‘Der Mensch ist, was er isst,’ stellte Feuerbach klar, wobei das täglich Brot nicht nur dem Leib, sondern durchaus auch der Sinnlichkeit bekömmlich ist. (Heil-)Wirksamkeit von Nahrung und Genuss pur lassen sich in vielerlei Gerichten köstlich kombinieren. Doch Vorsicht bei den Zutaten! Gift im Wein, Hormone im Wasser, Pestizide im Obst, Antibiotika im Fleisch und und und – die Mahlzeit kann lebensgefährlich werden. Der Gourmet gibt sich bestürzt, der gewöhnliche Esser ist ratlos. Was tun? Nun, schon Miguel de Cervantes (16. Jahrhundert) formulierte klarsichtig über die unabwendbare Notwendigkeit zu essen, und die heutige Lebensmittel-Mafia kann sich immer noch auf die alte Weisheit verlassen: ‘Alles Elend wird vergessen, gibt es etwas zu essen.’
WeiterlesenPresseschau 31. August 2009
Gitarrengott Jack White. Die Welt über den Dokumentarfilm „It Might Get Loud“: ↑Zum Teufel mit der Technik
Was einen trotzdem wach hält, ist die Rolle, der Jack White sich rigoros verweigert. Er spielt nicht den Enkel, der mit offenem Mund den Veteranen lauscht, wenn sie vom Krieg erzählen. Als er zum Gitarrengipfel anreist, stellt er eine Prügelei in Aussicht. Alles lacht, nur er nicht.
Daily Mail über Florence Welch von Florence And The Machine: ↑An insider’s guide to the offbeat darling of British music
Ear Farm-↑Interview mit den Wild Beasts.
Public Enemy Hank Shocklee im taz-Interview: ↑Perfektion finde ich öde
Nachtragend
SPIEGEL: Wie finden Sie die aktuelle „Bild“-Werbekampagne mit Prominenten?
Roche: Widerlich. Es gibt eine Liste in meinem Kopf, und da werden Personen gestrichen: Supernanny – fand ich nett, ist jetzt gestorben. Werbung für „Bild“, völlig untendurch, egal, was die noch sagt. Es sind ja auch Leute darunter, die selbst viel gegen „Bild“ klagen. Das ist doch eine fiese Doppelmoral. Ich bin da viel nachtragender.
Charlotte Roche in Spiegel 36/2009: „Man muss lügen können.“
Wir tragen mit: Barbara Schöneberger, Regina Halmich, Wolfgang Joop, Richard von Weizsäcker, Johannes Heesters, Johannes B. Kerner, Sido, Lady Bitch Ray, Carmen Nebel, Veronica Ferres, Thomas Gottschalk, Gregor Gysi, Hans-Dietrich Genscher, Udo Lindenberg, Jonathan Meese, Til Schweiger, Pilipp Lahm, Fabian Hambüchen, Stefan Kretzschmar, Matthias Steiner, Katarina Witt, Frank Elstner, Katia Saalfrank, Sarah Connor, Marius Müller Westernhagen, Mario Barth, Arthur Abraham, Atze Schröder, Franz Beckenbauer, David Garrett, Maria Riesch, Tim Wiese, Mesut Özil, Eva Padberg, Reiner Calmund, Armin Rohde, Paul Panzer, Peter Maffay, Felix Magath, Franziska van Almsick, Rudi Völler, Paul Breitner, Uli Hoeneß, Toni Schumacher, Uwe Seeler, Andi Brehme, Hansi Müller, Sepp Maier, Otto Waalkes, Christine Neubauer, Felix Sturm, Claude-Oliver Rudolph,…
(letztes Update: 2/8/2012)
Krimileseleben -7-
Und noch einmal vier LeserInnen, die uns einen Blick auf ihr Krimileseleben werfen lassen. Weitere Kandidaten sind gerne willkommen. Einfach →melden. →Hier gab es die letzten Interviews.
