Die Sympathien der Schotten zu den Franzosen, das geht wohl auf die Historie zurück und damit auf ihre gleichsam gehegte Antipathie gegen die Engländer. Unter diesem Gesichtspunkt verwundert es etwas weniger, dass ausgerechnet die schottischen Leise-leise-laut-Treter Mogwai für das filmische Porträt des just mit einen Knall abgetretenen französischen Fußball-Idols die musikalische Untermalung besorgt haben.
WeiterlesenAutor: Kai Florian Becker
The Rapture: Pieces Of The People We Love
Der Vorgänger „Echoes“ ist ein Meilenstein. Kein Zweifel. Der Nachfolger kann da leider nicht mithalten.
Der Lack beim New Yorker Dancepunk-Quartett blättert leider schon an manchen Stellen ab.
Sadat X: Black October
Als Mitglied von Brand Nubian kennt man Sadat X seit einigen Jahren. Natürlich auch als Solomusiker, schließlich ist sein neues, düsteres Album ‚Black October‘ bereits sein vierter Soloausritt.
WeiterlesenAlbert Hammond Jr.: Yours To Keep
Das erste Soloalbum aus dem Strokes-Camp kommt von Gitarrist Albert Hammond Jr. Laut seiner Aussage schreiben derzeit auch seine Kollege an Songs. Konkrete Solopläne verfolgen sie aber noch nicht. Dafür soll im Frühjahr die Arbeit am nächsten Strokes-Album beginnen. Bis dahin wird die Band eine wohlverdiente Auszeit nehmen und Hammond Jr. sich ganz seinen Soloaktivitäten widmen.
WeiterlesenIsobel Campbell: Milkwhite Sheets
Die frühere Belle & Sebastian-Cellistin und -Sängerin Isobel Campbell legt nach einem eher gemächlichen Start ihrer Solokarriere nunmehr ein beachtliches Tempo vor. Zuletzt erschien ‚Ballad Of The Broken Seas‘, ihr Gemeinschaftswerk mit dem ehemaligen Screaming Trees-Sänger und Queens Of The Stone Age/Twilight Singers-Kollaborateur Mark Lanegan. Jetzt, ein Dreivierteljahr später, erscheint das nächste Album der adretten Schottin.
WeiterlesenHope Of The States: Left

Zu den bekanntesten Britpop-Bands zählten Hope Of The States nie. Dabei haben sie einige ganz überragende Songs geschrieben: etwa „Sing It Out“ vom aktuellen Album „Left“. Ein treibender, hypnotischer Britpop-Song.
WeiterlesenMaximilian Hecker: I’ll Be A Virgin…
Der Berliner Sänger und Multiinstrumentalist Maximilian Hecker bleibt seiner bisherigen Linie treu. Auch Album Nummer vier wird von wunderschöner Melancholie beherrscht.
WeiterlesenHatebreed: Supremacy
Der Bandname, zu deutsch: Hassbrut, ist weiterhin Programm. Hasserfüllte, wütende Songs sind auch auf „Supremacy“, dem fünften Album der New Yorker Hardcore-Band, bestimmend.
Nur gelegentlich wird das Tempo gedrosselt. Und dennoch verlieren die Songs nichts an ihrer Brutalität. Dass Dauer-Brüller James Jasta noch nicht seine Stimme verloren hat, ist mehr als erstaunlich.
(7 Fritten)
Hatebreed: Supremacy
Roadrunner/Universal
VÖ: 25.8.2006
Box Codax: Only An Orchard Away
Man sollte meinen, Nick McCarthy sei mit seiner Band Franz Ferdinand vollkommen ausgelastet. Doch der Gitarrist fand die Zeit, um mit seinem Freund Alexander Ragnew seine Liebe für 80er Jahre-Electro in Songs umzuwandeln. Leider.
Dies hier ist naiver Electro/Indie-Irrsinn ohne viel Tiefgang, den man getrost überhören kann.
(3 Fritten)
Box Codax: Only An Orchard Away
Gomma/Groove Attack
VÖ: 29.9.2006
The Pipettes: We Are The Pipettes
„We are The Pippetes, the prettiest girls you’ve ever met“, heißt es gleich zu Beginn. The Pipettes haben nicht nur Charme, sondern auch Humor.
Seit einigen Wochen werden sie schon als das nächste Hype-Thema gehandelt. Nicht ganz unbegründet. Die drei Ladies aus Brighton bezaubern mit ihrem amüsanten (nicht lächerlichen!) 60er Jahre-Surf/Trash-Sound. Live werden sie übrigens von Electric Soft Parade- und Brakes-Musikern unterstützt.
(8 Fritten)
The Pipettes: We Are The Pipettes
Memphis Industries/Rough Trade
D-Flame: F.F.M.
