The Black Eyed Peas: The E.N.D.

The Black Eyed Peas gehörten mal in eine Reihe mit klassischen HipHop-Bands, die der alten HipHop-Schule folgend intelligente Songs mit lyrischem Tiefgang schrieben: siehe Jurassic 5 oder A Tribe Called Quest. Diese Zeiten sind leider vorbei. Der Titel ihres fünften Albums, „The E.N.D.“ (Abkürzung für: „The Energy Never Dies“), scheint den geistigen und damit kreativen Zustand der Band zu beschreiben. Sie sind mit ihrem Latein am Ende und produzieren nunmehr flachste Dance-Pop-Lieder mit HipHop-Beats, wie man sie von jeder x-beliebigen Pop-Band um die Ohren gehauen bekommt.

Natürlich müssen BEP zu alledem grausam klingende, die Stimme verändernde Effekte einsetzen. Aus Gründen des Gruppenzwang womöglich. Kurzum: „The E.N.D.“ ist eine maßlose Enttäuschung und ein erschreckendes Zeugnis, wie tief The Black Eyed Peas abgestürzt sind. „Boom Boom Pow“, „Rock That Body“, „Ring-A-Ling“ und „Rockin The Beat“ heißen die neuen Parolen. Was sie uns damit wohl sagen wollen? Feiern bis zum Abwinken? Jedenfalls kommt nichts beim Hörer an, was die Stimmung heben könnte.

Am besten schnell Schwamm drüber über dieses Album und lieber wieder die alten Scheiben „Behind The Front“ und „Bridging The Gap“ auflegen, bevor einem vor lauter „Ring-A-Ling“-Gesinge übel wird.

(kfb)

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