Urlaubsvertretung: Hammesfahr & Preisrätsel

Den neuen Krimi von Petra Hammesfahr hat Sabrina Steiger in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ unter die Lupe genommen. Ihre →Rezension endet:

„Spannende Elemente und Figuren hat das Buch zu genüge. Doch die ordnende Hand des Detektivs wäre hilfreich gewesen.“

Und: schnell, schnell! In der „WAZ“ gibt es auch was zu gewinnen! Üppige Krimipakete für diejenigen, die beim →Kurzkrimi erraten, durch welche Dummheit sich der Täter verrät. Leicht! Einsendeschluss ist der 17. August.

Sommerkrimi -5-

Auf den fernen Kontinent der Kindheit führt uns der heutige Sommertrip. Nein, eine Feuerzangenbowle werde ich nicht ansetzen. Statt der Dampfmaschine sorgten Beatles und Stones für mächtig Druck, die harmlosen Streiche waren dem gewichen, was später als „1968“ legendär wurde, und in Bonn dümpelte die Große Koalition, die uns auch heuer wieder erwartet.

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Schule der Rezensenten: Auch für dich!

Du magst Wolf Haas und bedauerst, dass der keine 62 Romane geschrieben hat? Du kennst das Internet und weißt, dass es dort Krimiforen gibt? Na, dann auf! Wähle dich in ein solches Forum ein und stelle die entscheidende Frage: „Ich lese gerne Wolf Haas und möchte gerne wissen, ob Ihr mir ähnliche Krimis empfehlen könnt“. Die Antworten werden nicht auf sich warten lassen, und eine wird sein: „Versuch es doch mal mit dem Erstlingsroman „Prälat Abels letzte Fahrt“ von Gunnar Steinbach. Der schreibt auch so abgefahren!“

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Urlaubsvertretung: Vargas, Nachtrag

„Im Rückblick auf seinen Vorgänger „Fliehe weit und schnell“ liefert dieser jüngster Roman vergleichsweise herkömmliche Kriminalunterhaltung, die aufgrund allzu leichter Vorhersehbarkeit weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. Ungeachtet dessen sind es jedoch die aufs neue überaus gelungene Modellierung der Haupt- und Nebenfiguren sowie raffinierte Anleihen aus märchenhaften Erzählungen, die den Roman weit über dem Durchschnitt des Genres zu halten vermögen.“

So die Quintessenz einer →Rezension von Gregor Schuhen in der „FAZ“ vom 8. August, Fred Vargas‘ „Der vierzehnte Stein“ betreffend. Auch die Übersetzung, vor allem des kanadischen Französisch, wird bemängelt. Hm.

Urlaubsvertretung: Schafrichter

„Detektiv Lamm ermittelt“ informiert uns Ulrich Baron in der heutigen Ausgabe der „Welt“. Gemeint ist natürlich der allfällige Trend hin zum Tier als Krimihelden. Seine allgemeinen Betrachtungen knüpft der Autor an das Erscheinen eines „Schafskrimis“ von Leonie Swann, „Glennkill“, der umsatzfördernderweise auch noch in Irland spielt und von dem schon jetzt Lizenzen in aller Herren (Tiere?) Länder verkauft werden konnten. Also ich liebe Schafe. Vor allem gebratene halbe Schafsköpfe, was der Isländer kvid nennt. Das Auge, das einen so traurig anstarrt, ist das Beste.

Renate Kampmann: Fremdkörper

Über die Gründe für die nicht nur hierzulande enorme Beliebtheit von Krimis aus dem Forensikmilieu kann man nur spekulieren. Vielleicht ist es dieses Nebeneinander von archaischem Grauen und nüchterner Wissenschaft, das den Reiz des Zweiges begründet. Dass dessen Helden in aller Regel Heldinnen sind, mag das Bild abrunden. Die Frau als Mittlerin zwischen dem Irrationalen und dem Rationalen. Ende des psychoanalytischen Einstiegs.

