Aisha: „What for“
Düstere Balladen mit spärlicher Synthie-Begleitung scheinen dieses Jahr irgendwie in zu sein. Typische Schluchz-Ballade und auch sonst irgendwie zum Heulen, unter anderem durch den Akzent der Sängerin, für den sie natürlich nichts kann – aber muss es unbedingt auf englisch sein? Kein Herz, keine Wärme, reichlich nerviger Refrain, der am Ende die Rampe zur großen stimmlichen Leistungsschau bildet. Typisches furioses Finale, tausendmal gehört.
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Entschuldigung, ist das türkisch? Nein, was sich erst so anhört, mündet in eine Polka (mit Geige, klar), muss also irgendwo aus dem Norden kommen. Und richtig: die Finnen. Mit vielen harten gerrrrrrrrrrrollten Rrrrrrrrrrrrrrrrrrs. Musikantenstadlfreunde können mitschunkeln, und in dunkeln Kaschemmen kann man sich zu solcher Musik auch prima ins Koma saufen.
Juiii! Sehr düster, sehr ausgefallen. Beginnt als spartanisch instrumentierte Ballade mit gespenstisch verzerrtem Chor, wechselt zum Refrain in flotteres Tempo, um dann zurückzufallen in die schluffige Anfangsgangart. Das ist keine ESC-Allerweltskost, Respekt. Aber man muss schon großer Depeche Mode- oder Joy Division-Fan sein, um „Siren“ zu goutieren. Und man muss viel gute Laune mitbringen, um diesen Downer zu überstehen.
Was ist das denn, um Himmels Willen? Hier hat aber keine ESC-Beratungsschmiede gegen einen sechsstelligen Eurobetrag am Beitrag gewerkelt. Das hier ist Marke Eigenbau. Schleppende, entsetzlich elegische Ballade. Durchaus Ohrwurm, aber der Sänger liegt irgendwo zwischen Knödeltenor und Kastrat. Ohren auf bei den kuriosen Akzenten, die der Hintergrundchor setzt!
Eurobeat, die erste. Überproduzierte ESC-Massenware, wie in den letzten Jahren so oft zu hören. Sehr nineties. Zu Anfang gleich ein paar Fiedelklänge – was bei Alexander Rybak letztes Jahr zog… Der Rest ist eine eigentlich gar nicht so schlechte, flotte Dance-Hymne.
Nach längerer Sendepause meldet sich unsere Gemeinschaftspraxis mit einer kleinen Fleißarbeit zurück. Im Vorfeld des diesjährigen Eurovision Song Contest und der beiden Halbfinale werden wir alle 39 Bewerber vorstellen und eine Prognose über ihr Abschneiden abgeben. Grundlage sind die Videos der Teilnehmer, die man u.a. hier finden kann: ↑
