So muss es einem gut eingeführten Serienkiller ergehen: Das Opfer liegt bereit; hilflos; vor Angst erstarrt. Die Instrumente sind gesäubert, die Stimmung ist angemessen. Langsam nähert sich die Bestie, ein Skalpell für die erste Grobbearbeitung in der Hand, dem zitternden Häuflein Mensch. Und plötzlich…
…erhebt sich das vorgebliche Opfer, lächelt ironisch, tippt dem Killer an die Stirn und sagt: „Gell, das hast du dir fein ausgerechnet. Aber nicht mit mir, du Perversling.“ Dreht sich um, sagt Tschüs und hüpft von dannen.
Autor: dpr
Blut wird fließen
→Thomas Klingenmaier mag Arne Dahl nicht, → Tobias Gohlis hingegen mag ihn sehr. → Joachim Feldmann lobt Anne Chaplet, auch → Walter Delabar kann ihr Positives abgewinnen, → dpr findet sie fürchterlich. Da ist es tröstlich, dass die fünf genannten Kritiker eins gemeinsam haben: ihre Mitarbeit am → Krimijahrbuch 2006.
WeiterlesenBrainstorm in der Mittagspause
Nee, das mit den → Krimi-Porträts machen wir so nicht… zu unflexibel… zu endterminhaltig. Da machen wir lieber Heftchen. 24 Seiten oder so. Schöne, schmale Heftchen mit ausführlichen, werkbetrachtenden Porträts. Kurzfassung gibts kostenlos hier, das Probierstück auf Papier bald zum Probierpreis. Limitierte Auflage? 100 Stück? Ma guckn. Probierstück also. Bin ich ja schon dran. Noch mal alles lesen. Die Frau da. Ihr wisst schon.
WeiterlesenAaaargggh!
Ja verreck, muss ich heute vielleicht den ganzen Tag granteln? Hab ich nichts besseres zu tun, Herr Wittstock von der → „Welt“?
WeiterlesenKrimi-Couch durchgesessen?
Ich hab ja nix dagegen, zitiert zu werden. Richtig, wenns geht. Und schon gar nicht sinnverfälschend. Ich hab auch nix gegen Kritik am Glauser samt Criminale und Syndikat. Als Gewährsmann eigne ich mich dafür aber nicht, lieber Lars von der Couch.
WeiterlesenSUBnotebook
Via → Astrid Paprotta erreicht uns → folgender Vorschlag
zum Frühjahrsputz im verwilderten Garten der deutschen Sprache:
»Der LAPTOP und das NOTEBOOK könnten ‚KLAPPRECHNER‘ heißen.«
Exakt. So wie der Airbag Prallkissen heißen sollte, wenngleich unter Schweinigeln damit die Brüste der Pamela Anderson bezeichnet werden. Was aber mache ich stolzer Besitzer eines Sub-Notebooks? Unterklapprechner? Kleinklapprechner? Und wie übersetze ich künftiglich Thriller? Doch bitte nicht Aufreger! Dann schon eher Nervenkitzler. Oder Gänsehäuter. Lebendiges Deutsch eben!
SUBoptimal
Endlich habe ich, was jede Foren-Lore längst ihr Eigen nennt: einen SUB! Einen Stapel ungelesener Bücher; kein Chaos mehr, keine verwirrende Skyline. Eine MAD (Mülltonne arschlangweiliger Druckerzeugnisse) hab ich schon seit geraumer Zeit, ebenso einen HASS (Hügel ausgewählt sauguter Spannungsliteratur). Jetzt also auch einen SUB, man ist ja subprofessionell. Und so sieht er momentan aus:
WeiterlesenEin Lehrbuch für KrimiAutorinnen
Ich möchte endlich einmal einen Krimi lesen, der nichts aufklärt. Einen Krimi, der mich verwirrt, die Wirklichkeit als Fiktion entlarvt und die Fiktion als Wirklichkeit. Ein Buch, bei dem ich selbst entscheide, ob es Krimi ist. Einen Text, der nur eine ermittelnde Instanz kennt: mich, den Leser. Ach ja: Ich habe dieses Buch gelesen. Mehrmals schon.
WeiterlesenNennt Namen!
Unsereiner hat ja immer so seine Projekte im Kopf. Und neulich, bei Durchsicht meiner Lesenotizen der letzten zehn Jahre (ca. 1000 Blatt)… also kurz und gut: Ein Band mit KrimiautorInnen-Porträts müsste her. So zehn bis fünfzehn Seiten jedes, Biografisches, Zeitgeschichtliches, das alles aber abgeleitet von den Werken selbst. Könnte, wenns klappt, eine kleine Geschichte der deutschsprachigen (!) Kriminalliteratur seit 1945 werden. Und jetzt meine Bitte:
WeiterlesenIrene Rodrian: Eisiges Schweigen
Irene Rodrian eine Veteranin deutschen Krimischaffens zu nennen, zeugt nicht von mangelnder Galanterie. Es ist eine Tatsache, aus der eine weitere folgert: Irene Rodrian ist lange genug dabei, um ihr Handwerk zu beherrschen. „Eisiges Schweigen“ kann als Beweis dafür gelten.
WeiterlesenLaudatio 2006
Die Verleihung des Glauser für den besten Kriminalroman des vergangenen Jahres war auch heuer in Koblenz wieder der Höhepunkt des „Criminale“ betitelten Autorenauftriebs der „Syndikats“-Gruppe. Kosten und Mühen wurden wie üblich nicht gescheut. So hielt keine Geringere als Nelke Leidengleich die Laudatio auf den Gewinnertitel. Frau Leidengleich, die nicht nur Besitzerin einer Fernsehsendung ist und „auch schreibt“, sondern durch ihren Auftritt als Mordopfer in einem legendären → Internetkrimi (der Name wurde aus Diskretionsgründen leicht abgewandelt) quasi prädestiniert scheint für das kriminelle Wort zur kriminellen Tat der kriminellen Vereinigung. Hier nun exklusiv einige Ausschnitte aus dieser Laudatio.
WeiterlesenPreise
Über literarische Preise kann man sich freuen oder ärgern; müßig ist beides. Auch der diesjährige Glauser konfrontiert uns mit den bekannten Einwänden: zu sehr Geschmacksurteil, zu wenig transparent. Was mangelnde Transparenz betrifft, bin ich überfragt. Wie gläsern soll die Wand zwischen den Gehirnen der JurorInnen und denen der Leser eigentlich sein? Detaillierte Begründungen? Und dann?
WeiterlesenEin Hoch dem Experiment!

