Noch ist das Krimijahrbuch 2006 nicht erschienen, da hat es auch schon einen Skandal verursacht, der ganz Krimideutschland erschüttert. Eine Autorin mokiert sich öffentlich darüber, wie „schlecht“ sie der Herausgeber behandelt habe, ja, von Zensur ist die Rede, vom Zerstören einer gerade erst hoffnungsvoll begonnenen Karriere. Das sind schwerwiegende Beschuldigungen.
WeiterlesenAutor: dpr
Redaktionssitzung
Dicke Luft im kleinen Sitzungssaal des Hinternet Buildings. „Waaas“ – Chef Walter holt tief Luft – „Bill Moody, ‚Bird lives‘ soll nächste Woche rezensiert werden? Dieser Jazzkrimi? Nur über meine Leiche!“ Ein Kindheitstrauma. Mit vier ist Chef Walter in einen Kessel mit heißen Synkopen gefallen und seitdem hasst er Jazz wie sonst nur noch alles Französische. Aber ich bleibe standhaft. Moody. Bird. Am Donnerstag! Oder ich kündige!
WeiterlesenSpielsucht

Die „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ wächst stetig. Neu: → Der Herr Präsident“ von Adolf Streckfuß, ein Roman um die Spielleidenschaft eines Regierungspräsidenten und ihre kriminellen Folgen.
WeiterlesenJógvan Isaksen: Endstation Färöer
Von den umstürmten Inseln im Nordatlantik weiß man wenig. Wer mit dem Schiff nach Island fährt, hat dort ein paar Tage Zwangsaufenthalt, die man zum Lesen eines Krimis nutzen kann. Jetzt auch zum Lesen eines original färingischen Krimis.
WeiterlesenZitätlichkeiten
Weiterlesen„Einen besonderen Krimi wollte Erich Schöndorf schreiben, ein Buch ohne die „ausgelutschten Tätertypen“, ohne die alt bekannten Handlungsmuster.“
Ein Vorurteil

Seit Jahresbeginn kann ich mir per Mausklick eine Liste der am häufigsten besuchten Einträge dieses Blogs anzeigen lassen. Für einen Statistikjunkie wie mich natürlich hochinteressant! Und lehrreich. Betrachten wir uns doch einmal die Topplatzierungen.
WeiterlesenBlogdenken
Kollege Bernd, der jeden Dienstag an dieser Stelle ein (zumeist englischsprachiges) Buch vorstellt, musste diesmal leider vor den Viren kapitulieren, womit er in bester Gesellschaft ist (gehts wieder, Alfred?). Gute Besserung von hier aus! Und wat nu? Machen wir uns ein paar Gedanken über Blogs-an-sich und Krimiblogs im Besonderen.
WeiterlesenGuter Rat
Der Blog der geschätzten Astrid Paprotta ist sympathischerweise keine Dauerwerbesendung in eigener Sache. Selten nur hören wir die Autorin als Krimiautorin, aber wenn, dann spitzen wir die Ohren und nicken mit dem, was sie hält. Wie → hier etwa:
WeiterlesenAbruptes Ende einer Heimsuchung
Gescheitert. Aufgesteckt. Gerade mal die Hälfte geschafft von Uta-Maria Heims „Dreckskind“, aber jetzt gehts nicht mehr. Schnell noch das Ende. Und dem Herrn auf Knien gedankt, dass ich für diese Auflösung nicht das ganze Buch lesen musste.
WeiterlesenDeutscher Krimi – Trends 06

Was trägt der deutsche Krimi in der heurigen Saison? Diese spannende Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Spätwintertreffens der Krimiautoren-Innung SISYPHOS im romantischen Bad Wildungen. Das wichtigste Ergebnis vorweg: In Zukunft dürfen auch Frauen Krimis schreiben!
WeiterlesenDidier Daeninckx: Statisten
Und die Moral von der Geschicht: Du kannst aus diesem Leben flüchten, wohin du willst; es holt dich ein. Sagt Didier Daeninckx in seinem Krimi „Statisten“. Eine bittere Erkenntnis? Eine tröstliche.
Valère Notermans ist Jedermann. Seiner Frau und ihres leeren Geschwätzes überdrüssig, seines Jobs ebenso, sucht er einen Ort, an den er flüchten kann, und findet das Kino. Wann immer ihm danach ist, fährt er auf obskure Filmfestivals in der französischen Provinz und versenkt sich mit seinesgleichen in die wunderbare Weltferne der reinen Filmkunst. Da trifft man Leute, deren Lebensinhalt sich im listenmäßigen Erfassen aller Statisten des „Ben Hur“-Films erschöpft, man schwelgt im Abseitigen, das, weil abseitig, exklusiv ist und von Kennermund in Kennerohr geraunt wird.
Jahrbuch – fertig, Jahrbuch – neu
Das Krimijahrbuch 2006 ist auf dem Weg in die Produktion. Puh. Verschnaufen. Und gleich das nächste Jahrbuch. Diesmal: Das Jahrbuch der „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“. Mehr dazu → hier , wo man auch den soeben eingestellten Fortsetzungsroman „Warenhaus Groß & Komp.“ (1907) von Auguste Groner einsehen und bei Gefallen herunterladen kann. Zwar schon 20. Jahrhundert, aber so krimipäpstlich ist man ja nicht. Ach ja: Die Subskriptionsfrist für „Schwarzwaldau“ läuft heute ab. Definitiv.
Ausgebremst

