Kiez as Kiez can

oder, wenn wir schon mal wieder in der Wortspielhölle sind: Peake Biermann mit einer weiteren spitzenmäßigen Reportage aus der Nonfiktion, am Sonnabend, 5.August 2006 im „Tagesspiegel“ zu lesen und/oder auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr zu hören (Saumselige schalten um 19:45 oder in der folgenden Nacht um 0:45 oder 5:45 das Radio an). Und das ist diesmal das Thema:

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Robert Littell: Die kalte Legende

Der Himmel bewahre uns vor Krimischaffenden, die eine einzige, natürlich „große und originelle“ Idee zu 400-Seiten-Schmökern auswalzen und diesen Fladen mit den Köstlichkeiten literarischer Normpizzen belegen. Der Himmel schenke uns mehr Autoren wie Robert Littell, die eine einzige, natürlich große und originelle Idee auf 447 Seiten in all ihre Spielarten und Abgründe auseinander schreiben und ein einzigartiges Stück Literatur entstehen lassen.

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Das letzte Tabu

Ja, ja, ich weiß. Zum Tabubruch aufzurufen ist in etwa so originell wie sich bei 35 Grad im Schatten ein kühles Mineralwasser zu gönnen. Zum Zwecke der Förderung des Krimis machen wir jetzt aber eine Ausnahme und rufen laut in die Landschaft hinein: Brecht das letzte Tabu der Kriminalromans! Und das wäre…?

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Das Grundlagenwerk

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Fünfzehn Jahre lang hat Mirko Schädel daran gearbeitet, jetzt ist sie da: Die „Illustrierte Bibliographie der Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum 1796 bis 1945“, zwei Leinenbände im Schuber, je 512 Seiten im Großformat, ca. 10.000 Einträge mit über 1300 farbigen Cover-Abbildungen. Das hat seinen Preis: 175 €. Und dieser Preis ist nicht nur angemessen, sondern angesichts der Leistung geradezu ein Witz. Ab 2007 sind 198 € zu berappen. Zu bestellen bei →Achilla Presse (auf der Startseite „Neuheiten“ anklicken). Ein guter Tag für die alten Krimis!

KrimiWelt-Bestenliste August 2006

Was haben Leonardo Padura (Adiós Hemingway), Robert Littell (Kalte Legende) und Jenny Siler (Ticket nach Tanger) gemeinsam? Sie sind neu auf der aktuellen KrimiWelt-Bestenliste, Padura gar ganz oben. Und: Alle drei Romane handeln von Identitätssuche, von den Verschränkungen Wirklichkeit / Fiktion. Und sind gelungen. Die komplette Liste gibt es wie immer →hier zum gefälligen Studium.

Folge 3: Der Schreibstil

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Kurz vor dem Offenbarungseid? Mehr Krimis gelesen als Georges Simenon geschrieben hat? Stets bereit, die Tinte aus der Feder sprudeln zu lassen, bevor die Ideen aus dem Hirn fontänen? Mit einem Wort: Skrupellos genug, ein(e) deutsche(r) Kriminalschaffende(r) zu werden? Nun denn, wohlan. In unserer neuen kleinen Sommerreihe erklären wir dir, wie du es schaffst, ein Erfolgskrimiautor zu werden und nach 300 Seiten die ersten Millionen an die Pforte deiner Sparkasse klopfen zu hören. Wir geben dir die ultimativen Ratschläge, wie du wenigstens vier Millionen Krimileser erreichst. Das ist wissenschaftlich bewiesen! Und wie du somit, bei einem durchschnittlichen Honorar von zwei Euro pro Buch (gebunden, Schutzumschlag) 8 Millionen Euro vor Steuern einsacken kannst. Denn vier Millionen mal 2 macht acht Millionen. Das ist mathematisch bewiesen! Heute: – Und wie schreib ich den ganzen Mist?

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Leonardo Padura: Adiós Hemingway

Die Literatur, stellt Mario Conde am Ende fest, sei eine einzige große Lüge. Die Literatur ist aber auch die Wirklichkeit. Und die Wirklichkeit Literatur. Was die Sache mit der Lüge relativiert. Wenn nämlich alles Lüge ist, dann auch die Wahrheit, und wenn alles wahr sein kann, dann die Lüge allemal auch. Mario Conde weiß das, weil sein Schöpfer Leonardo Padura es weiß. Und mit „Adiós Hemingway“ einen wunderbaren kleinen Roman darüber geschrieben hat.

