Mogwai: Zidane: A 21st Century Portrait

Die Sympathien der Schotten zu den Franzosen, das geht wohl auf die Historie zurück und damit auf ihre gleichsam gehegte Antipathie gegen die Engländer. Unter diesem Gesichtspunkt verwundert es etwas weniger, dass ausgerechnet die schottischen Leise-leise-laut-Treter Mogwai für das filmische Porträt des just mit einen Knall abgetretenen französischen Fußball-Idols die musikalische Untermalung besorgt haben.

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Albert Hammond Jr.: Yours To Keep

Das erste Soloalbum aus dem Strokes-Camp kommt von Gitarrist Albert Hammond Jr. Laut seiner Aussage schreiben derzeit auch seine Kollege an Songs. Konkrete Solopläne verfolgen sie aber noch nicht. Dafür soll im Frühjahr die Arbeit am nächsten Strokes-Album beginnen. Bis dahin wird die Band eine wohlverdiente Auszeit nehmen und Hammond Jr. sich ganz seinen Soloaktivitäten widmen.

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Isobel Campbell: Milkwhite Sheets

Die frühere Belle & Sebastian-Cellistin und -Sängerin Isobel Campbell legt nach einem eher gemächlichen Start ihrer Solokarriere nunmehr ein beachtliches Tempo vor. Zuletzt erschien ‚Ballad Of The Broken Seas‘, ihr Gemeinschaftswerk mit dem ehemaligen Screaming Trees-Sänger und Queens Of The Stone Age/Twilight Singers-Kollaborateur Mark Lanegan. Jetzt, ein Dreivierteljahr später, erscheint das nächste Album der adretten Schottin.

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Hatebreed: Supremacy

Der Bandname, zu deutsch: Hassbrut, ist weiterhin Programm. Hasserfüllte, wütende Songs sind auch auf „Supremacy“, dem fünften Album der New Yorker Hardcore-Band, bestimmend.
Nur gelegentlich wird das Tempo gedrosselt. Und dennoch verlieren die Songs nichts an ihrer Brutalität. Dass Dauer-Brüller James Jasta noch nicht seine Stimme verloren hat, ist mehr als erstaunlich.

(7 Fritten)

Hatebreed: Supremacy
Roadrunner/Universal
VÖ: 25.8.2006

Box Codax: Only An Orchard Away

Man sollte meinen, Nick McCarthy sei mit seiner Band Franz Ferdinand vollkommen ausgelastet. Doch der Gitarrist fand die Zeit, um mit seinem Freund Alexander Ragnew seine Liebe für 80er Jahre-Electro in Songs umzuwandeln. Leider.
Dies hier ist naiver Electro/Indie-Irrsinn ohne viel Tiefgang, den man getrost überhören kann.

(3 Fritten)

Box Codax: Only An Orchard Away
Gomma/Groove Attack
VÖ: 29.9.2006

The Pipettes: We Are The Pipettes

„We are The Pippetes, the prettiest girls you’ve ever met“, heißt es gleich zu Beginn. The Pipettes haben nicht nur Charme, sondern auch Humor.
Seit einigen Wochen werden sie schon als das nächste Hype-Thema gehandelt. Nicht ganz unbegründet. Die drei Ladies aus Brighton bezaubern mit ihrem amüsanten (nicht lächerlichen!) 60er Jahre-Surf/Trash-Sound. Live werden sie übrigens von Electric Soft Parade- und Brakes-Musikern unterstützt.

(8 Fritten)

The Pipettes: We Are The Pipettes
Memphis Industries/Rough Trade

Sierra Leone’s Refugee All Stars: Living Like A Refugee

Man könnte an dieser Stelle all die Musiker mit vollem Namen aufzählen, die an diesem Album beteiligt waren, und der Platz für diese Rezension wäre gesprengt. Aber Scherz beiseite. Da wo All Stars drauf steht, da ist auch All Stars drin. Und das mit Sierra Leone ist auch kein Scherz. Die Bandmitglieder lebten nämlich früher in der Hauptstadt Sierra Leones, in Freetown, ehe sie in einem Flüchtlingscamp in dem westafrikanischen Staat Guinea landeten und aus Verzweiflung die Sierra Leone’s Refugee All Stars gründeten.

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Napalm Death: Smear Campaign

Napalm Death sind nunmehr bei dem Dortmunder Metal-Label Century Media untergekommen. Nicht schlecht. Rechtzeitig zum 25-jährigen Bandjubiläum haben Mark „Barney“ Greenway, Mitch Harris, Shane Embury und Danny Herrera ein neues Album eingehämmert: ‚Smear Campaign‘. Das beginnt mit dem extrem düsteren und lebensverneinden Intro „Weltschmerz“ (kein Scherz!), ehe die Band in gewohnt gnadenloser wie grandioser Art und Weise alles mit dem Song „Sink Fast, Let Go“ niedermetzelt.

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Curse: Einblick Zurück!

Mindens MC Nummer eins, der unnachahmliche Curse, ist zurück. Bei ‚Einblick zurück!‘ handelt es sich um ein Mixalbum und trägt deshalb den Untertitel: ‚Mixtape Classic Cuts 1996-20006‘.
Das Mixtape ist eine Zusammenfassung von Highlights meiner Karriere, eine Compilation für meine Fans, besonders natürlich auch für die Neueren, die dann hören können, was der Typ schon seit zehn Jahren macht„, so Curse. Exklusiv und damit neu sind die beiden Tracks „Tag Eins“ (ein toller Partybouncer) und „Ich Fang Grad Erst An“.

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