Subway To Sally ist eine Band für Fans. Wenn diese die Vorzüge der sieben Mittelalter-Rocker anführen, fallen die selben Begriffe, wie wenn die Gegner die Abscheulichkeiten aufzählen. Gut, über Texte, Pathos, Bühnenshow kann man diskutieren, „Schrei“ ist eine wuchtige, ungeschminkte Live-CD, die Anhängern wie Gegnern gleichermaßen Argumente liefert, warum die Band so genial / unerträglich ist.
WeiterlesenAutor: Dirk-Michael Mitter
Matthew Good Band: Beautiful Midnight
Es gibt Bands, die keine Balladen schreiben sollten. Bringt halt nix, wenn die komplette Formation das Selbe spielt wie sonst, halt nur viel langsamer. Das klingt dann bei der Matthew Good Band wie Fury In The Slaughterhouse ohne deren Intensität zu erreichen.
WeiterlesenLana Lane: Secrets Of Astrology
Gemeinsam mit ihrem Mann Erik Norlander legt die amerikanische Sängerin nun ihr fünftes reguläres Studioalbum vor. Ob den Zuhörer die Geheimnisse der Astrologie interessieren, sei dahingestellt, aber musikalisch geht es ordentlich zur Sache. Lana Lane ist die perfekte Schnittstelle aus Prog-Rock, Symphonic-Metal und Hard-Rock. Getragen wird die CD von ihrer wandlungsfähigen Stimme, die in den härteren Nummern absolut überzeugt, aber so gar nicht in das Klischee der Rock-Röhre passen will.
WeiterlesenSpock’s Beard: Don’t Try This At Home
Der Titel des Live-Albums zauberte gleich ein Lächeln auf mein Gesicht. Wer Spock´s Beard kennt, weiss, dass ihre Songs nicht aus dem Stehgreif reproduzierbar sind. Da wird improvisiert und gefrickelt bis der Hausmeister die Hauptsicherung rausdreht oder die Live-CD zu Ende ist. Das ist hier leider schon nach 50 Minuten der Fall. Die Musiker um Neal Morse waren bei dem mitgeschnittenen Konzert in Holland so gut aufgelegt, dass es wirklich ein Jammer ist, dass nicht noch ein paar mehr Titel den Weg auf den Silberling gefunden haben.
WeiterlesenMotörhead: We Are Motörhead
Wer sich schon immer mal gefragt hat, warum es kein Unplugged-Album von Motörhead gibt, bekommt jetzt die Antwort: Es geht einfach nicht! „We Are Motörhead – Born To Kick Your Ass“ steht auf dem Cover und die CD ist dementsprechend eine Dampframme. Keinen Zoll breit weicht die Band von ihrem Weg ab, sondern ist eisenhart auf dem Rock-Highway unterwegs.
WeiterlesenAngie Aparo: The American
Angie Aparo – was für ein Name! Klingt wie eine amerikanische Country-Sängerin mit indianischer Abstammung. Weit gefehlt – Angie Aparo ist ein glatzköpfiger Songwriter mit Kinnbärtchen. Das Billboard-Magazine sieht in ihm eine Mischung aus Neil Young und Tim Buckley. An dieser Stelle muss ich aus dem Loriot-Sketch mit dem sprechenden Hund zitieren: „Man muss schon sehr genau hinhören.“
WeiterlesenVertical Horizon: Everything You Want
Theoretisch machen die vier Jungs von Vertical Horizon alles richtig: Smash-Rock mit viel Gitarre, guten Melodien und einem recht ordentlichen Sänger. Wer auf Bands wie Tonic, Matchbox 20 oder die seligen Gin Blossoms steht, müsste an „Everything You Want“ eigentlich viel Spaß haben. Eigentlich – und eben nur theoretisch.
WeiterlesenFred Haring: This Grand Parade
„Im glad to be here, glad to be alive, part of this grand parade. I know there is no guarantees, I’m just glad to be here one more day.“ singt Fred Haring im Opener und Titelsong. Fred, ich bin auch froh, dass du da bist – ehrlich! Ganz im Ernst, hier haben die Perlentaucher von Blue Rose ein wunderbares Album ans (europäische) Tageslicht befördert. Der US-Songwriter bedient lässig Alle, die auf Jackson Browne, Neal Casal und Konsorten stehen. Ehrlich will er sein, und das ist er.
WeiterlesenLarry Garner: Once Upon The Blues
Ja, ja, die Zeiten ändern sich. Hatten Bluesmusiker früher den „Blues“ wegen Frauen, Alkohol, Arbeit usw. hat Larry Garner den „Virus-Blues“. Wer hätte gedacht, daß Begriffe wie Hacker, Anti-Virus-Scan und Cyberspace Einzug ins Blues-Vokabular halten? Ansonsten erzählt Larry Garner nette, kleine Geschichten, die man am besten mit einer Zeile aus dem letzten Lied beschreiben kann: „The blues ain´t nothing, nothing but life´s ups and downs“.
