Carlos Ponce: Escúchame

Hm, wenn der Label-Waschzettel sich ordentlich Mühe gibt, über das gute Aussehen, die blauen Augen und den Charme eines südamerikanischen Künstlers zu berichten, der mit der ARD-Musik zur Leichtathletik-WM sogar auf Platz 67 der Airplay-Charts kam, ist schon alles klar. Fast-Food-Latin, aha.

Okay, wer´s mag. Die Welt verträgt auch noch einen dritten Ricky Martin, Enrique Iglesias oder so. Doch auch wenn Carlos Ponce in den USA und Puerto Rico angeblich schon Doppelplatin für sein erstes Album bekommen haben soll – um richtig durchzusmashen ist er zu blond. Dafür hat man ja Skandinavier. Blonde Latin-Lover wirken irgendwie schwul, so wie Den Harrow damals. Babyfaces, aber keine Männer. Und die Kompositionen sind auch ein bißchen blond. Der letzte Ohrwurm- und Disco-Schliff fehlt. Da lodert anderswo mehr Feuer raus. Nett, mehr nicht.

Carlos Ponce: Escúchame
(Intercord)

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