Einmal im Monat tappt er durch die Wälder der fränkischen Metropole. Was ihm zwischen die Tatzen kommt, wird geschlachtet, Leichenberge türmen sich auf: David Peace: Exitus. Oliver Descosse: zerfetzt. Oliver Bottini: irgendwo zwischen Leben und Tod. Lediglich Ulrich Schmid und „eine vollständige Geschichte der Weltliteratur in 15 Rezepten“ überleben unbeschadet. Die shotguns werden mit → Kaliber38 geladen, die Nürnberger →„Plärrer“ jammern es in die Welt: „Thomas Wörtche ist’s! Der Berliner Problembär! Stoiber, huif!“
Von der Pieke lernen
…kann man jeden Monat etwas über das wahre Verbrechen am Rande der öffentlichen Wahrnehmung. Diesmal widmet sich Pieke Biermann, passend zum statthabenden Event der nervösen Beine, dem Wetten und seinem kriminellen Milieu.
WeiterlesenPatrick Boman: Peabody geht fischen
Es ist schwül in den indischen Kolonien, den hinterindischsten zumal, wo weder Monumentales noch Pittoreskes den Aufenthalt versüßt. Hierhin hat es zu Beginn des 20. Jahrhunderts Josephat Peabody verschlagen, den unbotmäßigen, dicken, schwitzenden und fluchenden Polizeibeamten, und was bleibt ihm anderes übrig, als sich pragmatisch durch die triefende Landschaft zu wälzen, nicht einmal die See weiß zu erfrischen.
WeiterlesenDas Bierbeben: Alles fällt
Die Elektropunk-Allstar-Combo Das Bierbeben hat mit „Alles fällt“ nun ihr lang erwartetes zweites Album veröffentlicht. Die minimalistische Monotonie ist gereift zu einer hypnotischen Dancefloor-Meditation, die im Nebeneinander von Elektronik, Rockinstrumenten und Gesang einen düster angehauchten lyrischen Protest transportiert.
WeiterlesenBlinder Spiegel
Nee, Raphael, die Sache mit der Originalgrafik, die wir dem Krimiporträt Astrid Paprotta beilegen wollten, kannste vergessen. Tut mir leid. Ja, ja, ganz neue Herangehensweise. Revolutionäre Verbindung von Kritik und Kunst. Wolltest du noch „ins Reine“ zeichnen, obwohl mir das Skizzenhafte gefällt. Jo; schmeiß in den Papierkorb. Will keiner. Schau dirs noch mal an. Hier unten. Und tschüs.
Axels TV-Krimi-Tipps

→ Hier findet man üblicherweise Axel Bußmers TV-Krimi – Tipps. Bei den Alligatoren. Und die sind…richtig: ausgeflogen sozusagen. Folglich: Was der Flimmerkasten vom 10.-23. Juni so hergibt, lässt sich ausnahmsweise → hier im pdf-Format einsehen, runterladen, ausdrucken, rahmen. Leider ohne die schönen Bildchen, die sind in Alfreds Giftschrank und der mitsamt seinem Herrn und Meister all-inklusive am Ballermann. Aber lesen kann man wenigstens.
Krokodilettantismus
Sogar Chef Walter, seit zwanzig Jahren Abonnent der „Borkumer Zeitung“, ist vom Wir-sind-die-Nothandtaschen-Virus erfasst und schickt folgende wichtige → Meldung aus seinem Leib- und Magenblatt: „Über ein interessiertes und fachkundiges Publikum freute sich der Literarische Arbeitskreis Borkum in seiner Veranstaltung am letzten Freitagabend in der Kulturinsel.“ Vorgestellt und eifrigst exegetisch aufgemischt wurde Julie Parsons‘ „Psychothriller“ „Zähl die dunklen Stunden nur“.
WeiterlesenFrau Fischer auch noch
Ein Fall für die Ex-Bundesgesundheitsministerin im „Tagesspiegel“: Antonio Dal Masettos →„Noch eine Nacht“. Hat ihr gut gefallen. „Aus dem schlichten Plot macht Dal Masetto eine spannende und verstörende Geschichte. Einen Krimi von literarischer Qualität.“ Oder: The Beatles – klingt fast wie Musik.
Nachtragende Engländer

