Ein Gespräch mit Friska Viljor

Die schwedische Band Friska Viljor wurde vor fünf Jahren von Daniel Johansson und Joakim Sveningsson gegründet. Sie nutzten das gemeinsame Musizieren, um sich von ihren gescheiterten Beziehungen zu therapieren. Heute sind die beiden Gitarristen glücklich – nicht nur wegen des wachsenden Bekanntheitsgrades ihrer Band. Unser Hinternet-Mitarbeiter Kai Florian Becker erreichte Joakim Sveningsson in der Schweiz, auf einer der zahlreichen Stationen ihrer aktuellen Europatournee.

 

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Auf dem Redaktionsschreibtisch #001

Im Folgenden wollen wir einige Alben vorstellen, die noch vom Januar übrig geblieben sind, aber nicht unbesprochen im Archiv verschwinden sollen:

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Den Anfang machen Musée Mécanique aus Oregon. Auf ihrem Debüt „Hold This Ghost“ (Souterrain Transmissions/Rough Trade) schleichen sie äußerst behutsam durch Folk- und Country-Gefilde. Was ihre Songs auszeichnet, ist die zarte Stimme von Micah Rabwin und der Gebrauch von Trompeten, Akkordeon und Mellotron. Calexico sind manchmal gar nicht so weit entfernt.

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Spoon: Transference

Austins Indierock-Band Spoon hat schon einige Jahre auf dem Buckel, wurde sie doch kurz vor Mitte der Neunziger gegründet. Jetzt ist ihr siebtes Studioalbum „Transference“ erschienen. In den USA stand dieses schon auf Rang vier der Billboard-Charts: Der Song „The Mystery Zone“ wurde dort sogar von der Kaffeehauskette „Starbucks“ beworben und Ende Januar zum „Starbucks iTunes Pick Of The Week“ auserkoren. Man gönnt diesen Rummel Spoon und auch deren neuer Platte. Ihr Rock ist oberflächlich betrachtet unspektakulär, bei genauerem Hinhören aber vor allem experimentell, anders, lässig und zeitlos.

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Part Chimp: Thriller

Rock Action Records ist ein kleines, von Mogwai initiiertes Musiklabel. Die neueste Veröffentlichung der Schotten trägt den Titel „Thriller“ und stammt aus der Feder von Part Chimp. Um es vorwegzunehmen: Dies ist keine Huldigung vor dem gleichnamigen Meisterwerk von Michael Jackson.
Auf ihrem mittlerweile dritten Album geben sich Part Chimp wie gewohnt dem lauten, ungestümen und krachenden Rock hin.

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Them Crooked Vultures

Man kann nur immer wieder den Kopf schütteln. Woher nimmt der gute Josh Homme, der seit Januar 2006 auch Vater ist, nur die Energie und die Zeit her, auf so vielen Hochzeiten zu tanzen?

Da hätten wir Queens Of The Stone Age, die Eagles Of Death Metal (zumindest was die Studioalben angeht), unzählige Gastauftritte (just etwa bei Biffy Clyro) und jetzt also noch das Rock-Allstar-Trio Them Crooked Vultures.

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First Aid Kit: The Big Black And The Blue

Wenn eins derzeit gut ankommt, dann sind es mehrstimmige Gesänge. Man stelle sich vor, die Fleet Foxes wären allesamt Frauen. So klingt der Auftakt auf „The Big Black And The Blue“. Diese Feststellung allein ist schon großartig. Es wird aber noch besser: First Aid Kit, das sind die Schwedinnen Klara und Johanna Söderberg. Die eine ist 16, die andere doch schon 19 Jahre alt. Keine Ahnung, mit welcher Musik oder unter welchen Umständen sie aufgewachsen sind. Aber ihre Stimmen gehen durch Mark und Bein. Diese Leidenschaft im Gesang ist schier beeindruckend.

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Benjy Ferree: Come Back To The Five And Dime, Bobby Dee Bobby Dee

Der im Albumtitel erwähnte Bobby Dee hieß in Wirklichkeit Robert Cletus Driscoll bzw. Bobby Driscoll. Er spielte als Kind in einigen Walt Disney-Filmen mit und lieh u.a. der Zeichentrickfigur Peter Pan seine Stimme. Das war 1953, als Driscoll 16 Jahre alt war. Einige Jahre später wurde er bei Disney gefeuert, woraufhin er sich mit Drogen zu betäuben versuchte. 1968 starb er im Alter von 31 Jahren.