WeiterlesenWahlkrimi
Ein klassischer Who-will-do-it der Sonderklasse: Jamaika? Volksfront? Oder am Ende wieder die lasche Nummer Große Koalition? Es ist spannend im Saarland, und ich bin mittendrin! Die Protagonisten bringen sich in Stellung, jeder hat gewonnen – und alle anderen haben dann logischerweise verloren.
Weiterlesengemein 014
The Quietus kommentiert die Meldung vom Oasis-Split:
The band, responsible for one good album, one alright album and a lot of cunting misery on top of that have split up five times before due to constant squabbling between the band’s chief song writer Noel and genetically ‚curious‘ singer, Liam.
und:
Rumours at the time of publication that the brothers had fallen out after a heated debate about Jacques Derrida and the death of the author with Noel subscribing to a hard line Plato/logocentric position with Liam unable to convince him of the need to consider „fookin‘ Roland Barthes“ remain unconfirmed
Presseschau 29. August 2009
I don’t like loud music; so I would never be in my own audience.
Der Telegraph interviewt Jethro Tulls Ian Anderson und es geht (fast) nur um Geld (schließlich heißt die Rubrik „Fame & Fortune“) und Anderson antwortet recht offenherzig.
A boy like you: How Edwyn Collins is learning to live again after his devastating brain haemorrhage
Presseschau 28. August 2009
„It’s with some sadness and great relief to tell you that I quit Oasis tonight. People will write and say what they like, but I simply could not go on working with Liam a day longer.“
schreibt Noel Gallagher auf ↑oasisnet.com
Modern pop full of invention. Das Wall Street Journal über Imogen Heap: ↑A Heap of Surprises
Die taz über eine neues Jamie T.-Album: ↑Abheben aus dem Häusermeer
„The Ecstatic“, das neue Album von Mos Def ist ↑Faz-CDder Woche und auch der New Statesman jubelt.
Das Cover. Endlich
Lange hats gedauert, aber Markus hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Hier ist es also: das Arme-Leute-Cover. Und ab Montag rotieren die Druckmaschinen. Und bis Dienstag 24 Uhr nehme ich auch noch Vorbestellungen für ein handsigniertes Exemplar ohne Aufpreis (12,90 € inklusive Porto und Verpackung) entgegen. →Hier melden.
Presseschau 27. August 2009
R.I.P. Ellie Greenwich: ==>Legendary Songwriter, Dies at 68
The Quietus über The XX: ==>Between Les Paul’s Pick Up And The Akai MPC2000
Martin Büsser über das Comeback von Faust: ==>Lautes vom Lande.
WeiterlesenNeu im Archiv: Der doppelte Peace
– weil gestern die Jungs und Mädels von der Couch über meine 2005er Rezension von David Peace, 1974 gestolpert sind, d.h. eigentlich über die „Alternativrezension“, für die ich als Kritiker keine Verantwortung übernommen habe – hier also beide. Die „Normalrezension“ und die durch leichte Umdeutung der Argumente zum Verriss mutierte „Alternativversion“. Ab sofort im →Krimikultur: Archiv.
dpr
*verabschiedet sich ins Weekend
Presseschau 26. August 2009
Rückzug. Bill Bruford im Interview mit der Frankfurter Rundschau: ↑ Ja, der Schlagzeuger kann schreiben!