So, so, die Paprotta schon wieder. 5000 Euro (das sind 600 Schweinelenden!) in gebrauchten Scheinen für ihren Großkatzenkrimi „Die Höhle der Löwin“. Tztz, WIR LEBEN NICHT IN HÖHLEN! Das überlassen wir euch Steinzeitlern! Trotzdem: Aus verwandtschaftlicher Solidarität beglückwünsche ich die Jury des diesjährigen → Glauser-Preises zu dieser Entscheidung.
WeiterlesenKrimiWelt Bestenliste Mai 2006
Arne Dahl – David Peace – Oliver Bottini – Heinrich Steinfest: das ist die Top Four der → Mai-Bestenliste. Drei davon kann ich mangels Rezensionsexemplaren leider nicht besprechen, dafür habe ich zu Peace mindestens schon drei Kritiken geschrieben. Neben Bottini neu auf der Liste: Frode Grytten, „Die Raubmöwen besorgen den Rest“ und Lee Child, „Die Abschussliste“. Carl von Holteis „Schwarzwaldau“ wieder nicht dabei. Wahrscheinlich zu alt. Oder eine Intrige. Kennt man ja.
Katzenjammer

Junges Fleisch und alte Krimis: mehr braucht Mr. T., Senior Editor des Hinternet und Rezensionsfachkraft für Katzenkrimis („…würde ich keinem Hund zum Lesen geben…“) nicht zum Glücklichsein. Immer noch mit dem höchsten IQ aller Redaktionsmitglieder ausgestattet, berichtet Mr. T. demnächst in loser Folge über das Bejammernswerte am Krimi. Kurz und krallenscharf, wie es so seine Art ist.
WeiterlesenHannes Nygaard: Mordlicht

Krimilesen ist Stress und harte Arbeit. Sich durch David Peace’ „1977“ schaffen, ein Auge dabei immer im Ellroy, um zu vergleichen: Danach sehnt man sich nach der Folgelosigkeit eines harmlos-netten Kriminalromans, nach solider Hausmannskost. „Mordlicht“ ist so ein Happen.
WeiterlesenVerkantete Wirklichkeit
Ich möchte endlich einmal einen Krimi lesen, der nichts aufklärt. Einen Krimi, der mich verwirrt, die Wirklichkeit als Fiktion entlarvt und die Fiktion als Wirklichkeit. Ein Buch, bei dem ich selbst entscheide, ob ich es Krimi ist. Einen Text, der nur eine ermittelnde Instanz kennt: mich, den Leser. Ach ja: Ich habe dieses Buch gelesen. Mehrmals schon.
Inspiration
Seit Wochen schon bastele ich an einem längeren Artikel, einer Hommage, einem Aufruf an alle Produzenten und Konsumenten, doch IHN wieder zu lesen… man murkst halt so rum, entwirft einen Plan und noch einen, beginnt mit der Schreiberei, steckt’s auf, fängt wieder an… es will nicht so recht werden, wie es sein soll. Und dann kommt ER: der große Inspirator. Man muss nur warten können, er kommt bestimmt. Auch wenn er Thomas Wörtche heißt und seine → 108. Crime Watch – Kolumne so beschließt:
WeiterlesenGeorge P. Pelecanos: Wut im Bauch
Bei Pelecanos fährt man viel Auto. Die Guten tun es, die Bösen, die Täter und die Opfer, so ist alles in Bewegung, und am Ende war jeder überall und alles, und der Leser war auch irgendwo. Mitten in der Wirklichkeit.
WeiterlesenNoch ein Jahrbuchlob
Auch die „Deutsche Welle“ hat das Krimijahrbuch 2006 in ihrer „Bücherwelt“ vorgestellt. Ein kleines Zitat:
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