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Karen O And The Kids: Where The Wild Things Are

1963 ersann Maurice Sendak die nur aus wenigen Sätzen bestehende, wunderschöne Kindergeschichte „Where The Wild Things Are“ (zu deutsch: „Wo Die Wilden Kerle Wohnen“). In deren Mittelpunkt steht ein rebellischer Neunjähriger, der von seiner Mutter für sein aufrührerisches Verhalten bestraft wird und zum Trotz im Traum in eine andere Welt flüchtet. Nun hat Spike Jonze die Geschichte verfilmt, die kurz vor Weihnachten in die deutschen Kinos kam.

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Presseschau 19. Januar 2010

R.I.P.: Kate McGarriggle (1946-2010). Die kanadische Musikerin, ex-Ehefrau von Loudon Wainwright III und Mutter von Martha und Rufus Wainwright, stirbt 63jährig an Krebs. Nachruf The Gazette

Gimme Somethin’ True: An Interview with Basement Jaxx (PopMatters)

The Quietus interviewt Delphic: A Call To Arms

Pop als Geschäft. Auch die Frankfurter Rundschau berichtet über die zweitägige „Life is Live“-Veranstaltung: Ausgehen für den Staat

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Presseschau 18. Januar 2010

Die taz spricht mit Tocotronic über ihre neue Platte: ↑„Wir sind früh vergreist“

Der Tagesspiegel interviewt Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow: ↑„Ich muss mich vom Internet fernhalten – aus Selbstschutz“

Max Dax, Chefredakteur der SPAX SPEX antwortet im Freitag auf einen Artikel von Johnny Häusler: ↑Das popliterarische Zwölfeck.

Der Guardian spricht mit Brian EnoOn gospel, Abba and the death of the record

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Protectors: Auf Leben Und Tod

Im Herbst 2009 lief im ZDF auf dem angestammten sonntäglichen Krimiplatz (nach 22 Uhr) die neue skandinavische Serie „Protectors – Auf Leben Und Tod“ an. In fünf Folgen wurde einem eine dänische Spezialeinheit vorgestellt, in deren Mittelpunkt die drei Geheimdienst-Frischlinge Jasmina El Murad (Cecilie Stenspil), Rasmus Poulsen (Søren Vejby) und Jonas Michaelsen (André Babikian) stehen. Sie haben die Aufgabe, Personen zu schützen und Verbrechen aufzuklären. Damit hebt sich diese Serie von anderen ab: Wo sonst nur ermittelt wird, sind hier der Personenschutz und damit verbunden diverse präventive Maßnahmen wie Verwanzen einer Wohnung oder Beschattung eines Verdächtigen unumgängliches Mittel zum Zweck.

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Presseschau 15. Januar 2010

presseschau6aR.I.P.: Bobby Charles (1938-2010): Abschied eines Eigenbrötlers

Deutschlands einziger Crooner. Der Tagesspiegel über Max Raabe: Mein Herz, dein Nerz

Noch ein kleiner Nachklapp zur SPEX-Diskussion: Johnny Häusler schreibt im Freitag über Das Ende der Plattenkritik, wie wir sie kennen.

Der Spiegel interviewt Simon Frith zum Boom-Geschäft Popkonzerte: „Viele Bands spielen immer noch fast für umsonst“

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Presseschau 11. Januar 2010

Grober Stadionrock. Der Tagesspiegel über Depeche Mode in Berlin: ↑Ohohoho!

Die New York Times über Spoon (neues Album in knapp zwei Woche!): ↑Still Independent, Still Cool

Die taz über Vampire Weekend und deren neues Album „Contra“: ↑Raus aus der Uni, rein in die Tropen. Das Süddeutsche-Musikblog: ↑Erhöhung der Schichtzulage. Und das Musikblog des Wall Street Journals ↑interviewt die Vier.

Druckvolle Sensitivität. Edo Reents in der FAZ über Big Star und die Rhino-Box „Keep An Eye On The Sky“: ↑Das Erbe der glücklichen Verlierer

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