Die Merz-Memoiren (III)

Buchmesse ’72. Nach Abschluss seiner Versicherungsausbildung war Onkel Hans eine zeitlang als Verlagsvertreter tätig. Als er sich 1972 auf den Heimweg von der Buchmesse machte, passierte es ihm, dass bei der Ankunft am Bahnhof der Zug überpünktlich schon abgefahren war. Onkel Hans reagierte wie immer sehr emotional, wobei er offenbar auf seine Umgebung stark polarisierend wirkte. Ergebnis siehe oben. Nachdem er sich wieder gefasst hatte, trank er ganz ruhig einen Kaffee in der Mitropa und kehrte dann zum Hotel zurück. Am nächsten Morgen nahm er eine Mitfahrgelegenheit nach Berlin und war dann mit dem Flieger mittags wieder in Hamburg. Oma lachte nur: „Wo sie auch hinkommen, fallen die Jungs unangenehm auf, am Ende legen sie aber immer eine patente Lösung vor.“

Deutschland im Merz (3)

Während die Mächtigen der Welt so ihr Ding machen, wetzen die Poeten die Schreibfedern. Vielleicht springt doch ein Job in der Bundespressestelle dabei raus.

Der Frühling naht mit festem Schritt
das Blümlein liegt zertreten

Da hilft nicht Klage hilft nicht Bitt
es fehlten die Moneten

Die Wand ist morsch, der Schornstein kalt
entnadelt steht der halbe Wald… doch halt

Denn jetzt spricht Merz:

„Wir planen ganz viel Schönes
für Rüstung und Gedönes“

Deutschland im Vormerz (11)

Wer kennt ihn nicht, den guten alten Dr. Doofenmerz Doofenshmirtz (of Phineas und Ferb fame) mit den irren Erfindungen und der patenten Ehefrau, die ihn zur Not auch mal zur nächsten Wahlkampfrede fliegt, damit er sich unterwegs noch ein paar gelungene Formulierungen ausdenken kann.
Leider orientiert sich Doofenshmirtz‘ bisheriger Darsteller beruflich um. Also bewerbt euch, Leute! Die Stelle ist in Kürze frei!!