‚F.F.M.‘ ist die Abkürzung für „Flame FM“, die „heißeste Radiostation der Nation“. So zumindest wird es uns im Intro zu D-Flames neuem Album versprochen. Der „Frankfurter Feuermann“ ist also zurück und begrüßt uns mit seiner gewohnt tiefen wie bedrohlich klingenden Stimme.
WeiterlesenSolillaquists Of Sound: As If We Existed
Wer vom HipHop-Einheitsbrei genug hat und lieber Bands wie The Roots, die frühen Black Eyed Peas oder Künstler wie Sage Francis oder Mos Def (zumindest noch den von vor ein paar Jahren) bevorzugt, der sollte sich die Solillaquists Of Sound ganz oben auf den Wunschzettel für den nächsten Plattenladenbesuch schreiben.
WeiterlesenSierra Leone’s Refugee All Stars: Living Like A Refugee
Man könnte an dieser Stelle all die Musiker mit vollem Namen aufzählen, die an diesem Album beteiligt waren, und der Platz für diese Rezension wäre gesprengt. Aber Scherz beiseite. Da wo All Stars drauf steht, da ist auch All Stars drin. Und das mit Sierra Leone ist auch kein Scherz. Die Bandmitglieder lebten nämlich früher in der Hauptstadt Sierra Leones, in Freetown, ehe sie in einem Flüchtlingscamp in dem westafrikanischen Staat Guinea landeten und aus Verzweiflung die Sierra Leone’s Refugee All Stars gründeten.
WeiterlesenNapalm Death: Smear Campaign
Napalm Death sind nunmehr bei dem Dortmunder Metal-Label Century Media untergekommen. Nicht schlecht. Rechtzeitig zum 25-jährigen Bandjubiläum haben Mark „Barney“ Greenway, Mitch Harris, Shane Embury und Danny Herrera ein neues Album eingehämmert: ‚Smear Campaign‘. Das beginnt mit dem extrem düsteren und lebensverneinden Intro „Weltschmerz“ (kein Scherz!), ehe die Band in gewohnt gnadenloser wie grandioser Art und Weise alles mit dem Song „Sink Fast, Let Go“ niedermetzelt.
WeiterlesenKelis: Kelis Was Here
Selbstbewusst war Kelis ja schon immer. Man erinnert sich nur zu gerne an ihren ersten Hit „Caught Out There“ aus dem Jahr 2000. Der lief nicht nur im im Radio rauf und runter. Seitdem lief estimal für die junge Dame aus Harlem. Aber spulen wir lieber ins Jahr 2006 vor und konzentrieren uns auf ‚Kelis Was Here‘.
WeiterlesenJan Delay: Mercedes-Dance
„Ein neuer Jan, ein neuer Anfang. Reggae ist tot, jetzt ist Funk dran“, so beginnt ‚Mercedes-Dance‘, das zweite und längst, längst überfällige Soloalbum von Jan Delay, dem allseits bekannten absoluten Beginner mit der Näselstimme. Er gibt also selbst zu, das Fähnchen in den Wind gehangen zu haben? Ist natürlich Quatsch, denn das hat der gute Mann nicht nötig.
WeiterlesenThe Bronx: The Bronx II
2003 sorgten The Bronx bereits mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum für Aufsehen im Punk- und Rock’n’Roll-Land. Dass ihr zweites Album ebenfalls den Titel ‚The Bronx‘ trägt, darüber sollte man sich nicht wundern. Auch nicht über die tolle Musik, die Queens Of The Stone Age, Clutch und den New Bomb Turks huldigt.
WeiterlesenCurse: Einblick Zurück!
Mindens MC Nummer eins, der unnachahmliche Curse, ist zurück. Bei ‚Einblick zurück!‘ handelt es sich um ein Mixalbum und trägt deshalb den Untertitel: ‚Mixtape Classic Cuts 1996-20006‘.
„Das Mixtape ist eine Zusammenfassung von Highlights meiner Karriere, eine Compilation für meine Fans, besonders natürlich auch für die Neueren, die dann hören können, was der Typ schon seit zehn Jahren macht„, so Curse. Exklusiv und damit neu sind die beiden Tracks „Tag Eins“ (ein toller Partybouncer) und „Ich Fang Grad Erst An“.
The Automatic: Not Accepted Anywhere
Geht doch: Wer bis dato geglaubt hatte, erfrischenden Dancepunk bekäme drei Generationen nach Radio 4, Bloc Party und The Rapture kein Nachfahre mehr gebacken, der liegt vollkommen falsch. Zumindest The Automatic haben das Kunststück vollbracht, auf ‚Not Anywhere Accepted‘ Songs zu packen, bei denen man gleich ganz hibbelig wird.
WeiterlesenMakrosoft: Stereo Also Playable Mono
Was für eine großartige Idee: Man nehme Evergreens aus der Pop- und Rockwelt und stülpe ihnen ein Swing-Korsett über. Okay, kein bahnbrechender Einfall. Doch wer Makrosoft einmal gehört hat, der wird unsere Begeisterung sicherlich teilen können.
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