint´s zu klappen.

Hurrah, Moldau. Fiedel: vorhanden. Pyrotechnik: klappt.  Lidschatten: nicht zu knapp.

Wir haben Angst. Die Griechen haben vermutlich vom Dextroenergen bis Red Bull alles vertilgt, was in Oslo vorrätig war. Soviel Power hat man nicht mehr im TV gesehen, seit Raimund Harmsdorf Kartoffeln mit der Hand zerquetscht hat. Hartgekochte.

Hm, paar Mikrotöne daneben. Aber das sind wirklich minimale, bartoksche Mikrotöne. Ist das ein Make up-Wettbewerb? Wow, das ist eine Elektronikfiedel, die leuchtet. 5 Punkte Abzug wegen Geigeneinsatz. 20 Punkte Abzug wegen albernen Rumschwenkens des Saxophons.

Kleiner Muttergruß auf dem Bauch des Sängers aus Zypern, hoffentlich mit Edding geschrieben. Gibt sowas von Abzug.

Aber die Töne saßen wesentlich besser als im Halbfinale. Hat definitiv Punkte verdient. So. Hatten kleines Computerproblem. Muss schnell nachtragen, dass der Bosnier eine Überdosis Bon Jovi genossen hat. Kann man 2011 ganz schlimme Rockismusgesten wie böse Blicke in die Kamera und Rumgepose mit der Gitarre beim ESC verbieten?

„Ganz charmant“ ist der Befund auf dem heimischen Sofa über den Belgier Tom Dice. Junge, der Typ hat kofferweise Charisma mitgebracht. Und er ist heute abend der erste, der auf dieser Osloer Bühne echt in seinem Element ist.

Vote-Alarm. Der Serbe!!! Auf diesem Sofa sitzt ein glühender Milan-Fan.

Also Milan: der hat im Vergleich zum Semifinale noch ne Schippe draufgepackt, hey! Das war eine Top-Performance. Aber wenn die Kamera bitte nicht irgendwelche Tänzer zeigen könnte, während herrliche blondierte metrosexuelle Männer auf der Bühne abhotten?? Ich hoffe, die Halle hat gekocht. So wie unser Sofa! Mi-lan! Mi-lan! Mi-lan!

Die fünf Tenöre. Weißrussland. Wie kriegt man solch affig gedrechselte Locken in die Haare?

Ist das Leslie Mandoki, am Piano?

Trickschmetterlinge. Kaum übertrieben, das.

Irland. Wow, strahlt diese Frau eine Sicherheit aus. Gewöhnen uns langsam an den Schmachtfetzen von Lied. Erste Strophe, erster Refrain schonmal fehlerfrei. Merkwürdige Flöte vergrätzt erste Teil unserer Sofabesatzung. Nebelmaschine: funktioniert.

Urteil auf dem Sofa: „Bisschen langweilig“. Achtung, gleich der letzte Leistungsschau-Ton: gekriegt, aber bisschen arg auf Sicherheit gesetzt und so´n bisschen rangepirscht. Näääääääääääh.

Wow. Die Griechen machen uns Angst. Haben vermutlich alles, was an Dextroenergen und Red Bull in Oslo verfügbar war, vertilgt. Was für eine Power!! Hat Punkte verdient – war eine Hammerperformance. Über die gruselige weiße Kluft mit Omas Perlenkette schweigen wir. Fast.

Oha. Der Briten-Bubi. Haen sich was einfallen lassen beim Entrée: kam aus einer Bühnendeko rausgesungen, die es vermutlich billig bei „Wetten, dass…“ zu kaufen gab.

Entschuldigung? Teile unserer Sofatruppe nehmen GBs Performance euphorisch auf. „Verstaubt, aber süß“.

Ist der Brite auch der Junge, der früher auf der Kinderschokolade war? Himmel, die Tänzer müssen in einer Dekobox tanzen. Die Armen. Also: Josh wurde kräftig auf älter gepimpt, fehlte nur noch ein Monokel. Hat der Sache zumindest nicht geschadet.

Georgien. Die wievielten Barfüßler bei diesem ESC (inklusive Semifinals) sind das eigentlich? Windmaschine funktioniert immer noch. Hosen der Tänzer sehen extrem extrem affig aus. Dafür klappt bei Madame das Acten vorzüglich. Aber der Gesang war im Halbfinale bisserl besser. Ist die Tänzerin im roten Kleid eigentlich ein Double, das weitersingt, wenn Sofia spontan indisponiert ist? Mh.

Die Türkei. Lasst rocken, Jungs. „Clap your hands“ hören wir? Bäh, Rockismus.

