Wo steckt Wickius?

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(Kommissar Wickius kennt die Verbrechens- und Kriminalliteratur der letzten ca. 2500 Jahre in- und auswendig, er löst jeden Fall, indem er das literarische Muster dafür sucht. Und Sie? Wissen auch Sie, welche klassischen Fälle den hier in loser Folge geschilderten Mordtaten zu Grunde liegen? Dann nichts wie ran an die Kommentarfunktion! Für alle Unbelesenen gibt es die Auflösung immer ein paar Tage nach der Veröffentlichung der Geschichte.)

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Die andere Meinung

Das Kontroverse von Literaturkritik, wie es →hier vor einigen Tagen beschworen wurde, verstummt vor dem Meisterwerk. Man ist sich einig. Meisterwerke gibt es wenige, Robert Littells „Die kalte Legende“ ist eins, sogar bei den Rezensenten. Aber nein, nicht bei allen. Heute schreibt Katharina Granzin im →taz magazin folgenden denkwürdigen Satz:

„Martin Odum, Privatdetektiv mit CIA-Vergangenheit, quält sich mit der Ungewissheit darüber, welche seiner „Legenden“, wie die CIA die erfundenen Identitäten ihrer Agenten nennt, sein wahres Ich sei.“

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Möwe, Schwalbe, tote Kuh?

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Ist das etwa ein neues Krimibilderrätsel? Ja. Nein. Eigentlich ist es nur das Cover des Krimijahrbuchs 2007, entworfen von der aufstrebenden jungen Künstlerin Birgit Jansen. Man sieht was drin ist: Krimi eben (die Kuh wurde übrigens von Mitherausgeber Noller persönlich ins Reich der Wurstfabriken befördert), dann diese lächelnde Frau rechts und unten das Auge der Dreifaltigkeit, für das unser Senior-Herausgeber Modell gestanden hat. Und der hat jetzt noch eine prima Sparnachricht…

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Stuart MacBride: Die dunklen Wasser von Aberdeen

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(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)

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Zwei Meinungen, ein Beispiel

Welchen Gewinn hätte die Krimikritik, hätten die Leser von einem bloßen Nebeneinander des Pro und Contra zu Titeln auf der Krimiwelt-Bestenliste? Würde das genügen oder wäre es lediglich der Auftakt zu einem Hauen und Stechen, bei dem Irrtümer nachzuweisen und einzugestehen wären? Exerzieren wir das doch einmal stichwortartig an einem aktuellen Beispiel durch.

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Okay, streiten wir uns

KrimiWelt-Bestenliste – pro und contra. So lautete der Arbeitstitel eines für das neue Krimijahrbuch geplanten Beitrags, in dem sich Tobias Gohlis, Initiator der Liste, und N.N. über Sinn und Unsinn des Projektes austauschen sollten. Den Beitrag aber wird es nicht geben; zwei potentielle Contra-Autoren haben, aus durchaus nachvollziehbaren Gründen, abgesagt. Und selbst die Rolle des teuflischen Advokaten zu übernehmen, dazu bin ich nicht der richtige Mann. Ich mag die Liste nämlich. Aber.

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Ein Toter mit vielen Gesichtern

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(Kommissar Wickius kennt die Verbrechens- und Kriminalliteratur der letzten ca. 2500 Jahre in- und auswendig, er löst jeden Fall, indem er das literarische Muster dafür sucht. Und Sie? Wissen auch Sie, welche klassischen Fälle den hier in loser Folge geschilderten Mordtaten zu Grunde liegen? Dann nichts wie ran an die Kommentarfunktion! Für alle Unbelesenen gibt es die Auflösung immer ein paar Tage nach der Veröffentlichung der Geschichte.)

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Stieg Trenter: Eine Puppe für Samarkand

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(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)

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Umfang mal Piekwadrat

Die Biermann, einfach nicht zu berechnen. Jüngst erst mit dem „Schwerpunkt“ des Krimijahrbuchs 2007 geehrt (eine Auszeichnung, gegen den der Glauser aussieht wie ein angeknabbertes Lebkuchenmännlein), prescht sie dennoch weiter ruhelos nach vorn, alle vier Wochen sonnabends begutachtet sie MENSCHEN-ORTE-KRIMINALITÄT im RBBinfoRADIO 93,1, am 9. Dezember 2006 um 11:45 Uhr ist es wieder soweit – wann schläft diese Frau eigentlich? Etwa bei den Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 00:45 und 05:45? Unwahrscheinlich. PieBie schläft nie. PieBie dehnt sich weiter aus wie ein nimmersattes Universum. Jetzt auch zu hören in der neuen Folge, die sich mit Seyran Ates, Migrantin, Juristin, Pionierin gegen Gewalt beschäftigt.

