Mark Selby: Dirt

Mark Selby hat auf seinem zweiten Album ein kleines bisschen den Fuß vom Gas genommen, aber -Albumtitel und Cover verraten es schon- eine Schippe Dreck mit drauf gelegt. Nicht mehr ganz so explosiv wie auf „More Storm’s Coming“ steht seine raue Gitarre gleichberechtigt neben seiner kratzigen Stimme, und mit diesen Pfunden rüttelt Mark Selby nachhaltig am Hörerohr.

Die melodischen, geradlinigen Nummern wie „You“ erinnern an die rauen Sachen von Curtis Stigers oder die ersten beiden Alben von Uwe Ochsenknecht, unterschreiten aber das Qualitätslevel keineswegs. Cool das überraschende „Moon Over My Shoulder“, bei dem am Ende eine Dixieland-Kapelle auf einem Planwagen vorbeifährt oder der schleppende Titelsong, der das Album würdig beschließt. Leider ist für solch bodenständige Alben die Zeit im Moment nicht wirklich reif, aber Mark Selby hat das Zeug, sich langfristig zu etablieren. Unbedingt reinhören!

Mark Selby: Dirt 
(Vanguard/Zyx)
www.markselby.com

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