Es rockt. Und die Lichtanlage gibt alles. Wir sind blind. Kriegt man von sowas nicht epileptische Anfälle? Hinten nimmt Mrs. Roboto ihr Werk auf.

Frage auf dem Sofa: wofür braucht eine Astronautin eine Schleifmaschine? Ah, zum Ausziehen. Mh. Rock- bis sexistisch. Und bisserl albern. Trotzdem: könnte die Türkei nicht bittebitte gewinnen, obwohl die Typen keine Masken tragen? Gevotet wird allerdings für – äh, Milan, ist ja klar.

Albanien. „Madonna in jung“, wird auf dem Sofa kommentiert. Aber Gaulthier hat vergessen, die spitzen Metallbrüster ans Kostüm zu schrauben. Teufelsgeiger: doppelter Punktabzug.

Juliana ist wie im Semifinale voll da. Haben die Griechen doch noch ein bisschen Dextroenergen übrig gelassen? Fühlen uns irdisch und müde dagegen. Viele Punkte bitte für Albanien!

Island. Kann Hera Björk die Albanerin in den Schatten singen? Denn mehr kann man aus einem Song definitiv nicht machen *immer noch Albanien zu Füßen lieg*.

Undankbare Aufgabe. Der isländische Song ist genauso 90s-retro wie der aus Albanien, aber nach dem albanischen Feger ist isländisches Midtempo ein wenig dröge.

Aber auch Hera Björk gibt alles. Herrlich. Die Windmaschine steht auf „Nur ein bisschen anfönen“.

Ukraine. Die Kapuzenfrau ist wieder da. War das ein Oktavensprung? Wow.

Man KANN sich so schminken, aber man MUSS es nicht. Roter Lidschatten – ähm, tja.

Was für eine Stimme! Was für eine Performance. Hammerhammerhammer. Haare und Kleidchen schreien nach Windmasche – ist klar.

Frankreich. Wenn der Sänger schon gelernter Tänzer ist – dürfen dann eigentlich nur noch vier zusätzliche Leute mit auf die Bühne? Erstes Urteil: Jessy sieht besser aus als Franck Ribery.

Frankreich hat eine Animateurtruppe aus einem Clubhotel zum ESC geschickt. So siehts aus. Sehnen uns nach dem verschrobenen Elektroniktyp von vor ein paar Jahren. Der mit dem Auto.

Sofa findet: es reicht jetzt eigentlich.

Rumänien. Haben jetzt schon Angst.

Trickpiano?`Oder Anfängerklavier, wo die blinkenden Tasten zeigen, wo man anschlägt?

Man trägt den Pony wieder mehr aus der Stirn, im Gegensatz zum Halbfinale. Also – die Frau. Er hat keinen. Fire auf Desire gereimt? Da ist ja vorher noch niemand drauf gekommen. Nur noch Gelächter auf dem Sofa.

Was sind das für schwarze Pinguine mit Federgürteln im Hintergrund? Diana Rigg-Gedächtnisdress? Nee, Lederoutfit geht gar nicht, befindet Sofabesatzung.

Russland wieder mit Bommeltuch. Topmodisch!

Eugen Drewermann hat für die Russen mindestens einen Pullover gespendet.

Ist das eine Wildlederpyjamajacke, die der Sänger trägt? Zum Finale nochmal schick gemacht! Zählt das auch als Trickoutfit? Finden es witzig, dass er von Photo singt und ein lustig gekrakeltes Bildchen ansingt. Johnny Depp einer der Musiker?

Gleich fliegt das Bild weg. Magie der Windmaschine.

Oh, man liest uns auch im Odenwald. Liebe Grüße! Alles ernst gemeint, aber hallo. Russen waren übrigens cool.

Armenien. Diskutieren gerade: heißt es äpricot oder äiprícot?

Mh, das Büstier hat gut zu tun. Finden, das muss man auch punktemäßig gewürdigt werden, liebe Jurys: wenn man obenrum so zusammengepresst noch singen kann. Respekt.

Sind völlig verunsichert. Tänzer oder schon wieder ein Flitzer?

Drei der Tänzer nur dazu da, um die Haare der Sängerin zu kämmen? Und sie soll laut Peter Urban gut einen Meter 90 groß sein, das macht dann an Haaren… drei im Sinn…

Trotzdem: Armenierin hat viele Punkte verdient. Wacker performt.

LENA!!! Oh, mords Geräuschkulisse in der Halle. Und den Lippenstift heute mit der Airbrushpistole draufgespritzt. Oder mit dem Kärcher.

Töne bisserl mit Macht rausgepresst. Hm.

