Halbe Schweden

Es muss schwer sein, in Schweden Karriere zu machen. Eine Prinzessin, einen Prinzen heiraten – okay, das schafft gerade mal drei gutdotierte Arbeitsplätze. Als ABBA-Nachfolgeband jede Menge Geld scheffeln, das lichtet auch nicht das Heer der um Ruhm und gutes Auskommen bemühten Nordländer, denen folglich nur der letzte und grausamste Schritt bleibt: KrimiautorIn werden.

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Frank Göhre: Seelenlandschaften

Manchmal ist es schon sinnvoll, die im Laufe eines Schriftstellerlebens verstreuten Kleinigkeiten in einem Bändchen zu sammeln. Schon, damit nun klar ist, dass die Kleinigkeiten gar nicht so klein sind. „Seelenlandschaften“ hat Frank Göhre seine Sammlung von Vor- und Nachworten, Glossen, Reportagen und Porträts genannt, im Untertitel „Annäherungen, Rückblicke“, alle der Kriminalliteratur und ihren Protagonisten gewidmet, aber auch immer: Annäherungen an Frank Göhre, Rückblicke auf sein bisheriges Schaffen.

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Chez Véro

Von ihrem ersten Gehalt hat sich wtd-Mitarbeiterin Anna Veronica einen Blog gekauft. Für ihren Einstand war da natürlich wieder „kein Geld“ da, aber nächsten Monat sollen sie dann knallen, die Champagnerkorken. Wir entkorken zur Feier des neuen Blogs →„Le Véro“ schon mal ein feines Fläschchen der lustigen Witwe…

Leser/innen gesucht!

Ja, ja, könnt jeder kommen. Leserinnen und Leser suchen sie alle. Aber wir suchen natürlich ganz besondere Leserinnen und Leser. Solche nämlich, die uns Auskunft über ihr Krimileseleben geben wollen. Wie reingeschlittert, welche Vorlieben, wo informiert man sich, was vermisst man, auf was könnte man verzichten? Kleine Interviews im großen Rahmen der „Krimikultur“. Veröffentlicht hier bei wtd und… das verrate ich noch nicht, Überraschung. Also Mut! Ich frage schon nichts Privates. Wir machen das per Email, wir haben jede Menge Zeit und ganz bestimmt viel Spaß. Einfach →hier melden.

Probleme

Ich weiß, einige von euch haben zur Zeit Probleme mit der ordnungsgemäßen Darstellung von wtd (Partnervermittlungsanzeigen und so…). Woran das liegt, weiß nur Chef Walter selbst. Er wurde strengstens ermahnt, sich zu outen, wir warten noch auf Rückantwort und fassen uns bis dahin fassungslos in Geduld. Sorry.

Nicht literaturfähig

„Ein Porsche-Krimi wäre ein ziemlich langweiliges Buch“: sagt Krimiautor Wolfgang Schorlau in einem aufschlussreichen →Interview (→via) – und folglich wird er ihn nicht schreiben. Aber Kollege Heinrich Steinfest differenziert: „Mein Interesse gilt ja dem Abstrusen und Grotesken in der Welt, und beides ist in diesen Konzernen massiv vorhanden. Mich beschäftigen freilich nicht bestimmte Firmen, sondern die Strukturen, die Strukturen von Macht, auch die Frage, inwieweit solche Unternehmen ein Eigenleben in unserer Gesellschaft führen.“

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Zwei Nachrichten

Morgen muss die wtd-Küche leider kalt bleiben, aber deshalb packe ich heute halt noch ein bisschen mehr auf den Teller. Einmal den Hinweis, dass man am Samstag etwas Längeres über Eric Ambler und seinen Roman „Der Levantiner“ beim Titelmagazin wird lesen können. Dann die Botschaft, dass die Krimicouch den →Grimme Online Award gewonnen hat. Glückwunsch den Kolleginnen und Kollegen. Und, quasi als Permanenthinweis: Die →IG Krimikultur wartet auf euch und eure Ansichten.

Dagmar Scharsich: Der grüne Chinese

Zu „historischen Kriminalromanen“ habe ich ein eher gespanntes Verhältnis. Was einem da an „akribisch recherchiertem und atmosphärisch dichtem Zeitbild“ gepinselt wird, entkommt selten den Biederkeiten kriminalliterarischen Mittelmaßes und scheitert in den meisten Fällen an der Tatsache, dass sich bestimmte Dinge eben nicht so einfach recherchieren lassen. Die Denkweise der Menschen zum Beispiel.

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Uff!

Meine Fresse, was für ein stressiger Tag gestern! Krimikulturblog beziehfertig machen, die Leutchen reinlassen – umständlicher als erwartet, aber allmählich schlurfen sie ins gemachte Nest und beziehen ihre Zimmer. Dann große Zulassungsprüfung, schließlich sind wir die zukünftige Krimielite.

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Das Dies und das Das

Tja… So kanns gehen. Man freut sich auf ein Buch, weil es ein verlockendes Thema – alte Krimis – zu behandeln verspricht. Und dann vergisst man es einfach. So ergangen mit Dagmar Scharsichs „Der grüne Chinese“, irgendwann im Herbst 2008 erschienen. Sehr ärgerlich. Um so mehr, als sich jetzt, da man den Roman endlich in Händen halten und durchschmökern kann, zeigt, was einem monatelang aus eigener Schusseligkeit vorenthalten wurde. Rezension wird aber baldigst nachgeholt, versprochen.

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Hasenkatzen und anderes

Wunderliches am heutigen Krimisamstag des Titelmagazins. Klaus Kamberg erläutert uns u.a. in seiner →übersetzerkritischen Glosse, warum Katzen Hasen sind. →Frau Dr. Lehmann lässt die Profiler am Tatort herumstolpern – oder doch nicht? Thomas Wörtche berichtet über →Schulfunk in BIldern, aber dann wirds endlich wieder normal: It’s Rezitime! Nadja Israel hat sich →Walter Mosleys „Cinnamon Kiss“ noch einmal vorgenommen, Henrike Heiland schwärmt von →Michael Robotham, eine erbarmungslose Anna Veronica Wutschel schimpft auf →Jack Bailey und Jörg von Bilavsky ergötzt sich an →Jörg Juretka. Doch all das kann →César Vallejo, Autor des Krimigedichts, nicht trösten…

Krimikultur: Zusammenfassung

Also, halten wir fest: Die IG Krimikultur ist ein lockerer Zusammenschluss von Menschen, die daran interessiert sind, die Beschäftigung mit „Krimi“ zu fördern. Wie das geschehen soll? Das werden die Interessierten in einer „Klausur“ diskutieren. Zu diesem Zweck wurde ein nichtöffentlicher Blog eingerichtet, der in den nächsten Tagen bezogen werden kann.

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Das Geheimnis des Wassers

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Nein, das ist kein „Wasserkrimi“, so wie es „Weinkrimis“ gibt. Sondern ein ehrwürdiger Vertreter der deutschen Kriminalliteratur der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und Robert Kohlrausch ein durchaus fähiger Autor mit großem Talent zur Spannungserzeugung. „Das Geheimnis des Wassers“ kann jetzt endlich auch von modernen Leserinnen und Lesern gelüftet werden. In der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“, wo sonst. Ein Stück erfolgreich praktizierter Krimikultur.