Im Hinblick auf die dräuende WM kommt uns die 3Sat-„Kulturzeit“ heute mit einem Beitrag zum (angeblichen) Deutschlandbild der Engländer (→ Verzerrtes Bild).
WeiterlesenWenn England zur WM anreist, dann zieht die britische Nation nicht nur auf ein Turnier, sondern in eine Schlacht. So zumindest stellt es die englische Boulevard-Presse dar – und so scheint es – immerhin 60 Jahre nach Kriegsende – noch immer in den Köpfen der Briten tief verankert zu sein.
her, die sich gut verkaufen, sind Bücher über Hitler, im Geschichtskanal laufen hauptsächlich Filme über Adolf Nazi und auch im Unterhaltungsprogramm hauen sie in die gleiche Kerbe mit einem stechschreitenden John Cleese oder einem Film mit armen gefangenen Fußballern und bösen (also deutschen) Lageraufsehern. So sieht’s aus.
Titelkrimititel
Auch die Kollegen vom „Titel-Magazin“ haben diese Woche schon fleißig Krimis besprochen. Frank Kaufmann etwa Marcia Mullers → „Giftige Wasser“, wo, wie der Rezensent berichtet, „aus ein paar Ideen und eher schlappen Charakteren“ ein unterhaltsamer Krimi wird. Das nennt man sparsamen Umgang mit Rohstoffen.
WeiterlesenAmen
Betschwester Dorota macht mich darauf aufmerksam, dass das Abschiedsbildchen zum Katholikentag so nicht durchgeht. Zum einen ist Ordenstracht nicht auf Taille geschnitten, das könne auf keinen Fall so bleiben. Die Regenpfütze könne man auch sparen, was bliebe wären doch eher die Erinnerungen an die sonnigen Momente. Im Übrigen warne sie vorsorglich davor, sich thematisch mit dem nun wieder ins öffentliche Interesse gerückten Problembär, ja Schadbär, zu befassen. Sie erinnere sich noch gut an die unselige Debatte um den Problemsack: Das könne man sich gut, gerade auch aus Rücksicht auf die mitlesenden Kinder, sparen…
Na dann gut. Fiat lux:

(und sie bewegt sich doch!)
Die Erben des Alligators
Während Alfred Miersch Sangriakübel mit einem Strohhalm leer zischt, schlägt sich die Hinternet-Redaktion Tage und Nächte um die Ohren, ihre Leser wie stets umfassend und objektiv zu informieren. So what’s new? Zwei Italiener: Andrea Camilleri und – Donna Leon (okay, der Witz war nicht besonders). Gut kochen, anständige Schuhe machen und gelegentlich akzeptable Krimis schreiben: das ist das Land wo die Zitronen blühen. Dafür können wir besser Fußball spielen.
WeiterlesenWas nicht kommt, was kommt
Eigentlich wollte ich heute ja das letzte Bild zur Paprotta-Tetralogie veröffentlichen und was Neues in den Krimiblock schreiben. Aber das ist ja vorläufig ausgesetzt. Schade. Schauen wir also nach den News des Tages, die dann nach und nach hier erscheinen werden. Und die Rezension für morgen muss ich auch noch endfeilen. Stand Krimiheftchen: 13 insgesamt. Prima.
Billy Preston
Der US-amerikanische Musiker stirbt 59jährig in einem Krankenhaus in Scottsdale (Arizona) an Nierenversagen.
WeiterlesenThe Raconteurs: Broken Boy Soldier
Da liegen die Schatzkammern voll mit Gold und Edelsteinen. Und eine Stimme sagt: Hereinspaziert. Aber das allein macht noch keinen geschmackvoll geschmückten Menschen. Man muss auch verantwortungsvoll mit all den Herrlichkeiten umgehen können. Sprich: alles Geschmeide gleichzeitig umzuhängen, macht nur billig.
WeiterlesenNoch etwas für die Handtasche
„Nun gibt es keinen Zweifel mehr: Auf Borkum lebt eine Schriftstellerin, die mehr und mehr in ganz Deutschland und darüber hinaus wahrgenommen wird.“
Huch! Echt? Ja; glaubt man der → „Borkumer Zeitung“, denn:
WeiterlesenWieland lebt!

06.06.06, ICE Goethe, kurz vor Frankfurt, kein Silikon, kein Toupet!
Eine Anekdote
Weiterhin wird → hier endlich wissenschaftlich bewiesen, dass auch Hirntote zu niederen Internettätigkeiten wie dem Schreiben von Forumsbeiträgen durchaus in der Lage sind. Letzter Beleg:
Weiterlesen„250 Euro für eine Stunde!
Silvia muss ja Nobelpreisträgerin sein! Nicht mal ein Handwerker oder eine Dame in einem Edelpuff verlangt so viel! Ich kenne tatsächlich Hartz IV Empfänger, die haben so viel für einen genzen Monat.“
Zweite Not-Handtasche
Die sich für den laufenden Monat fußballgründig abgeseilt habenden Krokodile haben eine große Lücke im Krimitümpel hinterlassen. Da ist man für jede zusätzliche Handtasche dankbar, wie etwa für die von → Joachim Linder. Apropos: Im letzten Eintrag ist mir ein Fehler unterlaufen: Donna Leons neuer Roman ist natürlich kein „Ladenhüter“, sondern ein „Ladenflüchter“.
