Massimo Carlotto / Francesco Abate: Ich vertraue dir

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‘Der Mensch ist, was er isst,’ stellte Feuerbach klar, wobei das täglich Brot nicht nur dem Leib, sondern durchaus auch der Sinnlichkeit bekömmlich ist. (Heil-)Wirksamkeit von Nahrung und Genuss pur lassen sich in vielerlei Gerichten köstlich kombinieren. Doch Vorsicht bei den Zutaten! Gift im Wein, Hormone im Wasser, Pestizide im Obst, Antibiotika im Fleisch und und und – die Mahlzeit kann lebensgefährlich werden. Der Gourmet gibt sich bestürzt, der gewöhnliche Esser ist ratlos. Was tun? Nun, schon Miguel de Cervantes (16. Jahrhundert) formulierte klarsichtig über die unabwendbare Notwendigkeit zu essen, und die heutige Lebensmittel-Mafia kann sich immer noch auf die alte Weisheit verlassen: ‘Alles Elend wird vergessen, gibt es etwas zu essen.’

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Presseschau 31. August 2009

Gitarrengott Jack White. Die Welt über den Dokumentarfilm „It Might Get Loud“: ↑Zum Teufel mit der Technik

Was einen trotzdem wach hält, ist die Rolle, der Jack White sich rigoros verweigert. Er spielt nicht den Enkel, der mit offenem Mund den Veteranen lauscht, wenn sie vom Krieg erzählen. Als er zum Gitarrengipfel anreist, stellt er eine Prügelei in Aussicht. Alles lacht, nur er nicht.

Daily Mail über Florence Welch von Florence And The Machine: ↑An insider’s guide to the offbeat darling of British music

Ear Farm-↑Interview mit den Wild Beasts.

Public Enemy Hank Shocklee im taz-Interview: ↑Perfektion finde ich öde

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Nachtragend

SPIEGEL: Wie finden Sie die aktuelle „Bild“-Werbekampagne mit Prominenten?

Roche: Widerlich. Es gibt eine Liste in meinem Kopf, und da werden Personen gestrichen: Supernanny – fand ich nett, ist jetzt gestorben. Werbung für „Bild“, völlig untendurch, egal, was die noch sagt. Es sind ja auch Leute darunter, die selbst viel gegen „Bild“ klagen. Das ist doch eine fiese Doppelmoral. Ich bin da viel nachtragender.

Charlotte Roche in Spiegel 36/2009: „Man muss lügen können.“

Wir tragen mit: Barbara Schöneberger, Regina Halmich, Wolfgang Joop, Richard von Weizsäcker, Johannes Heesters, Johannes B. Kerner, Sido, Lady Bitch Ray, Carmen Nebel, Veronica Ferres, Thomas Gottschalk, Gregor Gysi, Hans-Dietrich Genscher, Udo Lindenberg, Jonathan Meese, Til Schweiger, Pilipp Lahm, Fabian Hambüchen, Stefan Kretzschmar, Matthias Steiner, Katarina Witt, Frank Elstner, Katia Saalfrank, Sarah Connor, Marius Müller Westernhagen, Mario Barth, Arthur Abraham, Atze Schröder, Franz Beckenbauer, David Garrett, Maria Riesch, Tim Wiese, Mesut Özil, Eva Padberg, Reiner Calmund, Armin Rohde, Paul Panzer, Peter Maffay, Felix Magath, Franziska van Almsick, Rudi Völler, Paul Breitner, Uli Hoeneß, Toni Schumacher, Uwe Seeler, Andi Brehme, Hansi Müller, Sepp Maier, Otto Waalkes, Christine Neubauer, Felix Sturm, Claude-Oliver Rudolph,…

(letztes Update: 2/8/2012)

Wahlkrimi

Ein klassischer Who-will-do-it der Sonderklasse: Jamaika? Volksfront? Oder am Ende wieder die lasche Nummer Große Koalition? Es ist spannend im Saarland, und ich bin mittendrin! Die Protagonisten bringen sich in Stellung, jeder hat gewonnen – und alle anderen haben dann logischerweise verloren.

