Glenn Hughes und kein Ende. Obwohl der Altmeister Dave Navarro für zwei Songs an die Gitarre geholt hat und Chad Smith (Red Hot Chilli Peppers) das ganze Album durchtrommelt, will der Funke nicht so richtig überspringen.
WeiterlesenAutor: Dirk-Michael Mitter
Hazy Malaze: Blackout Love
„Blackout Love“ ist mindestens so altmodisch wie die Holzvertäfelung auf dem Cover. Da sich aber Neal Casal noch nie um Trends geschert hat, ist sein Sideproject Hazy Malaze ein knackiger Rückwärts-Ausflug. Weniger Herzschmerz, mehr Soul und Funk und bärenstarke Nummern wie z.B. „Corrina“. Nostalgiker aufgepasst – CDs muss man nicht umdrehen.
(7 Fritten)
Hazy Malaze: Blackout Love
Fargo/Rough Trade
VÖ: 24.1.2005
Ani Di Franco: Knuckle Down
Beim Opener und gleichzeitig Titelsong ist eigentlich alles wie immer im Hause Di Franco, aber bereits mit dem darauffolgenden „Studying Stones“ setzt Verwunderung ein. Die kanadische Songwriterin hat ihre Kreativität in Bahnen gelenkt, bzw. lenken lassen.
WeiterlesenRPWL: World Through My Eyes
Nach dem genialen Resteverwerter „Stock“ hatte ich ein bisschen gehofft, dass RPWL einen ähnlich großen Sprung machen wie von ihrem Debüt zu „Trying To Kiss The Sun“. Haben sie nicht, aber schlechter geworden ist das Quartett auch nicht.
WeiterlesenSpock’s Beard: Octane
Oktan – da denkt man an Raubtiere, glänzende, wilde Pferde und mindestens SuperPlus. Aber außer, dass Spock’s Beard ihr achtes Album listenreich benannt haben, ist den Bärten diesmal nicht viel eingefallen. „Octane“ klingt wie Zweitaktermischung.
WeiterlesenApocalyptica: Apocalyptica
Bisher gab’s noch keine Notwendigkeit, das der Öffentlichkeit mitzuteilen, aber ich halte The Rasmus für eine sensationell untalentierte Band. Die stumpfsinnigen Riffs im Refrain ihres Megahits „In The Shadow“ sind an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Aber da Apocalyptica in der Wahl ihrer Vokalkollaborateure bislang nicht zimperlich waren, dürfen wir jetzt auf der ersten Singleauskopplung „Bittersweet“ Lauri Ylönen (The Rasmus) und den schon lange zur Lächerlichkeit verkommenen Ville Valo (HIM) anhören.
WeiterlesenEmiliana Torrini: Fisherman’s Woman
Es gab ja früher dieses Jürgen von der Lippe-Phänomen: Künstler, die in seiner Sendung „Geld oder Liebe?“ auftauchten, gingen in der darauffolgenden Woche durch die Decke. Ein paar wenige, wie z.B. John Hiatt, waren vielleicht zu gut; da hat selbst der „Geld oder Liebe?“-Sticker auf der CD den Verkauf nicht entscheidend angekurbelt.
WeiterlesenBlack Maria: Lead Us To Reason
Die schwarze Maria ist ein zusammengewürfelter Haufen aus Mitgliedern von mehr oder minder bekannten Punk- oder Emo-Bands (u.a. Grade und Zyon). Dabei ist das Quintett aber nicht ins Kopieren oder in die Routine rein gerutscht. „Lead Us To Reason“ klingt frisch, lässt aber in keiner Sekunde Zweifel aufkommen, dass die Jungs ihr Handwerk verstehen.
WeiterlesenDream Theater: Live At Budokan
Kurz nach der Triple-CD erscheint nun auch die gleichnamige DVD, die für ein bisschen mehr Geld eine Menge Bonus bietet. Die Setlist ist identisch, aber wer Dream Theater je auf der Bühne gesehen hat weiß, wie viel Spaß es macht, die Präzision der Musiker zu beobachten.
WeiterlesenAimee Mann: Live At St. Ann’s Warehouse
Aimee Mann’s Stimme ist ja eh erfreulich, aber live entfaltet sie einen ganz besonderen Glanz. Kraftvoll gurrend trifft sie jeden Ton und auch ihre Band stimmt die Songs etwas zackiger an als auf Platte üblich.Die DVD „Live At St. Ann’s Warehouse“ präsentiert ein Set mit 16 Songs, das neben den Klassikern auch mit zwei neuen Songs aufwartet.
WeiterlesenBright Eyes – Digital Ash In A Digital Urn
Das neue Jahr ist noch keinen Monat alt und alle Feuilletonisten haben drei Künstler direkt zum Konsens erhoben: Trail Of Dead, Adam Green und natürlich Conor Oberst von Bright Eyes. Und Bright Eyes biegen gleich mit zwei Alben um die Ecke.Wer bisher nur den schmachtenden Conor Oberst kennt, muss keine Angst haben, dass er sich mit „Digital Ash In A Digital Urn“ ein digitales Grab geschaufelt hat.
