Heroes & Zeros: Strange Constellations

Die Musik der Band Heroes & Zeros nach Norwegen zu verorten, darauf wäre wohl nie jemand gekommen. Doch genau dort kommen die Herrschaften her. Musikalisch sind sie aber in der US-Alternative Rock-Szene zuhause. Jane’s Addiction ist einer ihrer Einflüsse – gewollt oder unbewusst, auf jeden Fall gekonnt. Was aber hauptsächlich an unüberhörbaren Parallelen zwischen dem Gesang von Hans Jørgen Undelstvedt und Perry Farrell festzumachen wäre.

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John Farrow : Eishauch

Voilà: Wtd hat eine neue Rezensionsfachkraft! Anna Veronica Wutschel, bekannt aus „Krimizeit“, „Krimisamstag im Titelmagazin“ und als kundige Mitarbeiterin des Krimijahrbuchs, wird fortan in loser Folge das wtd-Publikum mit ihren fundierten Meinungen zu Werken der Kriminalliteratur beglücken. Herzlich willkommen! So, und jetzt geht’s los…

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…And You Will Know Us By The Trail Of Dead: The Century Of Self

In der Fachpresse war dieser Tage zu lesen, …And You Will Know Us By The Trail Of Dead würden auf der Stelle treten und hätten sich zuletzt nicht mehr weiterentwickelt. Das kann man natürlich so sehen. Aber ganz fair ist es nicht, denn Trail Of Dead, um im Folgenden die Kurzfassung des Bandnamens zu benutzen, haben schon so einige Entwicklungsstufen hinter sich gebracht. Wer will es der Band da verdenken, mal für einige Zeit, auf einem Qualitätsniveau zu verharren. Zumal ‚The Century Of Self‘ ein Niveau hat, das manche Bands im Verlauf ihrer Karriere nicht erreichen (werden).

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Unerwartete Ereignisse

Zuerst kam die Regionalzeitung und wollte von mir etwas über Regionalkrimis wissen. Ich habe es ihnen gesagt, und am Freitag erfahrt ihr, wo man das – hoffentlich – nachlesen kann. Über Regionalkrimis hat auch Margit Breuss geschrieben, und zwar im Krimijahrbuch 2009. Sie, als Frau →Krimi.Krimi die österreichische Antwort auf unsere Krimilady, ist jetzt nach monatelangem Schweigen wieder bloggend zugange und hat auch gleich einen wissenschaflichen Aufsatz zu bieten. – Jedenfalls: Bei all diesen Neuigkeiten kommt unsereiner heute nicht zum Bloggen. Aber wozu hat man eine neue Kollegin (siehe oben).

All in one. Ein Kurzkrimi für jede Geschmacksrichtung

Die Augen! Genau: die Augen. Weit aufgerissen, ins Leere gedreht. Farbe: wasserfarbenblau. Kommissar Janzig wird es ganz anders. Die Augen. Wasser-farben-blau.
Kein Zufall. Janzig kennt sich aus. Suche nach den Gemeinsamkeiten. Der Tote hat blaue Augen, der Tote vor drei Tagen – hatte grüne Augen. Schnell durch die Akten gelesen: blau – grün – blau – grün – blau – grün – braun. Aha. Die mit den braunen Augen aussortieren, das ist der Braune-Augen-Serienkiller, der geht ihn nichts an. Aber der andere, der blaue-und-grüne-Augen-Serienkiller. Das ist seiner.

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Erwähnen

sollte ich vielleicht, dass die heutige Rezension auf das Angebot zurückgeht, mir direkt vom Autor resp. einem kleinen Verlag zur Verfügung gestellte Titel zu lesen und bei Gefallen zu rezensieren. Dieses Angebot gilt immer noch. Verrisse gibt es nicht – oder nur auf Wunsch. Kontaktaufnahme →hier.

Der Krimisamstag lebt!

