Jedesmal wenn ich dieses weißliche, quallige Wasser voll zuckender Wesen sehe, muss ich an Aspik denken. Und daran, wie ich gleich einfach ein Tütchen Gelatine ins Glas schütte, den Glasinhalt in Scheiben schneide und abendlichem Besuch als besonders mediterranen Aufschnitt anbiete. Gott, wenn das PETA liest!
Urzeitkrebse #9
Ein bisschen trostlos sieht es ja schon aus: weiße Dinger in mehr oder weniger trübem Wasser, unten immer noch ein paar Krümel Urzeitkrebsfutter (Mirko Zell!), oben undefinierbare dunkle Punkte. Das ist ein Fall für die Wohn-Blogs! Bitte einen Wettbewerb ausschreiben: „Wer hat das schönste Urzeitkrebs-Aquarium?“ Ich nicht. Weiterlesen
Urzeitkrebse #8
Das Wasser ist rappelvoll. Immer noch. Das Kind ist nur so-lala dran interessiert, guckt ab und zu mal geheuchelt-teilnahmsvoll durch die Scheibe. Warte, wenn der Schrei nach einem Hund kommt. Dann bin ich fein raus: „DU hast dich NIE um die Urzeitkrebse gekümmert. Immer hab ICH gefüttert, gerührt, Wasser aufgefüllt und ausgetauscht…!!!“ Ich wusste es: die Urzeitkrebse werden noch für ´was gut sein.
Begrifflichkeiten
Der Deutschlandfunk berichtete heute in der Sendung „Markt und Medien“ darüber, dass der Springer-Verlag für seine $ΨξΘ§&!-Online-Site bild.de demnächst auch noch Geld haben möchte. Leider Weiterlesen
Urzeitkrebse #7
Wie lange bleiben die jetzt eigentlich? Müssen meine Enkel noch diesen Blog fortführen? Werde es bis ins Grab hinein hören: „Geld war keins mehr da, aber diese blöden Urzeitkrebse…“
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Urzeitkrebse #6
Der Chefredakteur starrt ins Glas und hat ein Déja vu: „Sieht aus wie so ´ne alte Computergraphik. Weil die sich so ruckartig bewegen“. Passt doch gut, denn für Nerds ist das ja die Urzeit schlechthin: als Computer noch nicht das konnten, was sie heute können. Gucken in ein Glas YPS-Urzeitkrebse und fragen sich, ob man das nicht besser animieren könnte.
Ganz ruhig

Nein, ich rege mich nicht auf. Ich bin strukturell ganz ausgeglichen.
Urzeitkrebse #5
Sind sie immer noch da. Weiterlesen
Urzeitkrebse #4
Unsere kleine Urzeitkrebs-Farm
Da sind sie. Immer noch kleine weiße Punkte. Keine Krebse im klassischen Sinne. Mehr waagerechte Stäbchen, die kleine Häkchen haben, mit denen sie sich vorwärts ziehen. Ich dachte, die werden schon noch größer, aber sie sind irgendwie immer noch nur einen guten Millimeter groß. Na gut, vielleicht zwei. Und sie sehen auch nicht aus, wie ↑hier auf der kleinen Zeichnung.
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Das große Städte-Labyrinthbuch
Vincent sagt: Ein Buch über riiiiesengroße Städte, wo man sich nicht zurechtfindet. Da muss man Hans und Grete zuerst mal zum Fernsehturm bringen. Indem man den richtigen Weg findet. Aber man darf nicht durch die roten Männchen durchgehen, denn die versperren den Weg.
Auf jeder Seite ist es anders. In London ist es schwieriger als in Berlin. In London sind nicht nur Riesenhäuser, da versperren auch ein paar Wächter Wege. Man muss zu dem Doppeldeckerbus kommen, der mitten in der Stadt steht. Wenn man jeden Tag übt, braucht man eine Minute, um den Weg zufinden. Ich brauch manchmal sogar eine Stunde.
WeiterlesenUrzeitkrebse #3
Als Urzeitkrebszüchter hat man zwei Alpträume:
1. sie sind alle tot
2. mir fällt der Löffel rein
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Madonna
„Madonna ist die amerikanische Andrea Berg“
(Frl. Katja)
„Domestiken“ – ein Fortsetzungsroman
Am 30.11.2012 erscheint der erste Band des Fortsetzungsromans „Domestiken“. Er ist gleich in zweifacher Hinsicht Fortsetzung, schildert er doch zum einen den Werdegang des in „Menschenfreunde“ (2008) eingeführten Hauptpersonals – und zum anderen eben in „Fortsetzungen“. Der erste Band trägt den Untertitel „Exposition“. Wir begegnen Mathias Lanhoff in einer traumatischen Situation, aus der er sich befreit; der Kommissarin Cornelia Bahlke in einer ungewöhnlichen Situation, aus der sie sich nicht befreien will, einer ebenso eleganten wie mysteriösen Frau und einem in recht bizarren Gedankenspielen schwelgenden Mann ohne Namen. Zudem werfen wir einen Blick in den Haushalt des Im- und Exportunternehmers Raabe.
WeiterlesenUrzeitkrebse #2
Die Urzeitkrebse: Was bisher geschah
Muss ich die Urzeitkrebse eigentlich auch um eine Stunde zurückstellen, auf Winterzeit? Haha. Es sind höchstens eine Million. Zwei Tage lang war ich überzeugt, ich hätte alles vermasselt. Weil sich das Salz nicht aufgelöst hatte und als weißer Meeresboden rumlag. Weiterlesen
Rick DeMarinis: Götterdämmerung in El Paso
Es ist keine besonders erwähnenswerte Leistung, „anspruchsvolles“ Krimipatchwork auf kunstgewerbliche Art zu produzieren. Kein Regioschmarren, der es versäumt, „aktuelle Themen“ abzuhandeln; kein Klappentext, der sein Produkt nicht als irgendwie „welthaltig“ preist oder wenigstens Philosophisch-Psychologisches verspricht – und seien es die altbekannten seelischen Abgründe. Der Krimi als All-Inclusive-Urlaub, als überladener Kuchen, im Idealfall mit einem Zuckerguss aus „Pulp“ oder „Noir“ aufgehübscht.
WeiterlesenDas bisschen Urzeit

Geht los.
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Das Ich im Wir. Neue Polizeiromane von Georg Haderer und Roger Graf
Nirgendwo wird so viel gegrübelt wie in Polizeikrimis. Verständlich, verfolgen wir doch Menschen bei ihrer täglichen Arbeit, auf dem tastenden Weg zur Erkenntnis, mit allen Umwegen und Sackgassen. Nicht der unfehlbare Protagonist steht im Mittelpunkt, sondern das Team. Eine Gruppe von Ichs, die eine Aufgabe in der sozialen Dynamik des Wir zu lösen haben. Polizeiromane sind deshalb immer Beziehungsromane, die von Prozessen auch jenseits der Fallbearbeitung berichten. Es sind Konstruktionen eines soziologischen Normalzustandes unter den Bedingungen des Ausnahmezustandes Verbrechen.
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