Peter Ustinov

Der Schauspieler, Autor, Karikaturist und Entertainer stirbt 82jährig.
Ustinov wurde in London als Sohn einer französischen Bühnenbildnerin und eines (aus Rußland stammenden) deutschen Korrespondenten geboren. Der zweifache Oscargewinner ist den meisten wohl als Nero in „Quo Vadis“ oder als Hercule Poirot in „Tod auf dem Nil“ in Erinnerung.

Days In Grief – Portrait Of Beauty

Eigentlich ist es sehr dreist von Days In Grief, sich so dermaßen offensichtlich der Vorarbeit anderer Bands zu bedienen. Wenn die Days In Grief-Jungs nicht Refused („The Shape Of Punk To Come“) und At The Drive-In („Relationship Of Command“) zu ihren liebsten Bands beziehungsweise Platten zählen, ich will für immer und ewig verdammt sein. Sie machen ihre Sache ja ganz gut. Das muss man ihnen lassen. Neu ist aber anders.

[5 Fritten]

Days In Grief
Portrait Of Beauty
Eat The Beat/Pirate/Sony Music

Boomhauer – Wild Human Condition

War ja klar, dass es nach dem Erfolg der „The“-Bands nicht lange dauern würde, bis auch bei Tug Rec. die ersten Garagenbands unter Vertrag genommen sein würden. Boomhauer – wie es könnte es bei Tug Rec. anders sein – sind in Skandinavien groß geworden. Von klein auf wurden sie sicherlich regelmäßig mit den umwerfenden Songs der Jon Spencer Blues Explosion gefüttert. Denn an die erinnern Boomhauer in jedem Moment. Dass das kein Fehler sein muss, zeigt „Wild Human Condition“.
[7 Fritten]

Boomhauer - Wild Human Condition
Tug Records/Indigo

Lambchop: AWCMON/NOYOUCMON

Zwei Jahre nach „Is A Woman“ überrascht Nashvilles bekanntester Fliesenleger Kurt Wagner mit einem Doppelalbum und insgesamt 24 Songs. Die Alben können für sich alleine bestehen, zeigen aber doch beide einen deutlichen Hang zur ganz großen Leinwand.Gefühle werden auf Cinemascope-Dimension breitgewalzt und mehr als ein Mal hat man den Eindruck, Lambchop haben Musik für einen Film komponiert. Irgendwo zwischen 50er Jahre Screwball-Comedy und Musical sind besonders die Instrumentals extrem beschwingt.

Im Gesamtklang ist „AWYOUCMON“ ein sanfter, während bei „NOYOUCMON“ auch mal eine bratzige E-Gitarre ihr Recht bekommt. Wenn man mit einer Lupe sucht, lassen sich auf „NOYOUCMON“ eher Schwächen ausmachen, während „AWCMON“ über alle Zweifel erhaben ist.

So oder so, Lambchop wischen mit leichter Geste alle Konkurrenten vom Tisch und bleiben in der eigenwilligen Schnittmenge aus Soul, Folk, Jazz und Country die Platzhirsche.


Lambchop
AWCMON/NOYOUCMON Do-CD
Labels/EMI
VÖ: 9.2.2004

Janet Frame

Die neusseländische Schriftstellerin stirbt 79jährig im neuseeländischen Dunedin an Krebs.
Frame gilt als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen Neuseelands im 20. Jahrhundert. Bekannt wurde ihre Autobiografie „Ein Engel an meiner Tafel“ bei uns nicht zuletzt auch wegen der Verfilmung durch Jane Campion 1990.

James Lawrence

Der englische Gitarrist nimmt sich 26jährig das Leben.
2000 war James „Jimmi“ Lawrence Gründungsmitglied von Hope Of The States. Die Band war dabei, in Peter Gabriels Real World Studios ihr Debütalbum aufzunehmen. In den frühen Morgenstunden fanden seine Mitmusiker Lawrence in einem der Studios erhängt auf.

Randy VanWarmer

Der US-amerikanische Sänger und Songschreiber stirbt 48jährig in Seattle an Leukämie.
Seinen größten Erfolg hatte VanWarmer (der eigentlich Randall Van Wormer hieß) 1979 mit „Just When I Needed You Most“, das sowohl in den USA als auch in Großbritannien in die TopTen kam. Er schrieb auch Songs für die Oak Ridge Boys (am bekanntesten davon: „I Guess It Never Hurts to Hurt Sometimes“).