Das nenn ich noch Krimikultur! Morgen erhält John Harvey die Ehrendoktorwürde der Universität Nottingham, und wer will, kann →dabei zusehen, wie ihm zwischen 11 und 12 Uhr das entsprechende Hütchen aufgesetzt wird. Und bei uns? Wird man als Krimiautor höchstens HARTZ-IV-Empfänger ehrenhalber.
Autor: dpr
Neues Archivgut
Zwischendurch mal wieder ins →Krimikultur: Archiv geguckt. Neben einigen Rezensionen von Claus Kerkhoff finden sich dort neu drei Beiträge von Pieke Biermann aus den frühen 90er Jahren, allesamt zum brisanten Thema „Frauenkrimi“. Lohnt sich.
Krimi und Gesellschaft
Ist der Krimi „die ideale Form des Gesellschaftsromans“, wie es Anne Chaplet glaubt, →Herr Linder aber wohl eher nicht? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ auch dort Gesellschaftsroman ist, wo der Held allein auf seiner einsamen Insel fuhrwerkt. Man muss schon lange suchen – wahrscheinlich vergebens -, um einen Roman zu finden, der nichts über die Gesellschaft erzählt, und fände man ihn, würde er, gerade weil er nichts erzählt, sehr viel darüber erzählen.
WeiterlesenSeelenlandschaft mit Cambalache
Der heutige Krimisamstag im Titelmagazin ist ein wenig ein Frank-Göhre-Krimisamstag. Zunächst bespricht Peter Münder des Meisters →„Seelenlandschaften“, dann darf man ein Stückchen →über Charles Willeford daraus lesen.
WeiterlesenGesprächskrimikultur
Wie bereits angekündigt, wurde soeben ein längeres Gespräch mit Else Laudan, Herausgeberin der Ariadne Kriminalromane im Argument Verlag, ins →Krimikultur: Archiv eingelagert. Aber nicht, um dort zu verstauben, das wäre nämlich sehr schade. Was im Krimijahrbuch locker über 15 Seiten gekommen wäre, wird Ihnen hier in sogar bebilderter Form präsentiert. Wir reden über den Zustand des „Krimimarktes“, das Aufklärerische im Genre, feministische Kriminalromane, Glanz und Elend der kleinen Verlage, das Affirmative und das Subversive, den Verlockungen des Erfolgs und warum man ihnen widerstehen sollte und, neben anderen Themen mehr, natürlich auch über die Ariadne Krimis selbst, die man, sollte man sie bisher noch nicht gekannt haben, spätestens seit den Kritikerhymnen für Lehmann, Geier, Scharsich und Co. auf der Rechnung haben muss.
WeiterlesenWeiberwahrheit
Über „feministische Themen in Kriminalromanen“ schreibt Else Laudan, Herausgeberin der Ariadne Krimis, im →Krimikultur: Archiv. Und momentan bereite ich ein sehr langes und intensives Gespräch mit ihr für die Veröffentlichung vor. Coming soon.
Christian Pernath: Ein Morgen wie jeder andere
Ein Buch, dem man nach der Lektüre noch eine Weile hinterher denkt, ein Krimi zumal, der mit seinem Ende noch nicht abgeschlossen ist – das muss ein starker Text sein. „Ein Morgen wie jeder andere“ des Franzosen Christian Pernath gehört unbedingt in diese nicht gerade dichtbevölkerte Kategorie.
WeiterlesenHalbe Schweden
Es muss schwer sein, in Schweden Karriere zu machen. Eine Prinzessin, einen Prinzen heiraten – okay, das schafft gerade mal drei gutdotierte Arbeitsplätze. Als ABBA-Nachfolgeband jede Menge Geld scheffeln, das lichtet auch nicht das Heer der um Ruhm und gutes Auskommen bemühten Nordländer, denen folglich nur der letzte und grausamste Schritt bleibt: KrimiautorIn werden.
WeiterlesenArchiveröffnung
3 – 2 – 1 – freigeschaltet! Exakt zwei Wochen, nachdem sie sich auf einem privaten Blog häuslich eingerichtet hat, tritt die IG Krimikultur erstmals an die Öffentlichkeit. Und wie. Mit dem →Krimikultur-Archiv, einer Sammlung von Arbeiten der Mitglieder, fünf haben bisher dazu beigetragen, weitere stehen bereit.
WeiterlesenEin Krimisamstag wie jeder andere
… also ein schöner Tag, an dem uns das Titelmagazin einen neuen Schwung Kriminelles hinwirft. Und kriminell-aktuell beginnts tatsächlich, wenn sich Michael Wuliger mit dem Finanzoberganoven →Madoff beschäftigt. Frau Dr. Lehmann erzählt uns dann einiges über →Stress und Klaus Kamberger über die →Tücken des Übersetzens, bevor es mit dem Rezensieren losgeht.
