Nächste Woche Donnerstag tobt die alljährliche Frankfurter Buchmesse. Auch der Conte Verlag hat sich ein Ständlein ergattert und präsentiert an eben jenem Donnerstag zwischen 11 und 12 Uhr den Autor der „Armen Leute“. Das heißt: Ich hock dann da rum und warte auf etwas, von dem ich nicht weiß, was es sein wird. Vielleicht ein lieber wtd-Leser, eine reizende wtd-Leserin? Vielleicht ein längst aus den Augen verlorener Jugendfreund, der endlich seine Schulden bei mir bezahlen möchte? Sei’s drum. Ich werde da sein und warten. Wo genau? In Halle 4.1, Gang G, Standnummer G138. Am Donnerstag, sagte ich das schon? 15. Oktober 2009. Zwischen 11 und 12. Bei Conte.
Monat: Oktober 2009
Noch einmal…
Zum „Fall Droste“ wäre eigentlich →alles gesagt. Jetzt aber hat sich der Verleger Felix Droste via →TAZ-Interview zu Wort gemeldet und die ganze Geschichte von „Meinungsfreiheit und Zensur“ ins Grundsätzliche erhoben.
WeiterlesenPresseschau 7. Oktober 2009
Die Welt im Gespräch mit Fanny van Dannen: ↑Jemand muss den Sprachmüll runterbringen
The Quietus ↑interviewt The Editors
Systemkritik zwischen Achtziger-Jahre-Deutschrock-Karikatur und Poesiealbumseintrag. Die FAZ über Culcha Candela: ↑Für und gegen alles
Unfreiwillig komisch wird es, wenn Culcha Candela versuchen, den charmant pseudotribalistischen Großstadt-Pop von Seeed und den antiglobalistischen Reggae-Punk-Pop von Manu Chao auf Betriebsfestmucke zu strecken oder, erbarmungslos mit dem Multikulti-Banner wedelnd, Lebensfreude auf blubbernde Einfältigkeit herunterzukochen. Unerfreulicherweise gelingt ihnen beides sogar.
Malla Nunn: Ein schöner Ort zu sterben
Nach dem Ende der Apartheid hat Südafrika viele Geschichten zu erzählen. Und es sind naturgemäß kriminelle Geschichten, die das Bild einer aberwitzigen Ideologie zeichnen. Malla Nunn zieht uns mit „Ein schöner Ort zu sterben“ tief in die Vergangenheit und erzählt, wie es gute Literatur immer tut, dabei viel über die Gegenwart.
WeiterlesenDas Rezensieren auf der Couch
Leser von wtd werden heute gleich auf die Krimicouch gesetzt. Dort hat der Blogger eine →längere Kolumne zum Rezensieren geschrieben.
Presseschau 6. Oktober 2009
Galore-Interview mit (den Song-Oscar-Gewinnern) Markéta Irglová und Glen Hansard: ↑Veränderung ist gut, man muss sie willkommen heißen. Wenn du das nicht kannst, bist du am Arsch.
Das SZ-Musikblog über eine neue Woody Guthrie-Box: ↑Der Schatz im Keller
PopMatters: ↑Fame, Fortune, and a Fat Queer Icon: An Interview with the Gossip
Über das harte Leben von kritischen Punkbands in eine lupenreinen Demokratie: ↑Banned in the USSR: How Russian rock bands are being censored
Ein Feigling sein
Es gibt Sachverhalte, bei denen wir uns einig sind. Zensur ist etwas Böses, als vorauseilender Gehorsam veranstaltete Selbstzensur eine Feigheit vor dem Feind. Wenn also der Droste Verlag einen Krimi („Wem Ehre gebührt“) seiner Autorin W.W. Domsky (das Pseudonym von Gabriele Brinkmann) noch vor Drucklegung zurückzieht, weil eine „Expertin“ davor warnte, einige Textpassagen könnten den Zorn von Islamisten erregen, dann nennen wir so etwas eine Beschränkung nicht nur der künstlerischen, sondern der in demokratischen Gesellschaften ausgeübten allgemeinen Rede- und Meinungsfreiheit.