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Die Aufreger der Woche

Heute bin ich den ganzen Tag unterwegs. Ein elektronisches Pflanztagebuch muss weiterentwickelt werden. In Wiesbaden, bei „bildungsbenachteiligten Jugendlichen“, die auch schon „bildungsfern“ oder, sehr schön, „bildungsresistent“ heißen können, wenn es irgendeinem Sozialpädagogen so gefällt. Aber das nur nebenbei. Heißt nämlich: Heute steht hier nichts krimimäßig Substantielles, und wer jetzt auftrumpft, das tue es hier eh selten, dem präsentiere ich, zum Aufheizen, noch ein paar Aufreger der Woche.

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Ludgers Schreibbloggade beendet

Angeblich musste er viel arbeiten. Angeblich „läuft da was im Hintergrund mit dem Krimijahrbuch“. Wahrscheinlicher: Zuerst WM geguckt, dann 14 Tage Sonne satt auf den Seychellen. Nun denn: →Ludger Menke bloggt wieder. Unter anderem über den Was-hast-Duden-da? – Rezensionsexemplare bekommt er auch noch, die Verlage scheinen Geld im Überfluss zu haben. Jetzt warten wir auf die erste Post-Bloggade-Rezension.

Nichts als Ärger

… hat man mit diesen Kriminaldichterinnen. Da schätzt du pi mal Daumen: Jo, 24 Seiten, das reicht, und dann erkennst du, mitten in der Arbeit: Nee, das reicht nicht. Soeben Seite 20 geschrieben und immer noch bei „Sterntaucher“, der Nummer 2 von vieren. Außerdem: Ungewöhnliche Bücher erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Vier Zeichnungen von Diplomkünstler Wünsch, alles klar. Jetzt aber auch noch die Notwendigkeit, auf zwei Ebenen zu schreiben. Die zweite für Exkursionen ins Grundsätzliche, Asides, Abschweifungen…

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Die Debütantin

Die Presse-Infos des Eichborn Verlags, die von Zeit zu Zeit in meinem Postfach landen, sind zumeist erfreulicher Natur. „Aschemenschen“ von Ulrich Schmid wurde mir so ans Herz gelegt, auch Jan Costin Wagners „Schattentage“, ein Spiel mit den Möglichkeiten des Krimis. Gestern jedoch brachte mich schon die Betreffzeile der neuesten Eichborn-Post schwer ins Grübeln: „Regula Venskes literarisches Debüt ‚Marthes Vision'“. Regula Venske? Den Namen kenn ich doch…

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Die Arbeit der nächsten Wochen

…wird mich fast erschlagen. Erstens: Ich habe hier quasi „das Ganze“. Chef Walter liegt noch erschöpft im Wochenbett, die dynastische Hinternet-Erbfolge ist mit Prinz Vincent jetzt immerhin gesichert. Das noch schüttere Haupthaar des zukünftigen Hinternet-Magnaten erinnert an Zidane und man weiß schon jetzt: Wer dereinst seine Mamma beleidigen wird, geht schweren Zeiten entgegen. Der Knabe wurde Fräulein Katja zur artgerechten Aufzucht übergeben.

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Folge 2: Das ultimative Verbrechen

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Kurz vor dem Offenbarungseid? Mehr Krimis gelesen als Georges Simenon geschrieben hat? Stets bereit, die Tinte aus der Feder sprudeln zu lassen, bevor die Ideen aus dem Hirn fontänen? Mit einem Wort: Skrupellos genug, ein(e) deutsche(r) Kriminalschaffende(r) zu werden? Nun denn, wohlan. In unserer neuen kleinen Sommerreihe erklären wir dir, wie du es schaffst, ein Erfolgskrimiautor zu werden und nach 300 Seiten die ersten Millionen an die Pforte deiner Sparkasse klopfen zu hören. Wir geben dir die ultimativen Ratschläge, wie du wenigstens vier Millionen Krimileser erreichst. Das ist wissenschaftlich bewiesen! Und wie du somit, bei einem durchschnittlichen Honorar von zwei Euro pro Buch (gebunden, Schutzumschlag) 8 Millionen Euro vor Steuern einsacken kannst. Denn vier Millionen mal 2 macht acht Millionen. Das ist mathematisch bewiesen! Heute: Welches Verbrechen wählen wir für unseren Topseller?

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