Hätte ein kabelloses Mikro benutzen sollen, so am Kopf dran, dann wären beide Arme für noch mehr lustige Armbewegungen frei gewesen. Egal. Wie schreibt man „gorgious“? Meinen „göttlich“ damit. Adorable? So ähnlich. 12 Punkte für Lena!

Arme Portugiesin. Nach unserem kleinen Wirbelwind antreten zu müssen. Jetzt muss die Halle erstmal stimmungsmäßig downgesized werden. Undankbar, das.

Portugiesin fährt Temperament wieder hoch. Alter Balladentrick. Toll gesungen, aber eben doofer Startplatz nach der lustigen Lena.

Israel. Der kann mal schön froh sein, nicht direkt nach Lena dran gewesen zu sein.

Interessanter Pony. Bei Milan können wir uns gut vorstellen, wie man den stylt. Eine Art „nachvollziehbarer“ Pony. Aber der hier – ! Da kommen Haare von hinten nach vorne, während gleichzeitig eine Strähne von links nach rechts geht. Wie kriegt man das hin? Wieviele Frisörinnen braucht man dafür? Und wieviele sind beim ESC pro Act zugelassen? Oooooh, bitte nicht diesen schrägen Ton im Schnelldurchlauf zeigen! Und DEN auch nicht. Himmel. Den jetzt, ja, den schon!

Dänemark. Abzüge, schon bevor gesungen wird. Und schon schief gesungen, ha! Schreckliche Frisur, dieser Typ.

Uah, welch stechender Blick (er). Jetzt schon Angst vor der Windmaschine. Trickbühne. Police-Reminiszenz, hallo? Vielleicht seine Karnevalsjacke, aus dem alten Fundus von Stewart Copeland.

Mann, hat der Typ dünne Beine. Windmaschine – gib alles! Wie können die dürren Beine diese Haarmassen tragen?

Die dänischen Roxette? Peter Urban hat es sehr vorsichtig formuliert, aber ich denke, Roxette hätten vor Gericht gute Chancen.

Spanien. Hab ich die Kassette zurückspulen lassen? Spanien hat ja Übung drin, beim ESC zweimal mit demselben Lied auf die Bühne zu kommen. VOR der Abstimmung. Etwas fehlt. Sofa findet: vorhin wars besser. Schönstes Performanceelement fehlt.

Ordner: den Typ mit den Locken und dem Silberanzug bitte schnell von der Bühne holen.

Wieder da. Drei Stimmen für Serbien. Musste sein.

Der blonde Moderator sieht ein bisschen aus wie Niles Crane aus „Frasier“.

Wir wolln die Punkte sehn, wir wolln die Punkte sehn!

Braucht man 2010 noch eine ganze lange Tanznummer, um die Zeit zu überbrücken, Punkte zu faxen, zurückzufaxen, zu beglaubigen etc pp? In alten Filmen, darauf wies Frau Liebe vor ein paar Monaten hin, düsen wir 2010 alle mit kleinen Miniraketen durchs All. Ich sag nur „papierloses Büro“…

Ist das wirklich Detlef D? Schlank geworden. Tanzen kanner, stellt das Sofa gönnerhaft fest.

Der Green Room. Ingrid Peters (´86, Über die Brücke gehn) sagt: Wer da sitzt und fröhlich in die Kamera winkt, lügt. Sie zittern alle und beten zum Punktegott. Oh, der Moderator mit Trickflügeln – GEHT LOS!

Rumänien votet Licht und Schatten. 10 Türkei, juhu. Dänrmark 12 – wohl verhört. Und aus Irland nochmal. Ich muss gleich mal ganz lange Bier holen gehen.

Der albanische Verkünder sollte sich beeilen, er sieht aus, als könnte er bei Sonnenaufgang zu Staub zerfallen.

Lena führt. Ich hol schonmal meinen Textbaustein raus „Da hatten wir ja ganz anders getippt“, oh, der ist schon ein bisschen angefleddert, weil er in letzter Zeit so oft benutzt wurde…

Wo kommen die zwei Punkte für Weißrussland her? Hab nicht aufgepasst. 2 Punkte – völlig überbewertet. Hmpf.

Jou. Mit dem Herzen dabeigewesen (ich), aber das mit den Vorhersagen lass ich beim nächsten Mal dann besser. Hmpf. Und: Juhuuuuuuuuu!!!

Schnappatmung auf dem Sofa. Uns bleibt die Spucke weg. Diese ESC-Krone gibt unser saarländisches Wohnzimmer mit viel Vergnügen an Lena weiter!!!!!

Wir danken für die Aufmerksamkeit.

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