Der Sprecher der Krimiautoren-Vereinigung Syndikat, Andreas Izquierdo, fasst es in einer →Stellungnahme zusammen:
Fräulein Detektiv

Nein, wtd ist nicht halb so frauenverachtend wie sein Ruf. Gerne verkünden wir, dass auf unserer Krimilieblingsseite jetzt endlich Miss Dora Myrl, eine der ersten Ermittlerinnen der Kriminalliteraturgeschichte, vertreten ist. In der deutschen Übersetzung von 1902 des 1900 von M. McDonnell Bodkin gebundenen Straußes sehr unterhaltsamer Geschichten. Lesen Sie die Abenteuer von „Fräulein Detektiv“, natürlich in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“. So gings los mit den Mädels.
Pieke Biermann in Hamburger Luxushotel gesichtet!
Okay, das wäre jetzt eigentlich keine Meldung. Dass Pieke Biermann einen Preis gewonnen hat, müsste man auch nicht eigens verkünden, denn sie müsste jeden Tag einen gewinnen. Zum Beispiel den Journalistenpreis des Weißen Rings. Aber den hat sie gar nicht gewonnen, sondern den Sonderpreis des Weißen Rings oder den Sonderpreis des Journalistenpreises des Deutschen Rings.
WeiterlesenPresseschau 5. Oktober 2009
Die Frankfurter Rundschau über die Kings Of Convenience: ↑Pssst!
Brain surgery is not for sissies. Die New York Times interviewt Rosanne Cash: ↑Daddy Sang Bass
Guardians Paul Morley spricht mit Johnny Marr ↑über Folkmusik
PopMatters über Ska gestern, heute und morgen: ↑The Ska will go on
Octavio Escobar Giraldo: Saide
Einhundertzweiundvierzig Seiten Text: Für einen Krimi bedeutet das Reduktion, mehr andeuten als ausführen, das vage Skizzenhafte als Grundlage einer erzählerischen Präzision, die auf das Vorstellungs- und Ausbauvermögen des Lesers hoffen muss. Eigentlich keine schlechten Voraussetzungen für Kriminalliteratur. Denn je mehr sie ausleuchtet, desto mehr verdunkelt sie.
WeiterlesenPresseschau 2. Oktober 2009
Die taz über die schwedische Sängerin Sally Shapiro und das Italo-Disco-Revival: ↑O-Saft mit Blue Curaçao
Die taz interviewt Altrocker Achim Mentzel: ↑Ich bin eine Speckbulette – na und?!
The Independent: ↑The return of concept album
Die ↑Welt und die ↑Frankfurter Rundschau über das neue Tokio Hotel-Album
Arctic Monkeys: Humbug
Unsinnig oder töricht klingt das dritte Album der Arctic Monkeys nicht. Dennoch trägt es den Titel „Humbug“. Anfang 2008 nahm das Quartett aus Sheffield die Arbeiten an diesem Album auf. Statt wie zuvor ein Studio in England aufzusuchen, jetteten sie über den großen Teich und quartierten sich in der kalifornischen Wüste ein. Genauer gesagt in dem Studio Rancho De La Luna in Joshua Tree. Das ist seit Jahren Spielwiese und zweite Heimat von Josh Homme, der früher bei den Stonerrock-Urgesteinen Kyuss Gitarre spielte und heute mit Queens Of The Stone Age und den Eagles Of Death Metal rockt.
Presseschau 1.Oktober 2009
The return of the Umhängekeyboard: ↑Das Klavier muss vor die Brust
FAZ-CD der Woche mit ↑Nutzholzgewinnercharme: Kings Of Convenience
Dieter Meier im Interview: ↑“Die Popmusik ist angestaubt”
Galore-Interview mit Boris Blank: „Ich will Maschinen eine Seele geben.“
The Stone Roses (Legacy Edition)
Die Wiederveröffentlichung dieser exquisiten Box kommt rechtzeitig zum 20-jährigen Jubiläum dieses britischen Madchester-Meilensteins auf den Markt. Neben dem neu abgemischten Debütalbum (plus dem Bonustrack „Fools Gold“) liegen auf einer zweiten CD zahlreiche Demoaufnahmen („The Lost Demos“) bei. Auf einer DVD befinden sich diverse Videoclips sowie ein Konzertmitschnitt von damals.