– und wer „Arme Leute“ noch nicht gelesen, ja, nicht einmal im Bücherregal stehen hat, der verkneife es sich bitte, an der →Leserunde zu partizipieren (statt dessen: kaufen, lesen, weiterempfehlen. Nur so kommt Deutschland aus der Krimikrise). Aber erfahren, wie es den Teilnehmern bisher gefällt, sollt ihr dennoch…
WeiterlesenMonat: Oktober 2009
Weezer: Raditude
Der erste Song des neuen Weezer-Albums, namentlich „(If You’re Wondering If I Want You To) I Want You To“, klingt überraschend frisch und unbekümmert und man glaubt, Weezer hätten tatsächlich ihr kreatives Tief endlich überwunden und würden wieder annähernd so gut wie zu „Buddy Holly“-Zeiten loslegen.
Presseschau 29. Oktober 2009
Die taz über die Flaming Lips und ihr neues Album: ↑Die Grenzen des Weltalls
Tagesspiegel-Interview mit Robbie Williams: ↑Ich bin ein unsicherer Typ
Die Frankfurter Rundschau über Joel Gibb und die Hidden Cameras: ↑Sprung in den Mainstream
R.I.P. Taylor Mitchell: ↑19-jährige Folk-Sängerin von Kojoten getötet
Athlete: Black Swan
Bis dato haben es Athlete hierzulande nicht über einen Insiderstatus hinaus geschafft. Mit „Black Swan“, ihrem vierten Album, versuchen sie es dennoch wieder, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dabei steht ihnen nach der Trennung von Parlophone/EMI mit Fiction ein neues Label zur Seite, das immerhin schon mal erreicht hat, dass die Band in den letzten Wochen der deutschen Presse einige Interviews gab.
Presseschau 28. Oktober 2009
Die FAZ über ein Konzert der Felice Brothers in der Batschkapp: ↑Hennen rennen, der Joint springt über
PopMatters interviewt Meshell Ndegeocello: ↑Running the Voodoo Down.
R.I.P. Pamela Birch. Die Sängerin der angeblich ersten weiblichen Beathband – The Liverbirds („Peanut, Peatnut Butter“) – ↑starb 65jährig in Hamburg.
Mumford & Sons: Sigh No More
Cover und Bandname erscheinen seltsam und leicht antiquiert, die Musik ist hingegen makellos. Somit wäre schon fast alles über „Sigh No More“ gesagt. Allerdings würde das der fantastischen Musik keinesfalls gerecht werden.
Herbstalibis
Die 32. Nummer von „Alibis“, dem frankokanadischen Krimimagazin, ist soeben erschienen. Wie immer mit Kriminalerzählungen, Neuheiten und Rezensionen, dazu eine längere Abhandlung von Norbert Spehner über Nikola Tesla und sein Auftreten in diversen Thrillern. Nikola Tesla? Genau, →der berühmte Erfinder. Ein idealer Kandidat für Verschwörungstheorien, wie es scheint. Mehr zur Herbstausgabe der „Alibis“ und Bonusmaterial gibt es →hier.
Presseschau 27. Oktober 2009
Galore-Interview mit Funny van Dannen: ↑Ich sehe am Alter überhaupt nichts Positives.
Die Welt über den Michael Jackson-Film „This Is It“: Projekt Liebe.
WeiterlesenSKI -2-
SKI – Serie Krimi International: Eine Reihe von Story- und Figurenvorgaben und fünf Versuche, sie in jeweils einstündigen Kriminalhörspielen weiterzuentwickeln. Über das tragfähige Konzept und die Arbeiten von Merle Kröger und Norbert Horst wurde →im ersten Teil unserer kleinen Studie berichtet. Fehlen noch die Hörspiele von Sabina Altermatt, Nathan Markov und Pieke Biermann sowie das abschließende Resümee.
WeiterlesenSeid doch endlich nett zueinander!
Die Welt der Spannungsliteratur schlägt Alarm. In Großbritannien verweigert →eine Kritikerin das Besprechen von Kriminalromanen mit der Begründung, diese seien frauenfeindlich (via →Menkes Twitter-Kriminaldauerdienst). Aus Deutschland erreichen uns Gerüchte, ein sensibler Großkritiker ziehe sich mit dem Argument, Krimis seien männerfeindlich, aus dem Geschäft zurück. Da dem Genre auch eine generelle Mörderfeindlichkeit nicht abgesprochen werden kann, dürfte hier ebenfalls noch einiges an Konfliktpotential vor der Eruption stehen. Der Krimi am Ende? Wir müssen handeln…
WeiterlesenPresseschau 26. Oktober 2009
Der Spiegel über die Oscar-Gewinner Markéta Irglová und Glen Hansard aka The Swell Season: ↑Ganz tastend, ganz intim
Paste: ↑Catching Up With… The Swell Season’s Glen Hansard
Süddeutsche Blog ↑interviewt Irmin Schmidt
Pitchfork ↑interviewt Flaming Lips-Frontmann Wayne Coyne.
