Uwe Schimunek: Katzmann und die Dämonen des Krieges

schimunek.jpg Ausgerechnet mir einen „historischen Krimi“ aus der Frühzeit der Weimarer Republik andienen zu wollen, ist schon ein dreistes Stück. Ich schätze dieses sogenannte Subgenre in seiner üblichen Ausprägung nicht sonderlich hoch und gerade die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war eine Hoch-Zeit deutscher Kriminalliteratur, Ware aus erster Hand also und keine mehr oder weniger didaktischen Belehrungen über „die Vergangenheit“. Nun sind, wir wissen es alle, diese Romane ebenso mehr oder weniger von einem Markt gefegt worden, der sie von Anfang an nur unter dem Label des Schnellvergänglichen vorrätig hatte und nicht archiviert hat. Also ein wenig Nachsicht mit den „historischen Krimis“. Sie stoßen in eine selbstverschuldete Marklücke.

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Ernste Warnung

Nein, das ist jetzt ausnahmsweise KEIN Scherz. Ich muss alle Leute, die sich in gewissen Publikationen der „Krimiszene“ erwähnt sehen wollen, ernstlich vor diesem Blog hier warnen. Hinterlassen Sie bitte keine Kommentare und kommen Sie schon gar nicht auf den naiven Gedanken, diesem Blogger hier Texte zur Veröffentlichung zu überlassen. Nennen Sie vorsichtshalber auch seinen Namen nicht, es sei denn in negativen Zusammenhängen, das dürfte ihre Chancen anderswo beträchtlich erhöhen. Vertrauen Sie generell nicht auf das Versprechen „objektiver Berichterstattung“ und glauben Sie bitte kein Wort, wenn behauptet wird, man sei ja schließlich „für den Krimi“ da. Denn das hier ist Deutschland. Hier geht es um Egos, nicht um „den Krimi“.

Sandro Veronesi: XY

veronese.jpg In diesem Roman geht es um eine Frau, die nach 15 Jahren wieder Ski fahren möchte. Damit sie das am Ende auch tun kann, sterben elf Menschen eines gewaltsamen Todes. Eigentlich ist „XY“ wie der „Ulysses“ von James Joyce, nur andersrum. Im Mittelpunkt steht ein Rätsel, das nicht gelöst werden kann, weil es keines ist. „XY“ ist kein Krimi und auch nicht mehr als das, man lernt daraus aber, wie Krimi nicht funktioniert, wenn er funktioniert.

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Klüger werden!

kalender_ludger.jpgDieser nette →Herr hat schon einen. Wir versprechen natürlich nichts, von wegen „30% klüger in 10 Tagen“, aber wenn Sie mit dem „Mord(s)kalender 2012“ binnen 10 Tagen nicht mindestens 30% klüger werden sollten, würde uns das ganz schön enttäuschen. Deshalb verlosen wir hier ein Exemplar des „Mord(s)kalenders“ unter allen, die sich durch →knappe Willensbekundung für die Steigerung der eigenen Klugheit aussprechen. Ausgelost wird am Dienstag, eine/r wird gewinnen. Alle anderen können dieses nützlich Büchlein käuflich erwerben, →direkt beim Verlag, beim stationären oder ambulanten (Internet-) Händler.

Gut gemacht und gut gemeint

Die September-Ausgabe der Krimicouch ist online und darauf haben auch zwei Rezensionen aus der Feder des Bloggers ihren Platz gefunden. Das famose →„Müllers Morde“ von Monika Geier und das leider leicht an den Möglichkeiten vorbeigeschrammte →„Feindberührung“ von Gregor Weber. Natürlich wie immer höchst subjektive Einschätzungen des Kritikers, aber wir lernen: Lieber höchst subjektiv als objektiv höchst verlogen…