Menschliche Kälte, Wiesbaden

Wer Petra Hammesfahr für eine Krimiautorin hält, wird sich freuen zu erfahren, dass sie jetzt auch einen Nichtkrimi geschrieben hat. → „Am Anfang sind sie noch Kinder“ heißt das neue Werk. Und Susanna Gilbert-Sättele vom „Wiesbadener (!) Kurier“ urteilt: „Keine Spur mehr von Mord und Totschlag, kein Blick hinab in menschliche Abgründe zeichnet das neue Werk der beliebten Krimiautorin aus. Die Geschichte einer vom Leben gebeutelten Frau, die sich um ein Kind von der Straße kümmert, liest sich wie ein Plädoyer für mehr Nächstenliebe in einer Zeit wachsender menschlicher Kälte.“ Und das bei den Temperaturen.

Tapferer Kerner

Tapferer Selbstversuch. Stefan Niggemeier hat sich für die FAZ am Eröffnungstag der WM quer durch’s Programm gezappt: → Die Welt und ihre Freunde zu Gast bei mir

Der Mainzer Trainer ist nicht nur deshalb so ein Glücksgriff für das ZDF, weil er es schafft, Kompetenz und Verständlichkeit zu kombinieren, sondern auch, weil er der ideale Sidekick für Kerner ist. Mit einem einzigen Laut kann er die Luft aus einer Kerner-Frage herauslassen. Wenn der fragt, ob es nicht ein Fehler war, daß die Nationalmannschaft noch nie in der neuen Münchner Arena gespielt hat, macht Klopp ein Geräusch wie „öapf“, was klingt wie: „Ja, Gott, man kann natürlich in alles etwas hineininterpretieren, aber für diesen Kindergartenkram sucht euch bitte jemand anderen.“

Sister Sox – zwischen Himmel und Hölle

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(Die Wahrheit spricht in vielen Zungen, auch bei der kritischen Betrachtung von Kriminalromanen. Dass ein gutes Buch ein gutes Buch und ein schlechtes ein schlechtes sei, dass Literaturkritik fast schon zu den exakten Wissenschaften gehören könnte – wer dies glaubt, sei fortan, in unregelmäßigen Abständen, eines Besseren belehrt. Beginnen wir mit Max Bronskis Krimi „Sister Sox“ (Kunstmann 2006))

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