Blues Explosion: Damage

„This is the mother of all Blues Explosion records“, sagt einer der sicherlich coolsten Typen aus ganz New York City, namentlich Jon Spencer, über „Damage“, die siebte Platte seiner legendären Jon Spencer Blues Explosion. Pardon, seit diesem Album und nach 13 Jahren Bandgeschichte nennen Judah Bauer, Russell Simins und Mr. Spencer ihre kleine, aber feine Blues Rock-Institution nur noch Blues Explosion. Mit der Beschneidung des Namen kann gut gelebt werden, denn im Fall von „Damage“ wurde geklotzt und nicht gekleckert.

Nach dem eher experimentellen „Acme“ (1998) und dem handgemachten Rock von „Plastic Fang“ (2002), folgt mit „Damage“ die Schnittmenge der beiden letzten Platten. Oder einfach das, was Jon Spencer als die Mutter aller Blues Explosion-Alben bezeichnet. Ein Dutzend Tracks mit einer Kohorte der unterschiedlichsten Gäste: DJ Shadow, Chuck D. und anderen. Was wiederum ein breitgefächertes musikalisches Repertoire der Songs nach sich zieht und ein Spiegelbild der Blues Explosion zurückstrahlt, welches von den Anfängen auf Crypt Records bis hin zur Gegenwart reicht. Will sagen: Neben dem klassischen R&B, Rock’n’Roll und Blues Rock wird auch mit Versatzstücken des Funk, HipHop und elektronischen Rhythmiken gespielt. Ob die Aussage, „Ladies and gentleman, this is not the devil’s music, but it feels like the devil’s time“, auf dem Stück „Help These Blues“ darauf anspielt, ist gut vorstellbar. U

nterm Strich ist „Damage“ der eingängigste Output des Big Apple-Trios, obwohl es wie so oft bei der Blues Explosion anfänglich überraschend anders klingt. Wer noch keinen Zugang zu Spencer & Co. gefunden hat – eigentlich kaum vorstellbar -, der erhält mit „Damage“ die optimale Einstiegsdroge in Sachen großartigem Blues. Jon Spencer: „I have moved heaven and earth to bring you people this message. These Blues are gonna kill me“. Uns alle.

Blues Explosion: Damage
Mute/EMI
VÖ: 27.9.2004

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