
Wenige Leser von Kriminalromanen mögen ein Urteil fällen wie spatz46 aus Bad Waldsee, UrheberIn einer →„Lieblingsliste“ bei amazon.de zu Hammetts Malteser Falke:
WeiterlesenZig mal gelesen, nie kapiert. Grandios.

Wenige Leser von Kriminalromanen mögen ein Urteil fällen wie spatz46 aus Bad Waldsee, UrheberIn einer →„Lieblingsliste“ bei amazon.de zu Hammetts Malteser Falke:
WeiterlesenZig mal gelesen, nie kapiert. Grandios.
… aber in den letzten Wochen mehrmals an dieser Stelle erwähnt: Hallgrimur Helgasons famoser Roman „Vom zweifelhaften Vergnügen, tot zu sein“. Dazu gibt es jetzt für Interessierte →hier eine Rezension. Lieblingszitat: „Die Schriftsteller sollten schreiben, was ein Seemann in Seenot gern lesen würde.“ Genau so.
Den Hinweis in den →„Alligatorpapieren“ gestern habe ich einfach nur so hingenommen. Blödes Schickimickiliteraturgebabbel. Als dann Ludger Menke sich in seinem →„Nachtbuch“ darüber echauffierte, hab ich mir das Gebabbel angetan und konnte Ludgers Urteil nur traurig abnicken. Als dann wiederum die →„Alligatorpapiere“ auf Ludgers Blogeintrag hinwiesen, habe ich mir die Seite →„README“ mal etwas genauer angeguckt. Ojoiojoi!
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Das ist schon merkwürdig. Wir haben Anfang und Ende eines Krimis, wir haben eine Konstruktion, die das Funktionieren der Erzählperspektive(n) regeln soll – und jetzt soll plötzlich schon „die Sprache“ abgehandelt werden. Wie denn das?
WeiterlesenNachdem das →„Preisbloggen“ des „ZEIT Blogger Salons“ scheinbar ziemlich gegen die Relevant gefahren wurde, wie es ein Kollege aus der Wortspielredaktion ausdrückte, sieht sich das Krimiblog im Weblog von HINTERNET, der ZEIT des Internets, genötigt, einen eigenen Preis auszuloben.
Nämlich:
den Bella-Blogg-Gedächtnispreis 2005!
WeiterlesenEigentlich lese ich ungern, wenn ich mit dem Zug fahre. Nur wenn der abzuarbeitende Stapel gar zu hoch ist, greife ich auch während der gewohnt unzuverlässigen und servicemäßig lausigen Fahrt mit der Bahn zum Buch. Zu Thomas de Quinceys „Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet“ etwa.
WeiterlesenNa? Gestern auch vor dem Schaufenster der Buchhandlung gestanden, auf die Berge mit „dem neuen Donna Leon“ geguckt und sich überlegt, ob man so ein Ding mal lesen sollte? Bevor ihr das tut: Hier ein ziemlich genialer Kurztest, der euch Geld und Zeit sparen kann.
WeiterlesenHat man sich erst einmal in ein Thema eingehört, wird man selbst für leiseste Töne empfänglich. „Literarische Krimis“ also. Ein →kleines Zitat der Autorin Silvia Kaffke im Forum der Krimi-Couch:
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Carolin Spinnaker, Fotografin beim Nachrichtenmagazin Objektiv, steckt in mehr als einer Klemme. Sie befindet sich an Bord des Luxusliners Poseidonna, um dessen spektakuläre Überführung von der Werft ins offene Meer zu dokumentieren. Knifflige Arbeit, einen solchen Koloss über die Ems zu manövrieren. Und nicht unumstritten, weil man das Flüsschen dem Zweck hat „anpassen“ müssen.
Carolines Probleme beginnen, als Lars Minnesang, ihr Reporterkollege, spurlos verschwindet. Er war einer heißen Sache auf der Spur, einem Skandal – was ist mit ihm passiert? Statt seiner sind plötzlich zwei blinde Passagiere auf der Bildfläche. Einer will die Natur schützen und plant daher Sabotageakte. Den anderen haben Rachegründe auf die „Poseidonna“ getrieben.
WeiterlesenIst das Zufall? Gestern wiesen →„die Alligatorpapiere“ auf das Bedauern der amerikanischen Kolumnistin Sarah Weinman über das Fehlen von Übersetzungen ausländischer Kriminalromane hin. Sie beschließt ihre Ausführungen:
Weiterlesen“I’ll just keep on sounding the same drum again: there are fabulous writers who aren’t known to the English speaking public and thanks to the effort of small presses like Arcadia and Bitter Lemon (as well as larger ones like Harvill Secker) they are getting attention and readership. May the pie grow and add more pieces for more authors.”

