May you live long and prosper

Wow! Ok, ok, die Musik von Bruno Mars lockt keinen Hinternetler hinterm Redaktionsofen hervor, aber dieses zweite Video zu „The Lazy Song“ ist grandios. Leonard Nimoy als grantiger Dude-Verschnitt und am Ende noch ein paar selbstironische Star Trek-Reminiszenzen. Und das mit 80 Jahren. Respekt.

[via Spreeblick]

Too much entertainment

Da finden in unserer Stadt drei Veranstaltungen zeitlich und räumlich nah beieinander statt – Fußball (3. Liga!), Musical, Erotikmesse – und schon droht dem Berufsheimreiseverkehr der Kollaps. Die Polizei macht – laut Saarbrücker Zeitung – trotzdem Hoffnung:

Dabei falle die Erotikmesse verkehrstechnisch eher weniger ins Gewicht.

gemein 017

Ich glaube, ich kenne kein nervenderes Popstück der letzten zehn Jahre als Röyksopps „Happy Up Here“ (…) Daß der Rökysopp-Song so nervt, liegt sicherlich auch daran, dass das Stück von deutschen TV-Redakteuren nahezu allen Bildstrecken, in denen Menschen beim Kochen, beim Snowboarden, beim Straßeentlanggehen und beim Von-der-Schaukel-fallen zu sehen sind, unterlegt wird. Mancher mag einwenden, dafür könnten Röyksopp ja nichts. Doch, sie können! Denn Röyksöpp machen Bildstreckenunterlegungsmusik unterster Latrine.

Röyksopps Musik hat die brüllend dämliche Aura eines Party-Events für Zahnärzte mit Niedlichkeitsfetischismus. Röyksopp ist Air für Modeopfer.

Eric Pfeil in seinem Pop-Tagebuch (FAZ): ↑Mein Kaffee ist keine Bildstrecke – Aufzeichnungen eines genervten Vollgedudelten

gemein 016

Guido Westerwelle war seit 1983 Juli-Chef, seit 88 im FDP-Bundesvorstand und schloss sein Jurastudium erst 1991 ab: Parteiamtssalär, Diäten, Ministergehalt: Der Mann hat nie ernsthaft von etwas anderem als Staatsknete gelebt. Dass nun ausgerechnet er wirklich Bedürftige als überfressene Orgiasten schmäht – im vorrevolutionären Frankreich wäre das als der mannhafte Wunsch verstanden worden, sich immerhin die eigene Laterne auszusuchen.

Friedrich Küppersbusch in der taz: ↑Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

gemein 015

Selbst wenn ich geschickt durch die Radiosender zappe, werde ich seit Monaten auf allen Kanälen verfolgt von einem jaulenden Mädchen, dass nach nichts als „einem kleinen bisschen Sicherheit“ verlangt. Sie klingt, als habe der Arzt ihr das Singen zur Schluckaufbekämpfung verordnet. Was ist das? Die Bewerbung für die Allianz-Werbepartnerschaft 2009?

Pop war mal anders. Im Jahre 40 n. W. (nach Woodstock) verbietet sich eine solche klangteppichunterlegte Schleimbeutelentzündung eigentlich von selbst. Aber nicht, wenn man sich Silbermumpitz nennt, aus Bautzen stammt und sich selbst attestiert, eine Bande von „Vollblutmusikern“ zu sein. Dafür habe ich vor 20 Jahren die DDR nicht von ihrem Terrorregime befreit, um mir jetzt diesen korrupten Müll anhören zu müssen.

Susanne Fischer hört zuviel Radio: ↑Die Matschmusik von Silbermond

Nachtragend

SPIEGEL: Wie finden Sie die aktuelle „Bild“-Werbekampagne mit Prominenten?

Roche: Widerlich. Es gibt eine Liste in meinem Kopf, und da werden Personen gestrichen: Supernanny – fand ich nett, ist jetzt gestorben. Werbung für „Bild“, völlig untendurch, egal, was die noch sagt. Es sind ja auch Leute darunter, die selbst viel gegen „Bild“ klagen. Das ist doch eine fiese Doppelmoral. Ich bin da viel nachtragender.

Charlotte Roche in Spiegel 36/2009: „Man muss lügen können.“

Wir tragen mit: Barbara Schöneberger, Regina Halmich, Wolfgang Joop, Richard von Weizsäcker, Johannes Heesters, Johannes B. Kerner, Sido, Lady Bitch Ray, Carmen Nebel, Veronica Ferres, Thomas Gottschalk, Gregor Gysi, Hans-Dietrich Genscher, Udo Lindenberg, Jonathan Meese, Til Schweiger, Pilipp Lahm, Fabian Hambüchen, Stefan Kretzschmar, Matthias Steiner, Katarina Witt, Frank Elstner, Katia Saalfrank, Sarah Connor, Marius Müller Westernhagen, Mario Barth, Arthur Abraham, Atze Schröder, Franz Beckenbauer, David Garrett, Maria Riesch, Tim Wiese, Mesut Özil, Eva Padberg, Reiner Calmund, Armin Rohde, Paul Panzer, Peter Maffay, Felix Magath, Franziska van Almsick, Rudi Völler, Paul Breitner, Uli Hoeneß, Toni Schumacher, Uwe Seeler, Andi Brehme, Hansi Müller, Sepp Maier, Otto Waalkes, Christine Neubauer, Felix Sturm, Claude-Oliver Rudolph,…

(letztes Update: 2/8/2012)

gemein 014

The Quietus kommentiert die Meldung vom Oasis-Split:

The band, responsible for one good album, one alright album and a lot of cunting misery on top of that have split up five times before due to constant squabbling between the band’s chief song writer Noel and genetically ‚curious‘ singer, Liam.

und:

Rumours at the time of publication that the brothers had fallen out after a heated debate about Jacques Derrida and the death of the author with Noel subscribing to a hard line Plato/logocentric position with Liam unable to convince him of the need to consider „fookin‘ Roland Barthes“ remain unconfirmed

Oasis Split. Nation Rejoices