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gemein 014

The Quietus kommentiert die Meldung vom Oasis-Split:

The band, responsible for one good album, one alright album and a lot of cunting misery on top of that have split up five times before due to constant squabbling between the band’s chief song writer Noel and genetically ‚curious‘ singer, Liam.

und:

Rumours at the time of publication that the brothers had fallen out after a heated debate about Jacques Derrida and the death of the author with Noel subscribing to a hard line Plato/logocentric position with Liam unable to convince him of the need to consider „fookin‘ Roland Barthes“ remain unconfirmed

Oasis Split. Nation Rejoices

Presseschau 28. August 2009

„It’s with some sadness and great relief to tell you that I quit Oasis tonight. People will write and say what they like, but I simply could not go on working with Liam a day longer.“

schreibt Noel Gallagher auf ↑oasisnet.com

Modern pop full of invention. Das Wall Street Journal über Imogen Heap: ↑A Heap of Surprises

Die taz über eine neues Jamie T.-Album: ↑Abheben aus dem Häusermeer

„The Ecstatic“, das neue Album von Mos Def ist ↑Faz-CDder Woche und auch der New Statesman jubelt.

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Das Cover. Endlich

Lange hats gedauert, aber Markus hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Hier ist es also: das Arme-Leute-Cover. Und ab Montag rotieren die Druckmaschinen. Und bis Dienstag 24 Uhr nehme ich auch noch Vorbestellungen für ein handsigniertes Exemplar ohne Aufpreis (12,90 € inklusive Porto und Verpackung) entgegen. →Hier melden.

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Neu im Archiv: Der doppelte Peace

– weil gestern die Jungs und Mädels von der Couch über meine 2005er Rezension von David Peace, 1974 gestolpert sind, d.h. eigentlich über die „Alternativrezension“, für die ich als Kritiker keine Verantwortung übernommen habe – hier also beide. Die „Normalrezension“ und die durch leichte Umdeutung der Argumente zum Verriss mutierte „Alternativversion“. Ab sofort im →Krimikultur: Archiv.

dpr
*verabschiedet sich ins Weekend

Das Affige oder die Affirmation

Machen wir uns nichts vor. Der gemeine Leser von erzählender Literatur sucht das Affirmative. Wenn ich ans Meer fahre, sollen gefälligst die Wellen rauschen, wenn man mir Tide bis zum Abwinken verspricht, dann aber bitte Ebbe und Flut vom Feinsten. So ist das Leben eben: eine einzige Bestätigung dessen, was ich irgendwann einmal zu meinem Ideal erkoren habe, damals, als ich noch jung und dumm war (gar nicht negativ gemeint; wer jung ist und nicht dumm, der kann nicht jung sein. Aber Dummheit definiert sich hier als der Zustand vor dem Lernen aus Erfahren und Denken und Schlüsse ziehen).

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Presseschau 24. August 2009

faith_tonesListen, die immer wieder Spaß machen: ↑The 25 worst album covers of all time. Viele unbekannte Abscheulichkeiten, aber auch Abba oder Def Leppard. Deutschland ist zweimal vertreten mit Senor Coconut und – tata!: Gerhard Polt. Mein Lieblingscover ist allerdings „Jesus use me“ von den Faith Tones (angeführt von einer jungen Annemie Hülchrath).

PopMattersbespricht das Buch „Black Postcards: A Memoir“ von ex-Galaxie500-, ex-Luna-Frontmann Dean Wareham.

Die Washington Postbespricht gleich drei – relativ neue – Musikbücher:

  • Selling Sounds: The Commercial Revolution in American Music
  • How the Beatles Destroyed Rock’n Roll: An Alternative History of American Popular Music
  • Perfecting Sound Forever: The Story of Recorded Music

Und die taz freut sich, dass Peter Guralnicks „Sweet Soul Music“ endlich aiuf deutsch erschienen ist.

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Griesgrämig? Ich?

– Aber wie sonst ließe sich erklären, dass ich allein am Wochenende drei Lektüren nach wenigen Seiten frustriert abgebrochen habe? Bücher, in denen schon gleich zu Beginn die geballte Ladung Dahinmenscheln über mir ausgeleert wurde, Bücher, die mir atemlos und ohne Vorwarnung erzählten, es gehe jetzt ums Große und Ganze, um die Tragik der Liebe, das Ruinöse der Begierde oder – wenigstens – um schiefgeschnittene Brotscheiben zum Frühstück.

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Lucifer’s Rising

Fast schon gemütlich beginnt der →Vorabdruck von Martin Comparts Kriminalroman „Die Lucifer-Connection“ bei den Kollegen von Evolver. Wir prognostizieren: Das wird nicht so bleiben. Alles weitere in den nächsten Folgen. Und wer mehr über den Autor und seine Ansichten erfahren möchte, sei noch einmal auf das ausführliche →Interview im Archiv der Krimikultur verwiesen.