Lambchop: AWCMON/NOYOUCMON

Zwei Jahre nach „Is A Woman“ überrascht Nashvilles bekanntester Fliesenleger Kurt Wagner mit einem Doppelalbum und insgesamt 24 Songs. Die Alben können für sich alleine bestehen, zeigen aber doch beide einen deutlichen Hang zur ganz großen Leinwand.Gefühle werden auf Cinemascope-Dimension breitgewalzt und mehr als ein Mal hat man den Eindruck, Lambchop haben Musik für einen Film komponiert. Irgendwo zwischen 50er Jahre Screwball-Comedy und Musical sind besonders die Instrumentals extrem beschwingt.

Im Gesamtklang ist „AWYOUCMON“ ein sanfter, während bei „NOYOUCMON“ auch mal eine bratzige E-Gitarre ihr Recht bekommt. Wenn man mit einer Lupe sucht, lassen sich auf „NOYOUCMON“ eher Schwächen ausmachen, während „AWCMON“ über alle Zweifel erhaben ist.

So oder so, Lambchop wischen mit leichter Geste alle Konkurrenten vom Tisch und bleiben in der eigenwilligen Schnittmenge aus Soul, Folk, Jazz und Country die Platzhirsche.


Lambchop
AWCMON/NOYOUCMON Do-CD
Labels/EMI
VÖ: 9.2.2004

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