WeiterlesenFrank Göhre: Seelenlandschaften
Manchmal ist es schon sinnvoll, die im Laufe eines Schriftstellerlebens verstreuten Kleinigkeiten in einem Bändchen zu sammeln. Schon, damit nun klar ist, dass die Kleinigkeiten gar nicht so klein sind. „Seelenlandschaften“ hat Frank Göhre seine Sammlung von Vor- und Nachworten, Glossen, Reportagen und Porträts genannt, im Untertitel „Annäherungen, Rückblicke“, alle der Kriminalliteratur und ihren Protagonisten gewidmet, aber auch immer: Annäherungen an Frank Göhre, Rückblicke auf sein bisheriges Schaffen.
WeiterlesenChez Véro
Von ihrem ersten Gehalt hat sich wtd-Mitarbeiterin Anna Veronica einen Blog gekauft. Für ihren Einstand war da natürlich wieder „kein Geld“ da, aber nächsten Monat sollen sie dann knallen, die Champagnerkorken. Wir entkorken zur Feier des neuen Blogs →„Le Véro“ schon mal ein feines Fläschchen der lustigen Witwe…
Leser/innen gesucht!
Ja, ja, könnt jeder kommen. Leserinnen und Leser suchen sie alle. Aber wir suchen natürlich ganz besondere Leserinnen und Leser. Solche nämlich, die uns Auskunft über ihr Krimileseleben geben wollen. Wie reingeschlittert, welche Vorlieben, wo informiert man sich, was vermisst man, auf was könnte man verzichten? Kleine Interviews im großen Rahmen der „Krimikultur“. Veröffentlicht hier bei wtd und… das verrate ich noch nicht, Überraschung. Also Mut! Ich frage schon nichts Privates. Wir machen das per Email, wir haben jede Menge Zeit und ganz bestimmt viel Spaß. Einfach →hier melden.
Justo E. Vasco: Im Visier
Unter dem leicht mit Edgar Wallace kokettierenden Titel „Die toten Augen von Havanna“ hat die Edition Köln zwei Kriminalromane aus Kuba in einem dicken Sonderband zusammengefasst, Justo E. Vascos „Im Visier“ sowie „Die Nachbarin“ von Roberto Estrada Bourgeois. Beschäftigen wir uns heute mit Vasco.
WeiterlesenProbleme
Ich weiß, einige von euch haben zur Zeit Probleme mit der ordnungsgemäßen Darstellung von wtd (Partnervermittlungsanzeigen und so…). Woran das liegt, weiß nur Chef Walter selbst. Er wurde strengstens ermahnt, sich zu outen, wir warten noch auf Rückantwort und fassen uns bis dahin fassungslos in Geduld. Sorry.
Halbjahreszeugnis
2009 haben wir jetzt halbwegs und glücklich hinter uns gelassen, Zeit also für ein kleines Resümee. Wie waren sie denn kriminalliterarisch so, diese sechs Monate?
WeiterlesenNicht literaturfähig
„Ein Porsche-Krimi wäre ein ziemlich langweiliges Buch“: sagt Krimiautor Wolfgang Schorlau in einem aufschlussreichen →Interview (→via) – und folglich wird er ihn nicht schreiben. Aber Kollege Heinrich Steinfest differenziert: „Mein Interesse gilt ja dem Abstrusen und Grotesken in der Welt, und beides ist in diesen Konzernen massiv vorhanden. Mich beschäftigen freilich nicht bestimmte Firmen, sondern die Strukturen, die Strukturen von Macht, auch die Frage, inwieweit solche Unternehmen ein Eigenleben in unserer Gesellschaft führen.“
WeiterlesenGeburt, Tod und andere Rezensionen
Am heutigen Krimisamstag im Titelmagazin gibt es etwas zu feiern und zu betrauern. Zunächst aber verfolgt Thomas Wörtche interessiert →die Comicwerdung von Fritz Langs Filmklassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ und hält →Stuart MacBride für einen klugen Autor.
WeiterlesenZwei Nachrichten
Morgen muss die wtd-Küche leider kalt bleiben, aber deshalb packe ich heute halt noch ein bisschen mehr auf den Teller. Einmal den Hinweis, dass man am Samstag etwas Längeres über Eric Ambler und seinen Roman „Der Levantiner“ beim Titelmagazin wird lesen können. Dann die Botschaft, dass die Krimicouch den →Grimme Online Award gewonnen hat. Glückwunsch den Kolleginnen und Kollegen. Und, quasi als Permanenthinweis: Die →IG Krimikultur wartet auf euch und eure Ansichten.
La protagoniste inconnue
Wenn man schon nicht die Finger von den Maigret-Romanen lassen kann und manche Neuerscheinung deshalb zum Mauerblümchen wird, dann sollte man die Lesefrüchte auch schriftlich festhalten. Diesmal führen sie uns weg von den Verbrechen ins ganz normale Ehedasein und seine Abgründe…
Weiterlesen