Whistler: Don´t jump in front of my train

Whistler machen Gitarren-Folk-Pop in Moll mit Akustik-Gezupfe, Mundharmonika und Streichern. Daß die Texte von Selbstmordgedanken und Krisenbewältigung handeln, macht die Sache auch nicht fröhlicher. Mir fehlen echte Melodien und zündende Momente, insgesamt ist mir das rustikale Gedaddel samt Hufeklappern und säuselnder Sängerin (Kerry Shaw) zu langweilig.

Das Handwerk stimmt und reizvolle Harmonien finden sich ansatzweise (am ehesten noch im spröde geschrammelten „For real“), aber „Don´t jump in front of my train“ und „Tender years“ können sich letztendlich nicht zwischen bitterer Romantik, lyrischer Versunkenheit und alternativer Hemdsärmeligkeit entscheiden und verlieren sich irgendwo dazwischen. Bedauerlich.

Whistler: Don´t jump in front of my train
(Wiiija/Intercord)

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