The Flare-Up!: Whip ‚Em Hard, Whip ‚Em Good

Flareup heißt einer der Transformers – gewusst? Wir auch nicht. Ist auch völlig nebensächlich. Interessanter ist derweil, dass sich Nicke Andersson für The Flare-Up! begeistern kann. Andersson spielte vor einigen Jahren bei Entombed, um diese dann für The Hellacopters links liegen zu lassen. Nun steht der gute Mann also auf The Flare-Up! und hat diese gleich für einen Vertriebsdeal bei seiner Firma Sound Pollution verpflichtet.

Musikalisch schlagen The Flare-Up! auch in die Rock’n’Roll-Kerbe, in die schon die im letzten Jahr aufgelösten Hellacopters schlugen. Jedoch gehen die fünf Schweden weniger rotzig und derbe zu Werke. Kein Wunder, wenn sie auch Leo Sayer, der mit den Hits „When I Need You“ und „You Make Me Feel Like Dancing“, auf ihrer Myspace-Site als Einfluss führen. Wie ernst dies allerdings gemeint ist, ist nicht überliefert. Ebenso wenig ob es stimmt, dass die Herrschaften von The Flare-Up! schon bei Last Days Of April und Soffy O dienten. Schon gar nicht, ob sie ihre Musik selbst als „Stockholm Cock Rock Xplosion“ sehen. Dieser Begriff steht nämlich auf der Rückseite ihres Albumcovers.

Fest steht indes, dass The Flare-Up! sehr flockig und smart rocken können. Schon gleich der Opener „Put It In A Letter“ ist ein Hit. Im darauf folgenden „Vicious Seeds“ kratzen sie gar am Thron der Hellacopters und haben extra dafür ihren „Cock Rock“-Sound auf Stadiongröße aufgeblasen. Ganz ruhig und schunkelig ist der geschmeidige, mit Streichern unterfütterte Titelsong, der nicht wirklich wie von der Plattenfirma angepriesen nach Supergrass oder Oasis klingt, dafür aber nach gelungener Abwechslung. Danach knallt es erst richtig: „Kid Avenger“ und „To Kill A Puerto Rican“. Auch die Songs, die darauf folgen, sind keine Ausfälle, weshalb „Whip ‚Em Hard, Whip ‚Em Good“ in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

(kfb)

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