Die beiden DJs Scott Hendy und Andy Smith firmieren im Zweigespann unter dem Namen Dynamo Productions. Smith werden einigen unter ihnen sicherlich als Studio- und Live-DJ von Portishead kennen und schätzen.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
Dizzee Rascal: Showtime
Es gibt sie noch: Die wahren Musik- und Klangliebhaber, die es zu schätzen wissen, dass man eine schwarze Vinylscheibe dem Silberling vorzieht. Dizzee Rascal hat bereits Anfang September den Nachfolger zu seinem Erfolgsalbum „Boy In Da Corner“, das in Großbritannien mit dem „Mercury Music Prize“ höchste Ehren erhalten hatte, auf Doppel-Vinyl auf den Markt gebracht.
WeiterlesenSportfreunde Stiller: Jetzt auch live für Zuhause!
Man muss nicht rundum perfekt sein, um als Musiker beziehungsweise Band Erfolg zu haben. Das durften die Sportfreunde Stiller, drei sympathische Rock-Musiker aus dem Bayerischen, freundlicherweise und verdientermaßen am eigenen Leib erfahren.
WeiterlesenBushido: Electro Ghetto
Bushido wird geliebt und gehasst. Die HipHop-Kids sind auf seiner Seite. Zumindest ein Teil. Denn seit der Trennung von Aggro Berlin hat sich das Fanlager gespalten. Die einen lieben Bushido über alles und sind ihm sozusagen zum Major gefolgt. Der Rest hält weiterhin Aggro Berlin die Stange.
WeiterlesenHeimvorteil: Die St. Pauli CD
Diese Benefiz-CD zugunsten des hoffentlich unverwüstlichen und ewig kultigen FC St. Pauli ist der optimale Sampler für die nächste Keller-Party.Muff Potter, Die Ärzte, Sportfreunde Stiller, Blumfeld, Winson, Wir Sind Helden, Deichkind, die Beginner und andere deutsche Künstler/Bands haben Songs zum Thema St. Pauli für diese Compilation aufgenommen oder aus ihrem Fundus zur Verfügung gestellt.
WeiterlesenCulcha Candela: Union Verdadera
CD rein und erwartungsvoll auf „Play“ gedrückt. Ah, HipHop mit starkem Latin-Einschlag. Tanzorientierter als der von den Delinquent Habits oder früher von Cypress Hill. Reggae und Dancehall sind auch herauszuhören. Vielleicht eine Band aus Los Angeles oder Mexiko? Weit gefehlt.
WeiterlesenMos Def: The New Danger
Eigentlich mutet es etwas seltsam an, ist aber wohl reiner Zufall: Fast zeitgleich bringen Talib Kweli und Mos Def ihre neuen Soloalben auf den Markt. Früher bildeten sie gemeinsam das Duo Blackstar. Heute kämpft jeder für sich um Anerkennung in der Öffentlichkeit.
WeiterlesenMardi Gras.BB: 29 Moonglow
Ein guter Freund meinerseits versuchte in den letzten Wochen, mich mit dem Mississippi-Sumpffieber zu infizieren. Dem Fieber, das vor einigen Jahren auch Uli „Reverend“ King, ehemaliges Mitglied der Krautrocker Guru Guru, befallen hatte und das er nach seiner Rückkehr nach Deutschland seinem Freund Doktor Wenz, einem promovierten Arzt, injizierte.
WeiterlesenResident Evil: Apocalypse
Milla Jovovich kann sich freuen. Der zweite Teil des Zombie-Spektakels „Resident Evil“ ist äußerst erfolgreich in den US-Kinos angelaufen und spielte in wenigen Tagen knapp 24 Millionen Dollar ein. Mehr als der Vorgänger, der bekanntermaßen zu einem großen Teil in Berliner U-Bahn-Schächten gedreht wurde. Passend zu den Gruseleffekten musste natürlich adäquate Musik ausgesucht werden.
WeiterlesenLateef & The Chief: Maroons: Ambush
Quannum ist eines der coolsten Underground-HipHop-Labels. Dass sie mit der Punkrock-Fabrik Epitaph kooperieren, erstaunt nach wie vor. Aber warum nicht sich über Genregrenzen hinwegsetzen und im Underground mit vereinten Kräften agieren?
WeiterlesenJoy Denalane: Manami Live
Ein Studioalbum und schon ein Livealbum? Das ist ungewöhnlich. Erst recht, wenn es sich um eine der wenigen deutschen Soulstimmen handelt.«Das kam mir nicht ungewöhnlich vor. Ich fand, es war jetzt der richtige Zeitpunkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Livespielen in der Musiklandschaft mittlerweile eine ganz andere Rolle eingenommen hat. Musik wird mehr denn je über Konzerte wahrgenommen, gar nicht mehr so viel über die Verkäufe», meint Denalane und mag damit vielleicht recht haben. Nicht zuletzt wegen der CD-Brennerei.
WeiterlesenJedi Mind Tricks: Legacy Of Blood
Es ist erstaunlich zu beobachten, dass in den letzten Monaten verstärkt hochwertige HipHop-Alben auf den Markt drängen, die nicht mit dem Massengeschmack kompatibel sind. Die Hochzeit der Goldkettchen- und Goldzähnchen-Rapper scheint sich langsam dem Ende hin zu neigen.
