Ein Buch, dem man nach der Lektüre noch eine Weile hinterher denkt, ein Krimi zumal, der mit seinem Ende noch nicht abgeschlossen ist – das muss ein starker Text sein. „Ein Morgen wie jeder andere“ des Franzosen Christian Pernath gehört unbedingt in diese nicht gerade dichtbevölkerte Kategorie.
WeiterlesenKategorie: Watching the detectives
Halbe Schweden
Es muss schwer sein, in Schweden Karriere zu machen. Eine Prinzessin, einen Prinzen heiraten – okay, das schafft gerade mal drei gutdotierte Arbeitsplätze. Als ABBA-Nachfolgeband jede Menge Geld scheffeln, das lichtet auch nicht das Heer der um Ruhm und gutes Auskommen bemühten Nordländer, denen folglich nur der letzte und grausamste Schritt bleibt: KrimiautorIn werden.
WeiterlesenArchiveröffnung
3 – 2 – 1 – freigeschaltet! Exakt zwei Wochen, nachdem sie sich auf einem privaten Blog häuslich eingerichtet hat, tritt die IG Krimikultur erstmals an die Öffentlichkeit. Und wie. Mit dem →Krimikultur-Archiv, einer Sammlung von Arbeiten der Mitglieder, fünf haben bisher dazu beigetragen, weitere stehen bereit.
WeiterlesenEin Krimisamstag wie jeder andere
… also ein schöner Tag, an dem uns das Titelmagazin einen neuen Schwung Kriminelles hinwirft. Und kriminell-aktuell beginnts tatsächlich, wenn sich Michael Wuliger mit dem Finanzoberganoven →Madoff beschäftigt. Frau Dr. Lehmann erzählt uns dann einiges über →Stress und Klaus Kamberger über die →Tücken des Übersetzens, bevor es mit dem Rezensieren losgeht.
WeiterlesenFrank Göhre: Seelenlandschaften
Manchmal ist es schon sinnvoll, die im Laufe eines Schriftstellerlebens verstreuten Kleinigkeiten in einem Bändchen zu sammeln. Schon, damit nun klar ist, dass die Kleinigkeiten gar nicht so klein sind. „Seelenlandschaften“ hat Frank Göhre seine Sammlung von Vor- und Nachworten, Glossen, Reportagen und Porträts genannt, im Untertitel „Annäherungen, Rückblicke“, alle der Kriminalliteratur und ihren Protagonisten gewidmet, aber auch immer: Annäherungen an Frank Göhre, Rückblicke auf sein bisheriges Schaffen.
WeiterlesenChez Véro
Von ihrem ersten Gehalt hat sich wtd-Mitarbeiterin Anna Veronica einen Blog gekauft. Für ihren Einstand war da natürlich wieder „kein Geld“ da, aber nächsten Monat sollen sie dann knallen, die Champagnerkorken. Wir entkorken zur Feier des neuen Blogs →„Le Véro“ schon mal ein feines Fläschchen der lustigen Witwe…
Leser/innen gesucht!
Ja, ja, könnt jeder kommen. Leserinnen und Leser suchen sie alle. Aber wir suchen natürlich ganz besondere Leserinnen und Leser. Solche nämlich, die uns Auskunft über ihr Krimileseleben geben wollen. Wie reingeschlittert, welche Vorlieben, wo informiert man sich, was vermisst man, auf was könnte man verzichten? Kleine Interviews im großen Rahmen der „Krimikultur“. Veröffentlicht hier bei wtd und… das verrate ich noch nicht, Überraschung. Also Mut! Ich frage schon nichts Privates. Wir machen das per Email, wir haben jede Menge Zeit und ganz bestimmt viel Spaß. Einfach →hier melden.
Justo E. Vasco: Im Visier
Unter dem leicht mit Edgar Wallace kokettierenden Titel „Die toten Augen von Havanna“ hat die Edition Köln zwei Kriminalromane aus Kuba in einem dicken Sonderband zusammengefasst, Justo E. Vascos „Im Visier“ sowie „Die Nachbarin“ von Roberto Estrada Bourgeois. Beschäftigen wir uns heute mit Vasco.
WeiterlesenProbleme
Ich weiß, einige von euch haben zur Zeit Probleme mit der ordnungsgemäßen Darstellung von wtd (Partnervermittlungsanzeigen und so…). Woran das liegt, weiß nur Chef Walter selbst. Er wurde strengstens ermahnt, sich zu outen, wir warten noch auf Rückantwort und fassen uns bis dahin fassungslos in Geduld. Sorry.
Halbjahreszeugnis
2009 haben wir jetzt halbwegs und glücklich hinter uns gelassen, Zeit also für ein kleines Resümee. Wie waren sie denn kriminalliterarisch so, diese sechs Monate?