WeiterlesenEzio Higher
Der Klang der „Black Boots On Latin Feet“ ist auf der „Saxon Street“ schon eine Weile verklungen. 1995 startete die englische Band Ezio recht vielversprechend mit ihrem Debütalbum und dem dazugehörigen Song „Saxon Street“. Seitdem ist es um sie immer stiller geworden. Nach einer zweiten CD (Diesel Vanilla) und einem Labelwechsel ist die Band nun mit einem neuen Werk und ausgedehnter Tournee wieder am Start
WeiterlesenKonzertvorschau: Aynsley Lister

Über Aynsley Lister muß Gott das Talent aus großen Kübeln ausgeschüttet haben. Wahrscheinlich standen Jonny Lang und Kenny Wayne Sheperd direkt daneben. Anders ist es nicht zu erklären, daß drei „junge Burschen“ von Anfang 20 über eine solch enorme Fingerfertigkeit auf der Gitarre verfügen. Darüberhinaus röhren alle drei, als würden sie von jeher ihre Cornflakes mit Jim Beam anrühren. Aynsley Lister kommt aus England und ist von den drei Blues-Youngstern bisher der unbekannteste.
WeiterlesenAxxis: Back To The Kingdom
„Kingdom Of The Night“ – so hieß 1989 das Debütalbum von Axxis. Da die Akzeptanz und der Erfolg in dieser Zeit am Größten waren, braucht es nicht viel Phantasie, um zu erahnen, wohin die Reise geht. Nachdem die beiden letzten Alben (Matters Of Survival, Voodoo Vibes) musikalisch vielseitig aber vergleichsweise erfolglos waren, beamen sich Axxis mit ihrem siebten Album zurück in vergangene Zeiten.
WeiterlesenLarry Barrett: The Big Slowdown
„The Big Slowdown“ – einen besseren Titel hätte Larry Barrett seinem zweiten Album nicht geben können. Als hätte er alle Zeit der Welt, schlendert der amerikanische Songwriter durch zehn verschrobene Lieder.
WeiterlesenThe The: NakedSelf
Matt Johnson, der Musiker mit den großen Veröffentlichungsintervallen, ist zurück. In der langen Zeit zwischen zwei Alben wartet man immer auf den ganz großen Wurf von ihm. Dass er zu „großen Würfen“ fähig ist, hat er in der Vergangenheit hinreichend bewiesen. „NakedSelf“ ist zwar richtig gut, wird aber bestimmt nicht als Jahrhundertwerk in die Geschichte eingehen.
WeiterlesenRichard Thompson: Mock Tudor
Bislang ist der Songwriter in Deutschland so gut wie unbekannt. Sein neues Album „Mock Tudor“ wirft erneut die Frage nach dem „Warum“ auf. Seine Musik und seine Texte haben den augenzwinkernden Sarkasmus, der den Hörer immer zweifeln läßt, wie ernst Mr. Thompson das alles meint.
WeiterlesenMegaherz: Himmelfahrt
NDH – Neue Deutsche Härte nennt man das wohl, was Megaherz hier kredenzen. Düstere Synthies, fette Gitarrenwände und ein Sänger, der die Texte interpretiert, als wäre er Hauptdarsteller in einem drittklassigen Horrorfilm. Ihr lieben Jungs von Megaherz – ist das Eure Vorstellung von „böse“? Grimmig gucken und lüstern sabbernd die Texte herauspressen? Das ist nicht böse, sondern gruselig – aber nicht im eigentlichen Sinn des Wortes!
WeiterlesenPink Cream 69: Sonic Dynamite
Ich staune immer wieder, wie viele Melodic-Metal-Veröffentlichungen es im Moment gibt. Da strecken Leute ihren dauergewellten Kopf aus dem Loch, von denen man gar nicht wußte, daß es sie noch gibt. Während die meisten Bands die Suppe der vergangenen, erfolgreichen Jahre wieder aufkochen, versuchen Pink Cream 69 das so wenig beachtete (und von Kritikern so wenig geliebte) Genre ins neue Jahrtausend zu retten.
WeiterlesenBeth Hart: Screamin‘ For My Supper
Vier Jahre ist es her, daß die Beth Hart Band ihr Debüt-Album „Immortal“ veröffentlicht hat. Mit Ausnahme des Drummers hat das Team wieder zusammengefunden und legt jetzt das Nachfolgewerk vor. Der ungestüme Blues-Rock des Erstlings ist einem melodischen Gesamtklang gewichen. Dank Beth Hart´s rotziger Stimme ist aber das dichte, intensive Feeling geblieben.
WeiterlesenSchweisser: bitte warten
Die neue CD der fünf Bayern ist eine echte Überraschung. Dem düsteren Dumpf-Rock haben sie den Rücken gekehrt, um sich jetzt melodisch und pop-rockig zu präsentieren. Deutsche Texte ohne den Klang der „Hamburger Schule“ oder den abgehackten Grönemeyer/Westernhagen-Gesang zu vertonen schaffen bislang nur eine Handvoll Bands.
WeiterlesenTransAtlantic: SMPTe
Side-Projects sind was Feines. Wenn sich dann noch vier Einzelmusiker aus progressiven Supergroups zusammentun, darf man Großes erwarten. TransAtlantic ist das gemeinsame Projekt von Sänger und Keyboarder Neal Morse (Spock´s Beard), Gitarrist Roine Stolt (The Flower Kings), Drummer Mike Portnoy (Dream Theater) und Bassist Pete Trewavas (Marillion).
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