Krimijahrbuch – der Skandal

Noch ist das Krimijahrbuch 2006 nicht erschienen, da hat es auch schon einen Skandal verursacht, der ganz Krimideutschland erschüttert. Eine Autorin mokiert sich öffentlich darüber, wie „schlecht“ sie der Herausgeber behandelt habe, ja, von Zensur ist die Rede, vom Zerstören einer gerade erst hoffnungsvoll begonnenen Karriere. Das sind schwerwiegende Beschuldigungen.

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Redaktionssitzung

Dicke Luft im kleinen Sitzungssaal des Hinternet Buildings. „Waaas“ – Chef Walter holt tief Luft – „Bill Moody, ‚Bird lives‘ soll nächste Woche rezensiert werden? Dieser Jazzkrimi? Nur über meine Leiche!“ Ein Kindheitstrauma. Mit vier ist Chef Walter in einen Kessel mit heißen Synkopen gefallen und seitdem hasst er Jazz wie sonst nur noch alles Französische. Aber ich bleibe standhaft. Moody. Bird. Am Donnerstag! Oder ich kündige!

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Blogdenken

Kollege Bernd, der jeden Dienstag an dieser Stelle ein (zumeist englischsprachiges) Buch vorstellt, musste diesmal leider vor den Viren kapitulieren, womit er in bester Gesellschaft ist (gehts wieder, Alfred?). Gute Besserung von hier aus! Und wat nu? Machen wir uns ein paar Gedanken über Blogs-an-sich und Krimiblogs im Besonderen.

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Didier Daeninckx: Statisten

Und die Moral von der Geschicht: Du kannst aus diesem Leben flüchten, wohin du willst; es holt dich ein. Sagt Didier Daeninckx in seinem Krimi „Statisten“. Eine bittere Erkenntnis? Eine tröstliche.
Valère Notermans ist Jedermann. Seiner Frau und ihres leeren Geschwätzes überdrüssig, seines Jobs ebenso, sucht er einen Ort, an den er flüchten kann, und findet das Kino. Wann immer ihm danach ist, fährt er auf obskure Filmfestivals in der französischen Provinz und versenkt sich mit seinesgleichen in die wunderbare Weltferne der reinen Filmkunst. Da trifft man Leute, deren Lebensinhalt sich im listenmäßigen Erfassen aller Statisten des „Ben Hur“-Films erschöpft, man schwelgt im Abseitigen, das, weil abseitig, exklusiv ist und von Kennermund in Kennerohr geraunt wird.

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Jahrbuch – fertig, Jahrbuch – neu

Das Krimijahrbuch 2006 ist auf dem Weg in die Produktion. Puh. Verschnaufen. Und gleich das nächste Jahrbuch. Diesmal: Das Jahrbuch der „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“. Mehr dazu → hier , wo man auch den soeben eingestellten Fortsetzungsroman „Warenhaus Groß & Komp.“ (1907) von Auguste Groner einsehen und bei Gefallen herunterladen kann. Zwar schon 20. Jahrhundert, aber so krimipäpstlich ist man ja nicht. Ach ja: Die Subskriptionsfrist für „Schwarzwaldau“ läuft heute ab. Definitiv.

Ausgebremst

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(Manchmal hilft ein genauer Blick, wo die große Rundumschau einer Rezension nicht weiterhilft. Eine Szene, ein Dialog, eine Kleinigkeit eben. In unregelmäßiger Folge seien bestimmten Kritiken Betrachtungen vorgeschaltet, die ein charakteristisches Merkmal des Textes unter die Lupe nehmen, erklären und seine Auswirkungen auf das Ganze prognostizieren. Heute widmen wir uns Uta-Maria Heims Krimi „Dreckskind“, die Besprechung gibt es voraussichtlich nächste Woche.)

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Improvisation

Nix vorbereitet für heute, das gibt eine Abmahnung vom Chef. Also ein paar Gedanken aus dem Ärmel. Aber was soll man auch machen, wenn am Jahrbuch die letzten kosmetischen Unregelmäßigkeiten abgefeilt werden müssen, die erste (!) Auflage von „Schwarzwaldau“ eingetütet, die zweite bestellt werden soll? Hart am Limit, der gute Onkel vom Hinternet-Krimiblog, mal sehen, was er noch so im Kopf hat.

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Fragen zum Wochenende

Wollt ihr heute wirklich einen Beitrag, Leute? Ich bin urlaubsreif. Aber für euch… na gut. Ein paar Fragen halt, die mich derzeit bewegen. Falls mich überhaupt noch irgend etwas bewegt.
Erste Frage: Wann wird man zum Serienmörder?

„Ein Serienmörder, der schon zwei Frauen grausam hingerichtet hat, droht mit weiteren Morden. „

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Temme: In einer Brautnacht

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Genug geraunt. Hier ist er: Der vielleicht erste „Noir“ der Kriminalliteratur. Jodokus Donatus Hubertus Temme, „In einer Brautnacht“, in der → „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ ab sofort als PDF einseh- und downloadbar. Nebst einem Kapitel aus Temmes Autobiografie. Einen Kommentar dazu gibt es im Krimijahrbuch 2006 – respektive bald auf der alte-krimis-Seite – respektive im dort angekündigten Buch.