WeiterlesenNicht literaturfähig
„Ein Porsche-Krimi wäre ein ziemlich langweiliges Buch“: sagt Krimiautor Wolfgang Schorlau in einem aufschlussreichen →Interview (→via) – und folglich wird er ihn nicht schreiben. Aber Kollege Heinrich Steinfest differenziert: „Mein Interesse gilt ja dem Abstrusen und Grotesken in der Welt, und beides ist in diesen Konzernen massiv vorhanden. Mich beschäftigen freilich nicht bestimmte Firmen, sondern die Strukturen, die Strukturen von Macht, auch die Frage, inwieweit solche Unternehmen ein Eigenleben in unserer Gesellschaft führen.“
WeiterlesenGeburt, Tod und andere Rezensionen
Am heutigen Krimisamstag im Titelmagazin gibt es etwas zu feiern und zu betrauern. Zunächst aber verfolgt Thomas Wörtche interessiert →die Comicwerdung von Fritz Langs Filmklassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ und hält →Stuart MacBride für einen klugen Autor.
WeiterlesenZwei Nachrichten
Morgen muss die wtd-Küche leider kalt bleiben, aber deshalb packe ich heute halt noch ein bisschen mehr auf den Teller. Einmal den Hinweis, dass man am Samstag etwas Längeres über Eric Ambler und seinen Roman „Der Levantiner“ beim Titelmagazin wird lesen können. Dann die Botschaft, dass die Krimicouch den →Grimme Online Award gewonnen hat. Glückwunsch den Kolleginnen und Kollegen. Und, quasi als Permanenthinweis: Die →IG Krimikultur wartet auf euch und eure Ansichten.
La protagoniste inconnue
Wenn man schon nicht die Finger von den Maigret-Romanen lassen kann und manche Neuerscheinung deshalb zum Mauerblümchen wird, dann sollte man die Lesefrüchte auch schriftlich festhalten. Diesmal führen sie uns weg von den Verbrechen ins ganz normale Ehedasein und seine Abgründe…
WeiterlesenDagmar Scharsich: Der grüne Chinese
Zu „historischen Kriminalromanen“ habe ich ein eher gespanntes Verhältnis. Was einem da an „akribisch recherchiertem und atmosphärisch dichtem Zeitbild“ gepinselt wird, entkommt selten den Biederkeiten kriminalliterarischen Mittelmaßes und scheitert in den meisten Fällen an der Tatsache, dass sich bestimmte Dinge eben nicht so einfach recherchieren lassen. Die Denkweise der Menschen zum Beispiel.
WeiterlesenUff!
Meine Fresse, was für ein stressiger Tag gestern! Krimikulturblog beziehfertig machen, die Leutchen reinlassen – umständlicher als erwartet, aber allmählich schlurfen sie ins gemachte Nest und beziehen ihre Zimmer. Dann große Zulassungsprüfung, schließlich sind wir die zukünftige Krimielite.
WeiterlesenDas Dies und das Das
Tja… So kanns gehen. Man freut sich auf ein Buch, weil es ein verlockendes Thema – alte Krimis – zu behandeln verspricht. Und dann vergisst man es einfach. So ergangen mit Dagmar Scharsichs „Der grüne Chinese“, irgendwann im Herbst 2008 erschienen. Sehr ärgerlich. Um so mehr, als sich jetzt, da man den Roman endlich in Händen halten und durchschmökern kann, zeigt, was einem monatelang aus eigener Schusseligkeit vorenthalten wurde. Rezension wird aber baldigst nachgeholt, versprochen.
WeiterlesenHasenkatzen und anderes
Wunderliches am heutigen Krimisamstag des Titelmagazins. Klaus Kamberg erläutert uns u.a. in seiner →übersetzerkritischen Glosse, warum Katzen Hasen sind. →Frau Dr. Lehmann lässt die Profiler am Tatort herumstolpern – oder doch nicht? Thomas Wörtche berichtet über →Schulfunk in BIldern, aber dann wirds endlich wieder normal: It’s Rezitime! Nadja Israel hat sich →Walter Mosleys „Cinnamon Kiss“ noch einmal vorgenommen, Henrike Heiland schwärmt von →Michael Robotham, eine erbarmungslose Anna Veronica Wutschel schimpft auf →Jack Bailey und Jörg von Bilavsky ergötzt sich an →Jörg Juretka. Doch all das kann →César Vallejo, Autor des Krimigedichts, nicht trösten…
Krimikultur: Zusammenfassung
Also, halten wir fest: Die IG Krimikultur ist ein lockerer Zusammenschluss von Menschen, die daran interessiert sind, die Beschäftigung mit „Krimi“ zu fördern. Wie das geschehen soll? Das werden die Interessierten in einer „Klausur“ diskutieren. Zu diesem Zweck wurde ein nichtöffentlicher Blog eingerichtet, der in den nächsten Tagen bezogen werden kann.
WeiterlesenDas Geheimnis des Wassers

Nein, das ist kein „Wasserkrimi“, so wie es „Weinkrimis“ gibt. Sondern ein ehrwürdiger Vertreter der deutschen Kriminalliteratur der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und Robert Kohlrausch ein durchaus fähiger Autor mit großem Talent zur Spannungserzeugung. „Das Geheimnis des Wassers“ kann jetzt endlich auch von modernen Leserinnen und Lesern gelüftet werden. In der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“, wo sonst. Ein Stück erfolgreich praktizierter Krimikultur.