… und zwar auch davon, dass andere tot sind. →Raymond Chandler z.B., an den Matthias Penzel ausführlich und kundig erinnert. Mehrteilig. Auch der Schweizer →Ernst Solèr weilt nicht mehr unter uns. Joachim Feldmann hat sein letztes Buch, „Staub im Paradies“, gelesen. Und damit zurück zu den Lebenden. Wiewohl →Frau Dr. Lehmann über den geistigen Selbstmord referiert und Chef Wörtche vor lauter →„Horror, Horror!“ arg zu kollabieren droht. Wie der Raubtierkapitalismus, zu dem es jetzt auch einen Krimi von →Tobias Hill gibt, findet Beate Mainka. Von Anfang an am Rande des Grabes wähnt Jörg von Bilavski →Christian Böhms „Tod am Inn“. Eine „Harfe ohne Saiten“, findet jedenfalls →Edward Gorey.

Das Wattestäbchen

Meistens haben Krimis wenig mit der Wirklichkeit zu tun und die Wirklichkeit hat wenig mit Krimis im Sinn. DAS jedoch versprach eine Ausnahme zu sein: die mysteriöse Phantommörderin.
Jene geheimnisvolle Frau also, die seit Jahren durch die Lande reist und Verbrechen begeht: ein Polizistenmord hier, ein Schuleinbruch da, vor allem im Saarland ist die Lady schwer aktiv und hinterlässt überall ihre DNA. Das hat was, das ist STOFF – und man wundert sich schon, dass noch kein Autor tätig wurde und uns Aufstieg und Fall der Dame dramatisch geschildert hat.

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Appell

Das Urheberrecht aushöhlen, profitorientierte Monopolbestrebungen als Menschenfreundlichkeit ausgeben: Wer sich dafür interessiert, wie Google auf dieses Ziel hinarbeitet, sei an einen →Appell von „textkritik.de“ verwiesen. „Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte“.

Die geschenkte Sekunde

Ist dem werten Publikum eigentlich vollständig bekannt, dass das Krimijahrbuch 2009 im Handel ist und also sofort bezogen werden kann? Es ist nämlich so: EIN verkauftes Exemplar dieses unverzichtbaren Werkes garantiert den Herausgebern eine Sekunde Zeit, die sie nicht auf Brotarbeiten verwenden müssen. Der hiesige Blogger zum Beispiel kann in einer Sekunde etwa 7 Zeichen tippen (an guten Tagen 8-10), etwa „Rezensi“. Wenn also bis morgen ca. 300 Krimijahrbücher verkauft sind, vermag der Blogger eine komplette Rezension zu verfassen! Drum zögert nicht, kauft. Das Buch gibt es direkt vom →Verlag oder bei eurem stationären resp. Online-Buchhändler. So, und jetzt muss ich ein bisschen Geld verdienen.

Daten

In der Freitagsausgabe der TAZ hat Rudolf Walther einen inzwischen heftig diskutierten →Artikel über die Digitalisierung und „Demokratisierung“ von Wissen veröffentlicht. Ist die Verfügbarkeit von wissenschaftlichen Arbeiten im Internet tatsächlich ein zu lobender Schritt? Wie sieht es mit dem Urheberrecht aus? – Fragen, die uns alle in Zukunft noch beschäftigen werden, hier aber nicht thematisiert werden sollen. Am Ende seiner kritischen Ausführungen erwähnt Walther indes einen Aspekt, der auch jenseits von „Open Access“ relevant ist: die Haltbarkeit respektive Nichthaltbarkeit von Daten.

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Schaurig-schöner Samstag

Draußen mag ja just die Sonne scheinen. In unseren Seelen war und ist es jedoch finster schaurig. Der heutige Krimisamstag beim Titel-Magazin trägt dem Rechnung. Wir nehmen an einer wissenschaftlichen Tagung zum →Schauerroman um 1800 teil und werden von Frau Kopfschuss persönlich, →Uta-Maria Heim, sprachlos gemacht. Sprachlosigkeit und Schauder – das befiel auch manchen Kritiker von →Andrea Maria Schenkels „Bunker“. Den Krimijahrbuch-gestählten Ulrich Noller aber nicht.

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