Die Welt plaudert mit Coldplay: ↑Wir sind ziemlich gehemmte Typen
PopMatters porträtiert Queen: ↑Ye Shall Be Entertained, So Sayeth Queen
Ken Bruen: Jack Taylor fliegt raus
Okay. Nachdem ich stundenlang mit allen Verehrern von Ken Bruen diskutiert hätte, würde ich zum finalen Statement ansetzen: „Meinetwegen. Aber ist trotzdem nicht mein Geschmack. Und nu is auch gut.“
WeiterlesenPresseschau 25. August 2009
Die Frankfurter Rundschau sah Tortoise in Frankfurt: ↑Die Muskelmänner
Die taz über die neuen Arctic Monkeys: ↑Gefährliche Tiere und ein intro.de-Interview
Funk Zander, Spliff Richard, Delay Lama,… Die FAZ über Jan Delay: ↑Ich will ja Entertainer sein
WeiterlesenDas Affige oder die Affirmation
Machen wir uns nichts vor. Der gemeine Leser von erzählender Literatur sucht das Affirmative. Wenn ich ans Meer fahre, sollen gefälligst die Wellen rauschen, wenn man mir Tide bis zum Abwinken verspricht, dann aber bitte Ebbe und Flut vom Feinsten. So ist das Leben eben: eine einzige Bestätigung dessen, was ich irgendwann einmal zu meinem Ideal erkoren habe, damals, als ich noch jung und dumm war (gar nicht negativ gemeint; wer jung ist und nicht dumm, der kann nicht jung sein. Aber Dummheit definiert sich hier als der Zustand vor dem Lernen aus Erfahren und Denken und Schlüsse ziehen).
WeiterlesenPresseschau 24. August 2009
Listen, die immer wieder Spaß machen: ↑The 25 worst album covers of all time. Viele unbekannte Abscheulichkeiten, aber auch Abba oder Def Leppard. Deutschland ist zweimal vertreten mit Senor Coconut und – tata!: Gerhard Polt. Mein Lieblingscover ist allerdings „Jesus use me“ von den Faith Tones (angeführt von einer jungen Annemie Hülchrath).
PopMatters ↑bespricht das Buch „Black Postcards: A Memoir“ von ex-Galaxie500-, ex-Luna-Frontmann Dean Wareham.
Die Washington Post ↑bespricht gleich drei – relativ neue – Musikbücher:
- Selling Sounds: The Commercial Revolution in American Music
- How the Beatles Destroyed Rock’n Roll: An Alternative History of American Popular Music
- Perfecting Sound Forever: The Story of Recorded Music
Und die taz ↑freut sich, dass Peter Guralnicks „Sweet Soul Music“ endlich aiuf deutsch erschienen ist.
Griesgrämig? Ich?
– Aber wie sonst ließe sich erklären, dass ich allein am Wochenende drei Lektüren nach wenigen Seiten frustriert abgebrochen habe? Bücher, in denen schon gleich zu Beginn die geballte Ladung Dahinmenscheln über mir ausgeleert wurde, Bücher, die mir atemlos und ohne Vorwarnung erzählten, es gehe jetzt ums Große und Ganze, um die Tragik der Liebe, das Ruinöse der Begierde oder – wenigstens – um schiefgeschnittene Brotscheiben zum Frühstück.
WeiterlesenKrimileseleben -6-
Und wieder mit vier neuen Krimileseleben in die Woche. Folge 5 gibts →hier, und dann immer schön zurück…
WeiterlesenPresseschau 21. August 2009
Fleißarbeit: Die Pitchfork-Mitarbeiter wählen ↑die Top 500 Tracks unseres Jahrtausends.
↑Wilde Party am Rande der großen Leere – die Junge Welt erinnert an die Band Flipper.
FAZ -CD der Woche: Zoot Woman – ↑Eine Band macht ernst.
Und auch die Zeit bloggt über Zoot Woman: ↑Vom Maler zum Anstreicher
Lucifer’s Rising
Fast schon gemütlich beginnt der →Vorabdruck von Martin Comparts Kriminalroman „Die Lucifer-Connection“ bei den Kollegen von Evolver. Wir prognostizieren: Das wird nicht so bleiben. Alles weitere in den nächsten Folgen. Und wer mehr über den Autor und seine Ansichten erfahren möchte, sei noch einmal auf das ausführliche →Interview im Archiv der Krimikultur verwiesen.