Musikalisch gesehen ist die Asche noch warm und trotz aller elektronischer Verkleidung sind die zwölf Songs eindeutig Bright Eyes zuzuordnen. Etwas häufiger blitzt hier die Verehrung für das larmoyante Cure-Schluchzen durch, aber die Songs hätten auch ihren Platz am Lagerfeuer bzw. auf „I’m Wide Awake, It’s Morning“ finden können.
WeiterlesenBright Eyes – I’m Wide Awake
Das ist er also, der tiefgründige, verständnisvolle Bruder von „Digital Ash In A Digital Urn“. Ein Frauenversteher, Einer, der zuhört und sich einfach darauf verlässt, dass seine Botschaft auch ohne großes TamTam ankommt. Das kommt erst am Ende der Platte, wenn Conor Oberst seine Stimme erhebt und bei schräger Trompete und einem ausufernden Jam nochmal die Sau rauslässt.
Bis dahin werden ländlich verwurzelte Oden an die Dornen oder Blüten des Lebens in zehn Songs verpackt, die so stark sind, dass sie oft kaum mehr als eine Gitarre brauchen. Neben der Saddle Creek Familie (Azure Ray, Now It’s Overhead, Mike Mogis…) adelt Emmylou Harris drei Songs mit Harmony Vocals und man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wie tief, wie anrührend das Album geworden ist. „I’m Wide Awake, It’s Morning“ ist eine durchweg großartige Platte, die nicht nur in den kommenden Monaten viele Herzen trösten wird.
Bright Eyes I'm Wide Awake, It's Morning Saddle Creek/Indigo VÖ: 24.1.2005
Trail Of Dead – Worlds Apart
Es ist mehr eine Spur der Verwüstung, als des Todes. Fernseher mussten unter den Händen der Band ihre Funktionalität hergeben, aber auch das ein oder andere Musikinstrument sah schneller den Bühnenboden auf sich zukommen als für eine handelsübliche Gitarre gut ist. Da diese Albernheiten Trail Of Dead aber anscheinend nicht davon abhalten, großartige Alben zu veröffentlichen, wage ich mal die Prognose, dass „Worlds Apart“ in zehn Jahren ein Referenzwerk sein könnte. Ein Klassiker, mit dem wir unseren Kindern beweisen wollen, dass 2005 noch was ging, mit dem, was wir in Verklärung „Indie“ nannten.
WeiterlesenDirk-Michael Mitters Lieblingsalben 2004
Ron Sexsmith – Retriever
Schon immer ein großer Songwriter, jetzt mit einem nahezu perfekten Album
Interpol – Antics
Um Längern besser als das Debüt – cool, aber doch warm
Enjoy Every Sandwich: The Songs Of Warren Zevon
Die meisten der Künstler, die schon auf Warren Zevons letztem Album „The Wind“ mitgewirkt haben, sind auch auf diesem Tribute-Album dabei. Gut ein Jahr nach dem Tod des amerikanischen Songwriters kann man nur inständig hoffen, dass die großen Namen ein paar mehr Hörer an das Werk Warren Zevons heranlocken.
WeiterlesenOST: Die fetten Jahre sind vorbei
Ein Soundtrack, der eigentlich keiner ist. Nur ein Bruchteil der 33 Songs, die auf der Doppel-CD versammelt sind, finden auch in dem Film „Die fetten Jahre sind vorbei“ statt.
WeiterlesenLive: Blackfield
Aschaffenburg, Colos-Saal, 7.12.2004
Das war eine gute Woche: Mit The Gathering in Frankfurt und jetzt Blackfield in Aschaffenburg gleich zwei Highlights des sphärischen Rock live. Nach den Erfolgen von Porcupine Tree war ich etwas überrascht, dass das Konzert gerade mal gut besucht war. Dafür waren aber nur Begeisterte da.
WeiterlesenSon, Ambulance: Key
Omaha scheint kein gutes Pflaster für Liebende zu sein. Wer dazu eigenwillige Frisuren trägt, etwas blass ist, weil er aus dem Proberaum nicht mehr rauskommt, und darüber hinaus zur Saddle Creek-Familie gehört, scheint besonders hart betroffen zu sein.
WeiterlesenNeal Morse: One
Seine Singer-/Songwriter-Ausflüge hat Neal Morse schon mit seinem vergangenen Album „Testimony“ abgestreift, mit „One“ kehrt er komplett zu seinen Prog-Wurzeln zurück. Aber war er gemeinsam mit seiner ehemaligen Band Spock’s Beard an der Speerspitze der Neo-Prog-Bewegung, klingt sein aktueller Soloausflug nach Entrümpelung der musikalischen Dachkammer. Einzig Freund und Drummer Mike Portnoy überzeugt wie immer, der Rest bleibt leider hinter den Erwartungen zurück.
(5 Fritten)
Neal Morse: One
InsideOut/SPV
Spiderbait: Tonight Alright
Völlig untergegangen ist das Album des australischen Trios Spiderbait. Schade eigentlich. Ihr Rock’n’Roll/Stoner Rock-Cocktail stimuliert alle Geschmacksknospen. Und verdammt: Die haben Ram Jams „Black Betty“ geil hingekriegt. So hätten es nur die Butthole Surfers mit Fu Manchu im Schlepptau aufnehmen können.
(8 Fritten)
Spiderbait: Tonight Alright Universal VÖ: 28.3.2004