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Carl Hiaasen: Unter die Haut

Die Überzeichnung ist ein Mittel, Handlung und Personal zu verfremden, zu verzerren, um ihren wahren Charakter unter der Maske erkennbar zu machen. Etwas überzeichnen heißt also: etwas enthüllen. Indem etwa Personen so agieren, wie sie ganz bestimmt nicht agieren, zeigt man, wie sie agieren. Die Personen werden komisch, Ereignisse spitzen sich zu, Geschichten taumeln in der Aberwitz und zerbrechen dort zur Nüchternheit. Eine sehr theoretische Sache, denkt man, ja, ohne Zweifel, denn in der Praxis gelangt die Überzeichnung zumeist nur bis zum Aberwitz, bleibt die Verzerrung Verzerrung, das Lachen darüber das Lachen darüber. Eine der großen Ausnahmen ist Carl Hiaasen.

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2006: Die Besten

2006, das Krimijahr. Was war gut, was wird bleiben? Der Rezensent hat seine Arbeiten kritisch gesichtet und elf Titel ausgewählt, denen er die Stempel „unbedingt lesen!“ und „weiter so!“ ohne Zögern aufdrückt, eine Hitparade, die aber keine ist, denn die ausgesuchten Romane lassen sich in thematischen Kleingruppen zusammenfassen, was nun ein zwar unvollständiges, aber über den Listencharakter hinausgehendes Bild des kriminalliteratischen state of the art hierzulande und anderswo ergeben könnte. Und hier ist sie: die Top 11 Zwotausendsechs.

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2006: The lost novels

Das Jahr neigt sich nach vorne und liegt, kaum sind die Weihnachtsplätzchen gegessen, vollends auf der Schnauze. Die Zeit der Rückschau ist angebrochen, in der wir Rechenschaft über das vergangene Krimijahr ablegen müssen. Aufgrund unserer außergewöhnlich guten Beziehungen zu den Putzgeschwadern der deutschen Verlagshäuser ist es uns gelungen, die Manuskripte dreier Kriminalromane zu lesen, die nicht das Licht der Welt erblickten. Drei Romane von drei Heroen des Genres – schnöde von den Lektoraten für unwürdig befunden und in die Papierkörbe entsorgt. Hier sind sie.

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Gunnar Steinbach: Des Schreinermeisters schönster Sarg

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(Weihnachten naht. Und mit ihm die Frage: Welche Krimis schenke ich meinen Liebsten? Jeder weiß: Das kann ins Auge gehen und langjährige Freundschaften abrupt beenden. Doch keine Angst: Hinternet hilft. Die Krimiredaktion hat einige aktuelle Spitzenprodukte der Spannungsindustrie unter die Lupe genommen und ihnen den jeweiligen Idealtypus Leser (hier „Geschenkempfänger“ genannt) zugeordnet. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.)

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Wirklich nur ein Zufall?

Soeben frisch ausgepackt: Bücher von Stieg Trenter („Eine Puppe für Samarkand“, Neuer Europa Verlag) und Leif G.W. Persson („Zwischen der Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters“, btb). Na und?
Bücher kommen hier täglich an, aber – das hier sind schwedische! Schwedische! Ich krieg eigentlich eher mauretanische als schwedische und jetzt gleich zwei und das einen Tag nachdem mir der Band „Fjorde, Elche, Mörder. Der skandinavische Kriminalroman“, herausgegeben von Jost Hindersmann auf den Tisch geflattert ist! Zufall?

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Laura Lippman: Gefährliche Engel

Laura Lippman, so schrieb der Rezensent anlässlich des letzten Abenteuers ihrer Protagonistin Tess Monaghan, gehöre „zu den Lieferantinnen solider Spannungsware“. Dieses Urteil muss nach der Lektüre von „Gefährliche Engel“ revidiert werden: Denn nicht nur solide Spannungsware beschert uns die Autorin, auch fein ausgedachte Beobachtungen psychischer und weltlicher Kalamitäten hat sie im Programm.
Wobei das einzig leicht Ärgerliche an „Gefährliche Engel“ eben dieser deutsche Titel ist. Engel sind Alice und Ronnie, die beiden elfjährigen Mädchen nämlich nicht, gefährlich schon, denn sie entführen einen Säugling und töten ihn anschließend. Für diese Tat sperrt man sie sieben Jahre weg, Elfjährige, wohlgemerkt. Als junge Frauen werden sie in die Freiheit entlassen, doch als wiederum ein Kleinkind gekidnappt wird und sich herausstellt, dass sich die beiden Mädchen ganz in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben, holt sie die Vergangenheit ein.

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Jahrbuch-Leckerli 1

Die heiße Phase des Krimijahrbuchs 2007 hat begonnen. Nach und nach trollen sich die Manuskripte in meinen Briefkasten, erste Fingerübungen zum Satz werden angestellt, Fotos begutachtet (ja, diesmal auch mit Bildern drin! Schwarz-weiß-schön). Wer bis Donnerstag 24 Uhr nicht geliefert hat, erhält in den nächsten Tagen dezenten Besuch zweier italienischer Herren, Spezialität: Finger brechen, Schultern auskugeln, Korrektur lesen. Selbiges gilt auch für Leser, die nicht so-fort vorbestellen. Und lieber eine kleine Extragabe des Herausgebers wollen als einen dicken Krankenschein. Kleinere Leckerli zum Appetitmachen werden ab sofort in unregelmäßiger Folge verabreicht.

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