Geburtstag ante portas

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In genau einem Monat wird Hinternet unglaubliche 20 (ja: zwanzig!) Jahre alt. Statt Blumen wünscht sich die kulturelle Frittenbude von Euch eine Liste Eurer Lieblinge der Hinternet-Ära: ganz nach Belieben die besten Alben, Songs, Bücher, Filme oder Serien von 1995 bis 2014. Oder alles zusammen (lasst Euch nicht lumpen!).
Abzugeben hier in den Kommentaren oder per Mail an jubel@hinternet.de

Frisches Blut gesucht

Die Hinternet-Redaktion in der Steinzeit des Internets

Hinternet wird in diesen Tagen 16 Jahre alt! In Menschenjahre umgerechnet könntet Ihr Jopie zu uns sagen.

Die Mitarbeiter der ersten Stunde haben längst Abitur, Führerschein und teilweise sogar Jobs mit Rentengarantie. Da bleibt keine Zeit mehr schlechtest (also: gar nicht) bezahlte Artikel für ein Qualitätsprodukt wie Hinternet zu verfassen. So ist die Hinternet-Redaktion inzwischen auf einen tattrigen Chefredakteur und eine dauerhandarbeitende Ex-Kolumnistin zusammengeschrumpft.

Gesucht: Junge, dynamische Kreativkraft

Deshalb sucht Hinternet neue, kreative Schreiber, Blogger, Kolumnisten, Rezensenten, Zeichner, Photographen. Leute die nichts zu verlieren haben  und gerne auch für dieses Nichts arbeiten. Dafür bieten wir Ruhm und Ehre (vielleicht) und ein Spitzen-Karma. Bestimmt.

Wer Interesse hat maile einfach an ichbindabei@hinternet.de.

Wir warten!

Morgen, morgen, wird’s was geben

Die ersten Städte geben schon Zimtfeinstaubalarm, sensible Gemüter stürzen sich ob der tosenden Weihnachtsliedkaskaden in den Glühalkoholismus, verzweifelte Harz IV-Empfänger kleben sich große Wattebüsche ins Gesicht und riskieren Leben und Gesundheit im Strassenkampf mit gierigen Kleinkinderbanden. Kurzum: der Dezember steht vor der weihnachtskranzgeschmückten Tür und fordert lautstark polternd Einlass.

Das ist kein Grund zur Panik, aber zu erhöhter Aufmerksamkeit. Denn statt unseres alljährlich nicht stattfindenden Adventskalenders gibt es diesmal ein Gewinnspiel, das es in sich hat. Ein Quiz genauer gesagt, das musikalisches Basiswissen und solideste Handwerkskunst kombiniert, viel zu viele Fragen und viel zu wenig Gewinne.

Alles ab 1.12.2010 hier in diesem Blog.

Stay tuned.

Post aus Osnabrück

Sehr geehrte Damen und Herren,

schreibt mir eine Firma aus Osnabrück

wie Sie wissen gibt es in sehr vielen Ländern der Welt Domains mit einem .co. vor dem Ländercode der Domain (z.B. in Großbritannien .co.uk). In Kürze wird dies auch in Deutschland möglich sein. Derzeit läuft die Vorvergabe von .co.de-Domains an Markeninhaber zur Vermeidung juristischer Probleme (Sunrise-Phase). Nach dieser Phase steht jedem die Domainendung .co.de für die Registrierung von Domains offen (Landrush-Phase).

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1994 – 2009

15 Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit in der manche ihr Abitur machen, sich zum fünften Mal von großen Liebe trennen, lernen wie man Souffles macht, überlegen, die FDP zu wählen, es dann doch nicht tun, eine Fremdsprache lernen, zum Akupunkteur gehen, nicht zur Darmspiegelung gehen, sich unsterblich in Michelle Pfeiffer verlieben, einen guten Freund zu Grabe tragen, einen Abschluss machen, bei der Steuer bescheissen, heiraten (nicht Michelle Pfeiffer), doch noch ein Kind kriegen, zum dritten Mal eine Beule ins Auto fahren und sich zum ersten Mal richtig darüber ärgern, fast auf eine Demo gehen, zum ersten (und – großes Ehrenwort – letzten) Mal pauschal nach Malle fahren, über Witze lachen, deren Pointe „Frisur egal“ lautet, sich schon ein bisschen vor dem Alter fürchten und endlich einsehen, dass Kerner kein Journalist ist. Weiterlesen

Remake remodel, pt.1

So, mit unserem Frühjahrsputz sind wir schon halb durch. Hinternet ist auf einen neuen (billigeren) Server umgezogen und die neue Blogsoftware ist installiert. Leider erweist sich die alte Software als etwas konvertierungsunwillig. Deshalb können die älteren Artikel nur nach und nach hierher verschoben werden. Bis dahin findet sich der gut abgehangene Stoff weiter →im alten Weblog.