Geschichten bekam man in der Prä-TV-Aera zumeist mündlich überliefert. Bücher kosteten viel Geld, Lesenkönnen war ein nicht alltägliches Privíleg. Wir sprechen vom 18., vom 19. Jahrhundert.
Das war auch die Zeit, in der die modernen Erzählperspektiven in der Literatur heranreiften. Ihnen zugrunde lag zumeist die prototypische Situation des (um Arno Schmidt zu zitieren) „Erzählers im lauschenden Hörerkreis“. Irgendjemand erzählte wahre oder erfundene oder aus beiden Elementen spannend gemixte Geschichten in der Er- oder Ich-Form. Der Sprecher musste, wollte er sein Publikum bei der Stange halten, einiges bedenken. Wenn ich jemandem etwas erzähle, dann entwickelt sich im Kopf des Zuhörers ein Film. Das ist kein geringer Aufwand, und ich tue gut daran, es meinem Zuhörer zu gestatten, seinen Film möglichst ohne notwendige „Nachbearbeitung“ zu drehen.

Wenige Leser von Kriminalromanen mögen ein Urteil fällen wie „spatz46“ aus Bad Waldsee, UrheberIn einer →„Lieblingsliste“ bei amazon.de zu Hammetts „Malteser Falke“:
Weiterlesen„Zig mal gelesen, nie kapiert. Grandios.“
Wer bin ich, dass ich einer Frau widersprechen könnte? Also unwidersprochen das, was Donna Leon in einem →Interview zu „Literatur und Krimis“ zum Besten gibt.
Weiterlesen„Oh, glauben Sie mir. Ich bin die letzte, die behauptet, meine Bücher seien Literatur. Jane Austen und Henry James haben Literatur geschrieben. Ich schreibe Kriminalromane.“

Sommerzeit. Und wenn Sommer ist, lesen wir alle unsere Krimis am Strand (karibisch, sonnenerschlagen), auch wenn wir uns auf der Couch unserer 2-Zimmer-Kellerwohnung (deutsch, Starkregen) lümmeln. Und was lesen wir?
„Der Fengshui-Detektiv und der Computertiger“ wäre keine schlechte Wahl. Wir wollen uns unterhalten, nicht aufregen, wir sind milde gestimmt und suchen nicht nach dem Spannungsbogen, wir machen einen Abstecher in das geheimnisvolle südliche Asien und lernen Menschen kennen, von denen wir zwar nicht glauben, dass es sie wirklich geben könnte, aber schön dass es sie gibt.
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Ich mag sie nicht, diese großen und letzten Fragen. Was ist der Sinn der Lebens? Entweder du schreibst ein zehnbändiges philosophisches Traktat darüber oder kommst zu dem Schluss, es sei der Sinn des Lebens, endlich einmal deine Plattensammlung alphabetisch zu ordnen. Warum also die Frage, was ein Krimi sei? Ganz einfach: Weil ich gerade ein Buch lese, das kein Krimi ist – und doch der spannendste Krimi, den ich seit langem gelesen habe.
Weiterlesen„Watching the detectives“ lässt lesen. Diesmal Dr. Bernd Kochanowski den neuesten Krimi von Andreas Hoppert, „Die Medwedew-Variante“.

Jeden Morgen das Gleiche. Ratlos liegt Marc Hagen da und weiß nicht, wer er ist, wo er ist und was gestern war: Er leidet an einer partiellen Amnesie. Alle Erinnerung an sein früheres Leben, an Familie, Freunde und Bekannte sowie an alles was sich gestern ereignete, ist in einem schwarzen Loch verschwunden. Seine einzige Verbindung zu der jüngeren Vergangenheit ist das Tagebuch, welches er führt. Tag für Tag kann er dort wieder nachlesen, was er in den Vortagen erlebte oder was ihm erzählt wurde. Nicht-personenbezogenes Wissen und sein logisches Denkvermögen sind nicht beeinträchtigt.
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Warum ein Buch lesen, wenn man auch über eines schreiben kann? Gastkritiker bei „Watching the detectives“ – und du hast es geschafft! Hier zwei interessante Titel für interessierte Leser.
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„Literarische Krimis“ pro und contra. Ist das schon das Ende der Diskussion? Es war bisher eine Dreierdiskussion, aber vielleicht gibt es eine/n Vierte/n, Fünfte/n, der/die noch etwas dazu sagen möchte? Fassen wir also das bisher Gesagte kurz zusammen.
WeiterlesenWie mir Herr Preyer vom Oerindur Verlag soeben mitgeteilt hat, ist C.H. Guenter („Kommissar X“ und vieles andere) gestern 81jährig in seinem Haus am Ammersee gestorben.

Redet man von „Erzählperspektive“, wird fast immer der Begriff „Kamera“ assoziiert. Das „Ich“ filmt die Handlung aus der Perspektive einer handelnden Person, das „Er“ hängt die Kamera quasi über dem Handlungsraum auf und gibt wieder, was sich dort tut. Sie folgt einer oder mehreren Personen, ist nüchterner und distanzierter als die Ich-Perspektive, deren Vorteile eher in der subjektiven Färbung des Geschilderten sowie der leichteren Identifikationsmöglichkeit des Lesers mit dem Erzähler liegen.
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