My Chemical Romance: The Black Parade

Der Albumtitel kündigt es schon an – „The Black Parade“ klingt nicht gerade nach kleinem Besteck. My Chemical Romance haben den Bombast entdeckt und fallen auf ihm ziemlich weich.

Haben sich The Killers mit der großen Geste ein bisschen verhoben, schwenken MCR den Paradestab selbstbewusst und gekonnt. Mehr Pop und Pomp kann man in eine im Punk wurzelnde Band nicht pumpen. Understatement war noch nie das Ding von Sänger Gerard Way, aber hier gehen er und seine Musiker so exaltiert zu Werke, dass man unweigerlich an Queen und Meat Loaf denken muss. Dabei hütet das Quintett seine Trademarks wie einen Schatz, denn letztlich ist „The Black Parade“ die ausstaffierte Form von „Three Cheers For Sweet Revenge“: Pop, Punk, harte Gitarren, sanfte Parts und ein morbider Unterton, der die Verzweifelten von der Sonne trennt.

Sicher wird auch hier Geschmack entscheiden, aber die Kombination aus scheinbarem Größenwahnsinn und exzellentem Songwriting haben My Chemical Romance auf eine neue Spitze getrieben. Das Schöne dabei: Es rockt trotzdem.

My Chemical Romance: The Black Parade
Reprise/Warner
www.theblackparade.com
VÖ: 20.10.2006

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