Bankenkrise

Wegen eines Fehlers in der Datenbank hatte die Kommentarfunktion kurzfristig ihren Geist aufgegeben. Inzwischen sollte das Problem wieder behoben sein. Auf geht´s, an die Tastaturen, marsch!
(der Admin)

Hinterlassenschaften

Zu gerne hätten Hinternetweblogfamilienzuwachs Anobella und ich das Gesicht von DPR gesehen als er des ersten Anobella-Eintrags in unserem männerdominierten Weblog gewahr wurde. Da unsere versteckte Webcam schon vor Wochen aufgeflogen ist mussten wir unseren Hauszeichner RW anweisen, die Szene in schwarzweiß nachzustellen.

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Prüfungsfragen

Eine Analyse der Logfiles der letzten Tage zeigt, dass sich Leser von unser Site offenbar Hilfe beim Bestehen der → Aufnahmeprüfung zur Harald Schmidt Universität erhoffen.

Nun denn. Für welche Serie Conan O’Brien als Autor arbeitete findet man ganz leicht in unserem Historischen Kalender zum 18. April.

Dann sei noch verraten, dass Wilhelm Conrad Röntgen kein Abitur, Demosthenes dafür aber einen Sprachfehler hatte. Alles andere, liebe Möchtegern-Studenten, müßt Ihr schon selbst herausfinden.

Frittierte Postmoderne

Was liest man in der aktuellen c’t (Ausgabe 6/2005)? Na, Tipps und Trends zur anstehenden CeBIT, Notebook-Kaufberatung, eine Übersicht zu Voice-over-IP-Clients, etc… Aber auch so etwas:

Finden Sie Feuilletons langweilig? Dass man nicht zwangsläufig in hochgestochener Sprache über Kultur schreiben muss und dass eine interessante Site auch in spartanischem Layout kommen kann, beweist das Hinter-Net bereits seit 1996. Selbstironisch bezeichnen die Autoren das aus einem Punk-Fanzine hervorgegangene Projekt als kulturelle Frittenbude am Rande der Datenautobahn, die die Strömungen der Pop-Kultur karikiert. Hinternetler freuen sich über die freitags erscheinenden Folgen des Krimis „Promimassaker“, das fast täglich aktualisierte Blog sowie Buch-, Musik-, Film- und Comic-Kritiken.

Da freuen wir uns gleich noch mal, nehmen den Silberlöffel aus dem Silvestersekt und erheben das Glas auf das Wohl von Frank Boguschewski.

Ron Sexsmith: Retriever

Hier muss man gar nicht lang rummachen – das siebte Werk des kanadischen Songwriters krönt nicht nur sein bisheriges Schaffen, sondern entmachtet sanft lächelnd alle, die sich in den vergangenen Monaten an emotionalem Schwelg-Pop versucht haben.

Auf „Retriever“ gibt es nicht eine langweilige Sekunde, nicht ein Takt wirkt aufgesetzt und es scheint völlig sinnlos, auch nur einen schlechten Song auszumachen. Auf der einen Seite ist Ron Sexsmith in seinen Arrangements so opulent und verschwenderisch wie nie zuvor, auf der anderen Seite hat er die präzise Instrumentierung der vergangenen Alben bewahrt. „Retriever“ lohnt sich allein um zu hören, wie sich Klavier und knorzige Gitarre in dem genialen „Imaginery Friends“ permanent das Staffelholz überreichen.

Aber Ron Sexsmith gibt nicht nur den sanftmütigen Pausback, sondern schüttelt auch das verhältnismäßig rockige „Wishing Well“ aus dem Ärmel. Und da es wenig Sinn macht, euch jetzt noch die fehlenden zehn Songs aufzuzählen und sie mit blumigen Adjektiven auszuschmücken, schließ ich mit kühnem Pathos: Ron Sexsmith gibt die glückliche Vermählung von Perfektion und Emotion bekannt.

Ron Sexsmith
Retriever
V2/Rough Trade