Renate Kampmanns „Fremdkörper“ spielt in diesem Milieu. Ihre Protagonistin Leonie Simon arbeitet als Gerichtsmedizinerin in Hamburg, hat eine detektivische Ader und das ausgeprägte Talent, sich überall Feinde und sonstige Gegner zu machen.

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Wahlplots -2-

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Merkwürdig still ist es um Deutschlands Krimiautorenelite geworden. Lesereisen wurden abgesagt, Autorenblogs bleiben ungepflegt. Denn die Autoren schreiben. Sie schreiben Wahlthriller, Wahlwhodunnits, Wahlregionalkrimis, ja selbst ein Wahlkatzenkrimi und ein Wahlweinkrimi sind in Arbeit. Die Zeit drängt, denn spätestens Anfang September müssen die Offsettrommeln rotieren.

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Kurzkrimi

„Damit das von vornherein klar ist, Leute: Ich erzähl euch die folgende Story nicht zum Vergnügen, sondern damit ihr was lernt. Mein Beispiel soll euch ein für allemal vor Augen führen, wie tief ein Mann sinken kann, wenn er einer schönen Frau verfällt, von skrupellosen Killern gejagt wird, Trost nur noch im Alkohol findet und, was das Schlimmste ist, in Osnabrück lebt.“

So beginnt der →erste Teil des launigen Kurzkrimis „Osnabrück Blues“ von Christian Maintz auf der berüchtigten „Die Wahrheit“-Seite der taz von gestern. →Teil 2 gab’s heute.

Summer Camp -12-

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Handübungen, wie man sie an einem bestimmten Punkt der theoretischen Überlegungen machen sollte, sind eine unangenehme Angelegenheit, solange sie nicht gelingen. Solange sie aber nicht gelingen, besteht die Möglichkeit, dass sie Erkenntnisse liefern. Erkenntnisse, die das Projekt zum Scheitern verurteilen oder, wir hoffen es, den Durchbruch zum Erfolg bringen.

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Wahlplots -1-

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Merkwürdig still ist es um Deutschlands Krimiautorenelite geworden. Lesereisen wurden abgesagt, Autorenblogs bleiben ungepflegt. Denn die Autoren schreiben. Sie schreiben Wahlthriller, Wahlwhodunnits, Wahlregionalkrimis, ja selbst ein Wahlkatzenkrimi und ein Wahlweinkrimi sind in Arbeit. Die Zeit drängt, denn spätestens Anfang September müssen die Offsettrommeln rotieren.

Wir haben in bewundernswerter Recherchearbeit einige der Plots ermittelt und stellen sie bis Ende des Monats in loser Folge vor. Begonnen sei heute mit: DIE WELTFORMEL.

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Sommerkrimi -4-

Sommer und Abenteuer. Davon hatten wir bisher reichlich. Zeit, es etwas langsamer angehen zu lassen und einen Kurztrip an einen Ort zu unternehmen, der für die Langsamkeit der dort lebenden Menschen und ihrer Gedanken bekannt ist: die Pfalz. Genauer gesagt: Kaiserslautern.

Schön; dies schreibt ein Saarländer, Vertreter eines Volksstammes mithin, der wegen seiner räumlichen Nähe zu Pfalz und Pfälzern gestraft genug ist. Schon dieser Dialekt – man kann die Pfalz bekanntlich nur mit Ohropax durchqueren, wenn man keinen Schaden an Leib und Seele nehmen will, und da ist es schon sehr rücksichtsvoll von Dr. Bernd Franzinger, seinen Krimi „Dinotod“ in astreinem Hochdeutsch anzubieten. Aber als Akademiker (in der Pfalz erhält man den Doktortitel, wenn man vor dem Schreiben des eigenen Namens sicherheitshalber noch mal in den Duden schaut) weiß Franzinger natürlich, was er der Kultur, die bislang so schmählich an der Pfalz vorbeigegangen ist, schuldig ist.

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