Karl Braun

Bis die schöne Seite alte-krimis.de steht, gibt es hier Hinweise auf lesenswerte Criminalia aus dem 19. Jahrhundert. Heute: Karl Braun. Auch der ein liberalpolitischer Kopf, Autor diverser Novellen, u.a. „Der Cadettenmord zu Weilburg an der Lahn. Eine Criminalnovelle aus der Kaserne“, die →hier als PDF verfügbar ist, nebst Interessantem zum Leben des Autors.

Wochenausblick

Diese Woche ist, wie man so schön sagt, in einigen Teilen noch ergebnisoffen. Am Dienstag lobt Bernd Duane Swierczynskis „Secret Dead Men“ als „eines der herausragenden Bücher des Lesejahres“, am Donnerstag lasse ich mich nicht lumpen und nenne Charles Willefords „Ketzerei in Orange“ einen absoluten Klasseroman. Aber sonst? Man könnte mal das Thema: „Warum ich nach der ersten Seite erkenne, dass jemand nicht schreiben kann“ ausführen, natürlich wie immer die Aktualitäten im Blick haben und auf Herrn K. hoffen, aber ich fürchte, der alte Finanzbeamte verprasst gerade sein Weihnachtsgeld und kommt blogmäßig vor Heiligabend nicht mehr in die Gänge. Mit Holtei verschone ich euch, aber zum Jahrbuch hätte ich vielleicht noch das eine oder andere Wörtchen zu sagen, wenns genehm ist.

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Erster Einblick in die Krimiproduktion 2006

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„Dann sind die Zugvögel den ganzen Winter lang beieinander gewesen, haben diverse Kontakte geknüpft, alte Bekanntschaften aufgefrischt, neue Lebenspartner gefunden, dabei tüchtig allerhand Viren und anderes verstreut und kehren zurück. Dann müssen unsere Hühner wieder in den Stall. Dann kriegen sie Beklemmungen, unsere Hühner, Ängste, sie werden, um das mal gewichtig zu sagen, klaustrophobisch, unsere Hühner.“

Dies sagt voraus: →Astrid Paprotta. Und was sagt dpr voraus? Astrid Paprotta arbeitet derzeit am ersten Hühnerkrimi der internationalen Spannungsliteratur! Aber ganz sicher! Ich kenn doch die Anzeichen!

Der Verlag und die Kultur

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Ursprünglich sollte das Jahrbuch als „book on demand“ erscheinen. Auf Verlagstour wollte ich nicht gehen, denn was hätte ich schon zu bieten gehabt? Die Aussicht auf Profit ganz gewiss nicht. „Ein Jahrbuch, meine sehr verehrten Damen und Herren“, hätte ich sagen können, „muss man sich als Verlag leisten. Einfach so. Im Dienste der Krimikultur.“ Und dann hätten sie mich rausgeschmissen.

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Altpapier gesucht

Besitzt ein Leser, eine Leserin dieses Blogs das Buch „Untersuchungsrichter, Diebsfänger, Detektive. Theorie und Geschichte der deutschen Detektiverzählung im 19. Jahrhundert“ von Hans-Otto Hügel? 1978 in der Sammlung Metzler erschienen. Wäre der Besitzer, die Besitzerin dieses Buches bereit, mir nämliches zu verkaufen? Falls ja: hier kann man mir das mitteilen. Bitte mit Preisvorstellung.

Andrew Taylor: Der Schlaf der Toten

Doch, mir hat Andrew Taylors Roman „Der Schlaf der Toten“ auch gefallen. Vorzugsweise im Lehnsessel zu schmökern, draußen schneit es, drinnen prasselt das Ferngas romantisch im Heizkörper, und wenns schaurig wird, dimmt man die Beleuchtung auf Zwielicht. Was also inhaltliche Wiedergabe und summarische Bewertung angehen: siehe die →Rezension des Kollegen Menke. Willkommene Gelegenheit, zwei spezielle Punkte näher zu beleuchten. Einen, der bei Ludger keine Erwähnung findet, einen anderen, in dem ich ihm – nicht widerspreche, aber ihn doch etwas ergänzen möchte.

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Ergebnis eines Dienstgangs

Wie hier vor Wochenfrist angekündigt, habe ich in den letzten Tagen eine zwar nicht repräsentative, so doch vage wissenschaftlich angedachte Inspektion hiesigen, d.i. Saarbrücker Handels mit Kriminalromanen durchgeführt, partiell begleitet von Chef Walter, der sich bei dieser Gelegenheit nicht zügeln konnte, über die noch elendere Situation der Science Fiction Literatur zu lamentieren.

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Uncool

… ist mal wieder Ludger vom anderen-Blog-da. Erst muss er natürlich seine →Andrew-Taylor-Rezension vor meiner ins Netz hauen. Keine Rücksicht mehr auf alte Leute. Ich bin halt nicht mehr so schnell! Dann, kaum habe ich meinen Deutschkrimirückblick fertig, konfrontiert er mich mit dem →Gemetzel Eckert – Seghers, was ich jetzt wohl auch noch da reinpacken soll, was? Wenn sich zwei streiten, von denen der eine mit den historischen Begrifflichkeiten nicht ganz klarkommt und der andere in diesem Jahr doch eigentlich schon genug Scheiß erzählt hat. Muss der Menke natürlich wieder alles haarklein…böser Menke! Sollten wir uns in der Vorweihnachtszeit nicht mal alle ganz furchtbar lieb haben? Der Horst den Jan, der Ludger das Syndikat, der Krimi die Vollwertliteratur. Macht mal einer ein Teelichtchen an?

Bienenkrimi

Mit Holtei und Krimijahrbuch werden wir nicht reich. Aber reich werden müssen wir und wollen wir. Nachdem sich nun veritable Größen der deutschen Krimikultur zu Frau Swanns Schafskrimi „Glennkill“ →bekannten (jetzt darf ich’s ja zugeben: Auch ich war hingerissen!), wollen wir euch heute unseren großen Reibach-Coup vorstellen: den ersten Bienenkrimi der Weltliteratur! Er heißt „Honigmord im Honeymoon. Ein literarischer Bienenkrimi“, spielt natürlich in England und wurde von Frau Joyce Schiller verfasst, hinter der sich ein bekannter Kriminalblogger aus dem Saarländischen verbirgt.

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Werft die Netze aus!

Es geht ihn zwar wieder mal nichts an, aber → Ludger Menke kanns halt nicht lassen. Sollen sich unsere Krimibuchhandlungen zu Werbegemeinschaften zusammenschließen und zum Beispiel gemeinsame Kataloge herausgeben? Ergänze: einen gemeinsamen Webauftritt realisieren? Ihre Bestände an Antiquarischem in eine Datenbank packen? Hm. Das hat was. Vernetzung. Ein Stückchen Krimikultur auch das. Aber mich gehts ja auch nichts an.

Däninnenkrimis

Elsebeth Egholm und Kirsten Holst sind zwei bewährte Kräfte dänischen Krimischaffens. In ihren aktuellen Büchern, „Das nächste Opfer“ und „Der Tod steht auf der Schwelle“, geht es, kaum verwunderlich, um mysteriöse Morde und ihre Aufklärung. Ende der Gemeinsamkeiten. Zwischen beiden Titeln liegen lange 200 Seiten.

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