WeiterlesenJimmy Eat World: Futures
Endlich. Was hatte die Emo- und Indie-Gemeinde auf den Nachfolger zu dem phänomenalen Album „Bleed American“ warten müssen. Seufz. Nun ist es da: „Futures“. Einen kurzen Einwurf an dieser Stelle: Dass das Jimmy Eat World-Lager nach wie vor gespaltener Meinung ist und die einen alles lieben was die Band bis zu „Bleed American“ veröffentlichte und die anderen alles seit ihrem globalen Durchbruch, diese Diskussion möchten wir an dieser Stelle getrost außen vor lassen. Wir reden heute nicht über die Fans, sondern über die Band.
WeiterlesenGoldie Lookin Chain: Greatest Hits
Das letzte Album der Goldie Lookin Chain, einer Gruppe aus dem englischen Newport, war okay. Schaffte es aber irgendwie nicht, gänzlich zu überzeugen. Mit „Greatest Hits“ liegt die Sachlage völlig anders.
WeiterlesenTalib Kweli: The Beautiful Struggle
Während sein einstiger Duettpartner Mos Def (aus Black Star-Zeiten) weiterhin mehr der Schauspielerei, denn der Musik frönt und lediglich hier und da mit einer Maxisingle auf sich aufmerksam macht, hat Talib Kweli in der Zwischenzeit sein neues Album „The Beautiful Struggle“ produziert.
WeiterlesenLawn: Backspace
Irgendwie passt bei Lawn alles zusammen. Sie tourten im Vorprogramm von Sophia, der kongenialen Band von Robin Proper-Sheppard. Sie waren zu Gast auf dem Haldern Pop-Open Air, dem schnuckeligsten und besten Open Air für Indie-Fans überhaupt. Ihr neues Album „Backspace“ nahmen sie dann auch noch mit Pieter Kloos, dem Soundmann von Motorpsycho und Mitglied von 35007/Loose, auf.
WeiterlesenIan Brown: Solarized
Wie aus dem Nichts erscheint das neue Soloalbum des einstigen Stone Roses-Frontmannes Ian Brown. „Solarized“ knüpft nicht wirklich dort an, wo er anno 2001 mit „F.E.A.R.“ aufgehört hatte. Schon im ersten Satz des Begleitschreibens der Plattenfirma heißt es, Brown sei zu den „baggy grooves“ der Acid-Ära zurückgekehrt.
WeiterlesenThe Killers: Hot Fuss
„The Cure-meets-Duran Duran guitarpop“. Das ist laut NME die treffendste Umschreibung für die Musik der vier jungen Killers. Brandon Flowers (Gesang und Keyboards), David Keuning (Gitarre), Mark Stroemer (Bass) und Ronnie Vannucci (Schlagzeug) haben mit ihrem ersten Album Großes geleistet und eines der besten Rock-Werke des Jahres eingespielt.
WeiterlesenThe Soundtrack Of Our Lives: Origin Volume I
Rechtzeitig zu der „Rolling Stone Roadshow“, die Mitte Oktober durch Deutschland rollen wird, haben The Soundtrack Of Our Lives (TSOOL) ein neues Studioalbum fertiggestellt. Der skandinavische Sechser, der aus der Asche von Union Carbide Productions emporstieg, hat auf einem kleinen Indie angefangen und sich klammheimlich in die Herzen europäischer Rock-Liebhaber gespielt.
WeiterlesenHelmet: Size Matters
Beachtlich, was die wieder zum Leben erweckten Helmet auf ihrem Comeback-Album zustande gebracht haben. Seit Jahren ranken sich Gerüchte um Page Hamilton, er wolle die Band reanimieren und allen zeigen, wie unersetzbar Helmet im Grunde sind.Ohne sie hätte es einen Großteil der heute erfolgreichen Nu Metal-Bands wohl nie gegeben. Leider wuchs mit jedem neuen Gerücht der Zweifel an der Wahrheit dieser Meldungen. Doch siehe da: Hamilton hat es wirklich ernst gemeint und nach sieben Jahren Abstinenz ein Album aufgenommen, das vielleicht nicht nach dem ersten Hören jeden alten Helmet-Fan überzeugen wird – aber nach drei, vier Testläufen für entspanntes Grinsen und zustimmendes Nicken sorgen wird.
Von seiner einstigen Stammbesetzung, die 1997 „Aftertaste“ eingespielt hatte, ist Hamilton niemand geblieben. Nur mit seinem früheren Live-Gitarristen Chris Traynor arbeitet er noch zusammen. Neu sind – bitte festhalten! – Frank Bello von Anthrax und John Tempesta (ehemalig Testament und White Zombie). Helmet mausern sich zu einer All Star-Band. So viele Band- und Live-Erfahrungen hinterlassen unwillkürlich ihre Spuren. Wie bereits gesagt: Hat man die anfängliche Skepsis über Bord geworfen, entpuppt sich „Size Matters“ als typisches Helmet-Werk. Mit harten, abgehackten Gitarren-Riffs, vielen Melodien und Hamiltons typischem Gesangsstil. Gerade an seiner Stimme hat er gearbeitet. Statt sie wie früher als Rhythmus-Instrument einzusetzen, ist sie nunmehr Melodiengeber – etwa in dem wuchtigen Song „Unwound“. Richtig was auf die Mütze gibt es in dem Kracher „Crashing Foreign Cars“. Ein Ohrwurm ist „See You Dead“, das mit monotonem Stakkato-Riffing beginnt und erst mit Einsetzen des Refrains seine ganze Schönheit entfaltet.
Kurzum: Helmet sind zurück und das mit einem Album, das ihnen in dieser Form niemand zugetraut hat. Gratulation.
Helmet: Size Matters
Interscope/Universal
VÖ: 4.10.2004
