Heimvorteil: Die St. Pauli CD

Diese Benefiz-CD zugunsten des hoffentlich unverwüstlichen und ewig kultigen FC St. Pauli ist der optimale Sampler für die nächste Keller-Party.Muff Potter, Die Ärzte, Sportfreunde Stiller, Blumfeld, Winson, Wir Sind Helden, Deichkind, die Beginner und andere deutsche Künstler/Bands haben Songs zum Thema St. Pauli für diese Compilation aufgenommen oder aus ihrem Fundus zur Verfügung gestellt.

Weiterlesen

Resident Evil: Apocalypse

Milla Jovovich kann sich freuen. Der zweite Teil des Zombie-Spektakels „Resident Evil“ ist äußerst erfolgreich in den US-Kinos angelaufen und spielte in wenigen Tagen knapp 24 Millionen Dollar ein. Mehr als der Vorgänger, der bekanntermaßen zu einem großen Teil in Berliner U-Bahn-Schächten gedreht wurde. Passend zu den Gruseleffekten musste natürlich adäquate Musik ausgesucht werden.

Weiterlesen

Joy Denalane: Manami Live

Ein Studioalbum und schon ein Livealbum? Das ist ungewöhnlich. Erst recht, wenn es sich um eine der wenigen deutschen Soulstimmen handelt.«Das kam mir nicht ungewöhnlich vor. Ich fand, es war jetzt der richtige Zeitpunkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Livespielen in der Musiklandschaft mittlerweile eine ganz andere Rolle eingenommen hat. Musik wird mehr denn je über Konzerte wahrgenommen, gar nicht mehr so viel über die Verkäufe», meint Denalane und mag damit vielleicht recht haben. Nicht zuletzt wegen der CD-Brennerei.

Weiterlesen

Jimmy Eat World: Futures

Endlich. Was hatte die Emo- und Indie-Gemeinde auf den Nachfolger zu dem phänomenalen Album „Bleed American“ warten müssen. Seufz. Nun ist es da: „Futures“. Einen kurzen Einwurf an dieser Stelle: Dass das Jimmy Eat World-Lager nach wie vor gespaltener Meinung ist und die einen alles lieben was die Band bis zu „Bleed American“ veröffentlichte und die anderen alles seit ihrem globalen Durchbruch, diese Diskussion möchten wir an dieser Stelle getrost außen vor lassen. Wir reden heute nicht über die Fans, sondern über die Band.

Weiterlesen

The Soundtrack Of Our Lives: Origin Volume I

Rechtzeitig zu der „Rolling Stone Roadshow“, die Mitte Oktober durch Deutschland rollen wird, haben The Soundtrack Of Our Lives (TSOOL) ein neues Studioalbum fertiggestellt. Der skandinavische Sechser, der aus der Asche von Union Carbide Productions emporstieg, hat auf einem kleinen Indie angefangen und sich klammheimlich in die Herzen europäischer Rock-Liebhaber gespielt.

Weiterlesen

Helmet: Size Matters

Beachtlich, was die wieder zum Leben erweckten Helmet auf ihrem Comeback-Album zustande gebracht haben. Seit Jahren ranken sich Gerüchte um Page Hamilton, er wolle die Band reanimieren und allen zeigen, wie unersetzbar Helmet im Grunde sind.Ohne sie hätte es einen Großteil der heute erfolgreichen Nu Metal-Bands wohl nie gegeben. Leider wuchs mit jedem neuen Gerücht der Zweifel an der Wahrheit dieser Meldungen. Doch siehe da: Hamilton hat es wirklich ernst gemeint und nach sieben Jahren Abstinenz ein Album aufgenommen, das vielleicht nicht nach dem ersten Hören jeden alten Helmet-Fan überzeugen wird – aber nach drei, vier Testläufen für entspanntes Grinsen und zustimmendes Nicken sorgen wird.

Von seiner einstigen Stammbesetzung, die 1997 „Aftertaste“ eingespielt hatte, ist Hamilton niemand geblieben. Nur mit seinem früheren Live-Gitarristen Chris Traynor arbeitet er noch zusammen. Neu sind – bitte festhalten! – Frank Bello von Anthrax und John Tempesta (ehemalig Testament und White Zombie). Helmet mausern sich zu einer All Star-Band. So viele Band- und Live-Erfahrungen hinterlassen unwillkürlich ihre Spuren. Wie bereits gesagt: Hat man die anfängliche Skepsis über Bord geworfen, entpuppt sich „Size Matters“ als typisches Helmet-Werk. Mit harten, abgehackten Gitarren-Riffs, vielen Melodien und Hamiltons typischem Gesangsstil. Gerade an seiner Stimme hat er gearbeitet. Statt sie wie früher als Rhythmus-Instrument einzusetzen, ist sie nunmehr Melodiengeber – etwa in dem wuchtigen Song „Unwound“. Richtig was auf die Mütze gibt es in dem Kracher „Crashing Foreign Cars“. Ein Ohrwurm ist „See You Dead“, das mit monotonem Stakkato-Riffing beginnt und erst mit Einsetzen des Refrains seine ganze Schönheit entfaltet.

Kurzum: Helmet sind zurück und das mit einem Album, das ihnen in dieser Form niemand zugetraut hat. Gratulation.

Helmet: Size Matters
Interscope/Universal
VÖ: 4.10.2004