(Manchmal hilft ein genauer Blick, wo die große Rundumschau einer Rezension nicht weiterhilft. Eine Szene, ein Dialog, eine Kleinigkeit eben. In unregelmäßiger Folge seien bestimmten Kritiken Betrachtungen vorgeschaltet, die ein charakteristisches Merkmal des Textes unter die Lupe nehmen, erklären und seine Auswirkungen auf das Ganze prognostizieren. Heute widmen wir uns Uta-Maria Heims Krimi „Dreckskind“, die Besprechung gibt es voraussichtlich nächste Woche.)
WeiterlesenMord aus Gewissenslast
Die schätzenswerte ebook-Bibliothek setzt ihre Reihe „Aus gerichtlichen Akten“ mit einem → Mordfall aus dem Jahr 1786 fort. Wir zitieren:
„Dieser Fall schildert den Mord an einem Kind, den der 63-jährige Michael Fischer am 27. September 1786 beging, um hingerichtet zu werden, da mehrere Fälle von Sodomie, die er 45 Jahre zuvor beging, sein Gewissen belasteten.“
Der Bericht ist als PDF verfügbar.
Improvisation
Nix vorbereitet für heute, das gibt eine Abmahnung vom Chef. Also ein paar Gedanken aus dem Ärmel. Aber was soll man auch machen, wenn am Jahrbuch die letzten kosmetischen Unregelmäßigkeiten abgefeilt werden müssen, die erste (!) Auflage von „Schwarzwaldau“ eingetütet, die zweite bestellt werden soll? Hart am Limit, der gute Onkel vom Hinternet-Krimiblog, mal sehen, was er noch so im Kopf hat.
WeiterlesenFragen zum Wochenende
Wollt ihr heute wirklich einen Beitrag, Leute? Ich bin urlaubsreif. Aber für euch… na gut. Ein paar Fragen halt, die mich derzeit bewegen. Falls mich überhaupt noch irgend etwas bewegt.
Erste Frage: Wann wird man zum Serienmörder?
Weiterlesen„Ein Serienmörder, der schon zwei Frauen grausam hingerichtet hat, droht mit weiteren Morden. „
Temme: In einer Brautnacht

Genug geraunt. Hier ist er: Der vielleicht erste „Noir“ der Kriminalliteratur. Jodokus Donatus Hubertus Temme, „In einer Brautnacht“, in der → „Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ ab sofort als PDF einseh- und downloadbar. Nebst einem Kapitel aus Temmes Autobiografie. Einen Kommentar dazu gibt es im Krimijahrbuch 2006 – respektive bald auf der alte-krimis-Seite – respektive im dort angekündigten Buch.
Andrea Maria Schenkel: Tannöd
„Tannöd“, das Krimidebüt der Autorin Andrea Maria Schenkel, → hat geerntet und wird ernten, was es verdient: Lob von allen Seiten. Aber wofür eigentlich? Für die dramaturgische Aufbereitung der Mordgeschichte? Den multiperspektivischen Blick? Die sehr knappe, aber präzise Sprache? Oder das topografische Gelände, die tiefländliche Oberpfalz der 50er Jahre?
Weiterlesendas definitive Cover
So. Damit ihr das jetzt auch mal seht. So sieht es aus. Etwas anders als ursprünglich, aber besser. Das Cover. Das Buch. Kann man bestellen. Ich sag jetzt aber nicht, wo, denn ICH mach ja keine Werbung.

Dollarzeichen in den Augen
Ludger Menke schreckt vor nichts zurück! Jetzt macht er sogar → Werbung für kommerzielle Produkte! Hat er das nötig? Wo ist der Idealismus der Gründerzeit?