King’s X: Tape Head

1998 war ein ergiebiges Jahr für King’s X-Fans. Im Sommer erschien das geniale Solo-Album von Ty Tabor („Moonflower Lane“), bald danach unter seiner Mitwirkung das All-Star-Projekt „Platypus“ mit Mitgliedern von Dream Theater und jetzt liegt das neue Werk von King’s X vor. „Tape Head“ ist ihr siebtes Album, aber das erste auf dem Label Metal Blade. Auch zum ersten Mal haben Ty Tabor und King’s X ein Album im Alleingang produziert. Das Ergebnis kann sich hören lassen: Der erste Titel „Groove Machine“ trägt seinen Namen zurecht und die elf folgenden Titel untermauern – wieder einmal – die Ausnahmestellung von King’s X (Randbemerkung: Es gibt noch einen dreizehnten, nicht ganz so ernst gemeinten Live-Track, aber den hört sich wahrscheinlich niemand zweimal an !).

Wer noch nie etwas mit dem speziellen Stil der Texaner anfangen konnte, wird auch „Tape Head“ grausam finden. Wer hingegen bei den vergangenen Alben in Verzückung geriet, wird auch jetzt wieder voll bedient. Das Songwriting ist exzellent, die Produktion um einige Takte härter als auf dem Vorgänger „Ear Candy“ und die Drums rumpeln so staubtrocken wie nie vorher. Nach zehn Jahren und sechs Alben klingen King’s X immer noch nach King’s X, aber nie nach einer Kopie ihrer selbst – und das macht diese Band so einzigartig !

King's X: Tape Head
(Metal Blade)

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