A.A. Milne: Das Geheimnis des roten Hauses
Es gibt gleich drei gute Gründe, dieses Buch zu lesen. Einmal, weil es der einzige Krimi von A.A. Milne geblieben ist, dessen ewiger Ruhm sich seiner Schöpfung Winnie-the-Pooh verdankt. Und wer immer noch nicht weiß, was einen „Landhauskrimi“ charakterisiert, findet hier ein ideales Beispiel dafür. Drittens: Gerade weil „Das Geheimnis des roten Hauses“ alle Versatzstücke dieser Variante des Rätselkrimis verarbeitet, dient der Text in Raymonds Chandlers berühmtem Essay „The simple art of murder“ als Belegstück für die letztliche Belanglosigkeit dieser Sorte Spannungsliteratur.
WeiterlesenLeserunde mit armen Leuten und Spoiler
Auch das ist Krimikultur: Die LeserInnen eines Krimiportals organisieren in eigener Regie sogenannte „Leserunden“. Dort trifft man sich zur Lektüre eines Romans und tauscht sich aus. Das alles schön sukzessive, Abschnitt für Abschnitt – und der Autor / die Autorin steht jederzeit Rede und Antwort, empfängt Lob und Tadel.
WeiterlesenPresseschau 23. Oktober 2009
Bitte nähertreten. Die NZZ über Kris Kristoffersons neues Album: ↑Summe der Erinnerungen
So gar keine Experimente. Thomas Winkler bespricht in der Frankfurter Rundschau das neue Album (inkl. neuem Marketingkonzept) von Marius Müller-Westernhagen: ↑Immer noch die Schnauze voll. In der FAZ ist „Williamsburg“ sogar ↑CD der Woche
Die taz über Broadcast: ↑Sie hören Stimmen in den Frequenzen
Presseschau 22. Oktober 2009
An unpleasant surprise – The Rakes geben ↑auf ihrer Website ihre sofortige Trennung bekannt.
jetzt.de über das Konzert von Robbie Williams im Londoner Roundhouse: ↑Ironie und Größenwahn
The Quietus interviewt The Slits: ↑Not Typical Girls Not Trapped Animals
taz: Neues Musikportal geplant – ↑Google greift iTunes an
Der Tagesspiegel über den Auftritt von Sonic Youth in Berlin: Alterslos bleiben
Krimijahrbuch?
Um die wachsende Nachfrage – „Wann kommt denn das KJB 2010?“ – öffentlich zu befriedigen: Nein, es wird kein Krimijahrbuch 2010 geben. Jedenfalls nicht mit den bisherigen HerausgeberInnen Bacher / Noller / Rudolph. Wenn sich andere fänden, wärs recht. Und warum werfen wir das Handtuch?
WeiterlesenPresseschau 21. Oktober 2009
Die FAZ interviewt Sido: ↑Ich möchte in den Himmel
Der Tagesspiegel spricht mit „Starsearch“-Gewinner Martin Kesici über sein (zusammen mit Markus Grimm geschriebenes) Buch „Sex, Drugs & Castingshows – Die Wahrheit über DSDS, Popstars & Co“: ↑Du bist völlig ausgelutscht
WeiterlesenJohn Grisham: Der Anwalt
Was kann man von einem System, das Recht sprechen soll, erwarten, wenn es sich als durch und durch korrupt erweist? Geld regiert das business um Gerechtigkeit, macht gefügig und folgt seinen ganz eigenen Gesetzen. John Grisham gewährt in Der Anwalt spannende Einblicke hinter die Fassaden der Haifisch-Wall-Street-Kanzleien, steuert wie gewohnt tief durch Klischees, wandelt teilweise auf dünner Logik und erzählt – so könnte man fast den Eindruck gewinnen – eine leider flach ausgefallene, aber böse Variante seines eigenen Romans Die Firma (1990).
WeiterlesenPresseschau 20. Oktober 2009
Klaus Walter in der taz über das Museumsobjekt Sonic Youth: ↑Im Status ewiger sonischer Jugend
Der Guardian erklärt ↑Why Fleet Foxes will never be as big as America
R.I.P.: ↑Composer of the Addams Family theme dies
Quietus-Interview mit Sufjan Stevens: Expressway Yourself
SKI -1-
„Eine Mischung aus Lesung und Hörspiel. Ein dramatisiertes Hörstück,
sozusagen“, nennt Initiator und Mitautor →Ulrich Noller das Projekt „SKI – Serie Krimi International“. In der Tradition der französischen Série Noire, „aber nicht ’noir‘, sondern knallbunt: Urban, multikulturell, global“ soll es sein, und jetzt, nachdem die letzte der sechs Folgen gesendet wurde, ist Zeit für ein kleines Fazit in zwei Teilen.